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Wolfram von Eschenbach auf Instagram

"Mobil im Museum": Abenberger Schüler drehen in dreitägigem Projekt Kurzfilme über das Mittelalter - 18.01.2018 18:00 Uhr

Stolze Schauspieler und Regisseure: Die Schüler der Abenberger Mittelschule bei der Vorstellung der Ergebnisse ihres Film-Workshops. © Foto: Thomas Correll


Kartoffeln? Gibt’s nicht. Tomaten? Gibt’s nicht. Cola, Popcorn und Smartphone? Nie davon gehört. Um Essen im Mittelalter dreht sich der Film, bei dem zwei Mädchen durch die Zeit reisen und Wissenswertes über die mittelalterliche Ernährung erfahren. Es ist einer der fünf Kurzfilme, die am Mittwoch auf Burg Abenberg vorgestellt wurden.

Fünf Teams

Die Schüler der Abenberger Mittelschule wurden auf fünf Teams aufgeteilt, die sich jeweils ein Mittelalter-Thema aussuchten und dann von der Idee über den Dreh bis zum Schnitt alles selbst machen durften – mit Tablet-PC und angeleitet von Mitarbeitern des Münchner Instituts für Medienpädagogik in Forschung und Praxis JFF.

Dabei kam zum Beispiel auch ein Filmchen heraus über Ritter und Turniere, in dem zwei anfangs recht aggressive Ritter ein Interview geben und schließlich sogar einen richtigen Schwertkampf vorführen. Oder ein Interview mit Wolfram von Eschenbach – beziehungsweise der Abenberger Statue des berühmten Minnesängers, die in tiefer Stimme Auskunft über Musik im Mittelalter gibt und dann verdutzt aus der Wäsche schaut, als die zwei jungen Interviewer noch ein Foto für die Internet-Plattform Instagram machen.

Die lustigen Filme sind in dreitägiger Arbeit entstanden und waren zumindest für Alina, Simon und Francesco (alle elf Jahre alt) das erste Mal, dass sie einen richtigen Film drehen konnten. Francesco ist Feuer und Flamme und will jetzt vielleicht sogar Schauspieler werden, während sich Simon einige der genutzten Film-Apps fürs Handy herunterladen wird, um an eigenen Ideen und einer Regisseurs-Karriere zu basteln. Das Ganze war sogar ein bisschen besser als der alltägliche Schulunterricht, da sind sich alle drei einig.

"Ganz anders"

Schulleiter Wolfgang Amler hofft dementsprechend, dass nach "drei Tagen Alternativ-Schule" die Kinder wieder in die eigentliche Schule zurückkehren. Das Projekt bringe den Schülern viel, eben: "Museum, mal ganz anders".

Das Projekt wurde durchgeführt vom Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis, in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Jugendring, der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern und der Bayerischen Sparkassenstiftung.

Die jungen Abenberger haben je eine DVD mit ihren Werken bekommen. Außerdem werden die Filme bei der diesjährigen Abschlussveranstaltung von "Mobil im Museum" am 5. Februar in Augsburg noch einmal gezeigt. 

THOMAS CORRELL

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