Samstag, 17.11.2018

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Zwei Monate Pause zum Testen genutzt

IDM 600: Für den Eysöldener Gabriel Noderer geht die Saison mit dem anspruchsvollen Kurs in Zolder weiter - 05.07.2018 16:14 Uhr

Neue Maschine, neue Linie: Gabriel Noderer freundet sich immer mehr mit seiner Kawasakil an. © Foto: trackrider eu


In Zolder wartet auf Noderer eine sehr anspruchsvolle Strecke, eingepasst zwischen dem Albert-Kanal im Westen und Teichen im Osten, haben die Fahrer zwei blinde Kuppen, wenige Auslaufzonen und damit viele harte Abbremsphasen. "Es ist eine sehr mutige Strecke", sagt Noderer – und eine, die er noch nie unter Wettkampfbedingungen gefahren ist, anders als die Konkurrenz.

Noderer ist Rookie in der Internationalen Deutschen Straßenmeisterschaft (IDM) und muss sich auch erst noch an seine neue 600 Kawasaki gewöhnen. Deshalb nutzte er die Rennphase intensiv für Tests, war mit anderen IDM-Fahrern in Zolder, im tschechischen Most, in Schleitz, der nächsten Station im Rennkalender nach Zolder sowie am vergangenen Wochenende am Lausitzring.

"Es war wichtig, ein umfangreiches Trainingsprogramm abzuspulen", sagt Noderer. Beim Auftakt in Oschersleben hatte er zwar die Plätze elf und acht erreicht und damit als Neuling schon erste Punkte eingefahren. Doch sein Motorrad kannte er wegen der kurzen Vorbereitungszeit noch gar nicht richtig, auch der Fahrstil in der IDM 600 unterscheidet sich deutlich von der 300er SBK-Klasse, in der Noderer im Jahr zuvor gefahren war. Nicht nur stärkere Motoren machen sich bemerkbar. "Man fährt ganz andere Linien, zum Beispiel sind die Brems- und Einlenkpunkte anders. Kurz gesagt, die ganzen Parameter haben sich im Vergleich zu den letzten Jahren verschoben."

Mit den Tests wollte Noderer diese Lücke zu den anderen, erfahreneren Fahrern schließen. Der Auftakt der Testphase verlief jedoch nicht ganz wie erhofft. Wegen des Wetters konnte Noderer dort nur wenig testen, lernte zwar die anspruchsvolle Strecke kennen, hatte jedoch auch einige Probleme und stürzte im ersten Turn.

In Most trainierte Noderer ohne große Ambitionen, wurde mit alten Reifen sogar Tagesschnellster. Doch dann wurde er beim Überrunden von einem anderen Fahrer abgeräumt, hatte danach ein Loch in der Ölwanne der Trainingsmaschine und damit einen "Riesenschaden". Solche versucht Noderer nach Möglichkeit zu vermeiden. Denn die Rennsaison ist nicht günstig, ohne Sponsoren kaum zu finanzieren und die Crowdfunding-Kampagne brachte nicht den erhofften Erfolg. 5000 Euro hatte Noderer erbeten, knapp die Hälfte kam zusammen. Die Saison mit seinem Kawasaki Schnock Team Motorex ist deshalb nicht in Gefahr, doch eventuell muss Noderer an den Trainings sparen. "Wir dürfen nicht mehr zu viel kaputt machen". Umso ärgerlicher ist ein fremdverschuldeter Schaden.

Wegen diesem stieg Noderer in Schleiz auf die eigentliche Rennmaschine um. Ein Vorteil, weil diese so nochmal genauer abgestimmt werden kann. Andererseits auch etwas teurer zudem sind die Motoren verplompt – das mehr an Kilometern, der allmähliche Leistungsabfall und der Verschleiß könnte Noderer am Ende der Saison ärgern.

Trotz allem: Die Testreihe war insgesamt erfolgreich "Wir haben viel probiert und blicken optimistisch auf die kommenden Rennen", so Noderer.

Der Pilot freut sich über Unterstützer. Einfach "Gabriel Noderer #17" bei Facebook anschreiben. 

bga

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