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Baulücke füllen: Neue Wohnungen in Schillingsfürst

Dreigeschossiges Gebäude mit Penthouse-Wohnung geplant - 21.09.2017 10:03 Uhr

Bürgermeister Michael Trzybinski (rechts) mit Investor und Grundstückseigentümer Christian Stein. © Schäfer


Das städtebauliche Defizit an einer prägnanten Stelle in der Bürgermeister-Pflaumer-Straße besteht schon länger. Vor etwa zehn Jahren wurden die alten Gebäude auf dem Gelände abgerissen. Eine ehemalige Schmiede und eine frühere Gaststätte wurden dem Erdboden gleichgemacht. Seitdem lag hier an der Ortsdurchfahrt zwischen benachbarten Gebäuden eine Baulücke brach, auf der Gras und Unkraut üppig wuchsen und eine regelmäßige Pflege notwendig machten. Das Grundstück wird durch einen dem öffentlichen Verkehr gewidmeten Fußweg mit Treppe durchschnitten. Er bleibt als Verbindung zwischen Ober- und Unterstadt weiterhin erhalten.

Bürgermeister Michael Trzybinski hat mit seinem Wahlantritt auch die innerörtliche Bebauung als Ziel angestrebt. Nur in einem lebendigen Ortskern gedeiht ein lebendiges Dorf, indem Leerstände beseitigt und Baulücken geschlossen werden, zusätzlich zur Schaffung neuer Baugebiete in guter Randlage. Als Ergebnis aus der Klausurtagung des Stadt­rates wurde die abschließende Entscheidung getroffen, das städtische Hanggrundstück zu veräußern. Unter Auflagen sollte der Weg für den Verkauf freigemacht werden.

Nach dem Abriss der Gebäude klaffte eine kräftige Baulücke in der Bürgermeister-Pflaumer-Straße. © Schäfer


Neue Wohnungen geplant

Da in Schillingsfürst eine große Nachfrage nach Wohnungen besteht, kam nur eine nennenswerte Wohn­bebauung in Frage mit einem interessanten Gebäudeentwurf, welcher sich den besonderen Voraussetzungen der Baulücke anpasst. Auf der 45 mal 11 Meter breiten Parzelle in Hanglage zählt jeder Zentimeter, um Wohnbebauung und Stellplätze zu ermöglichen. Es handelt sich um ein stark bewegtes Gelände mit Unregelmäßigkeiten. Das enge und kleine Grundstück mit 3,5 Meter Höhenunterschied erfordert eine eigene Lösung in der konkreten urbanen Situation. Die fehlende Wohnfläche lässt sich mit zusätzlichen Stockwerken kompensieren.

Bürgermeister Michael Trzybinski sprach das Wachsenberger Bauplanungsbüro Stein an, das auch mit der vollständigen Ausführungsplanung für die Sanierung und Instandhaltung der "Villa Roth" zum Verwaltungsgebäude betraut ist. Die Stadt Schillingsfürst zieht als Mieter in das moderne Verwaltungsgebäude der Verwaltungsgemeinschaft (VG) ein. Bei der Lösung für die Baulücke wollte das Stadtoberhaupt diesmal kein örtliches Bauplanungs- beziehungsweise Architekturbüro mit einbeziehen, wie er sagte, "denn oft ist ein Blick von außen nötig, um zu entdecken, was zuvor durchaus geläufig ist."

Lösung gefunden

Christian Stein, Inhaber eines Ingenieurbüros und Geschäftsführer des familiengeführten Bauunternehmens, legte dem Stadtrat den Entwurf eines kompakten Baukörpers vor, so dass zum Hang hin noch Wonraum geschaffen werden kann. Die Bebauung orientiert sich am Baubestand beziehungsweise wird im neuen Gebäude stilistisch aufgegriffen. Der Stadtrat gab seine Zustimmung zu dem Projekt. Damit war eine Lösung für die Baulücke gefunden. Stadt und Unternehmer wurden sich über die Immobilie handelseinig. Der Kaufvertrag wurde bereits vor einem Notar beurkundet und der neue Eigentümer stellte den Antrag auf Baugenehmigung.

Herausforderungen machen erfinderisch: Dem ehemaligen Grünsteifen hat Christian Stein ein modernes dreigeschossiges Gebäude plus großzügiger Penthouse-Wohnung abgetrotzt. Die Dachterrasse bietet einen imposanten Weitblick. Drei weitere Wohnungen zwischen 55 und 59 Quadratmeter sollen in dem Gebäude entstehen. Rund 400.000 Euro investiert der Wachsenberger Unternehmer nach eigenen Angaben in sein Schillingsfürster Immobilienprojekt. Bis Herbst 2018 soll es bezugsfertig sein. 

sis

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