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Dabei gehe es um ausstehende Belege und erhöhte Umsatzsteuerzahlungen in Folge versäumter Voranmeldungen. In der Häufung ließen die festgestellten Mängel, den Schluss zu, dass der Buchführung „nicht die nötige Sorgfalt“ zugewendet worden sei, sagte Kassenprüfer Wilhelm Friedlein auch im Namen der anderen Kassenprüfer, Klaus Huprich und Manfred Götz, in seinem Bericht vor der Versammlung.
Vor diesem Hintergrund empfahl Friedlein den anwesenden Festspiel-Mitgliedern, dem, wie mehrfach betont wurde, „ausschließlich dafür verantwortlichen“ Schatzmeister als einzigem Vorstandsmitglied bis auf Weiteres keine Entlastung zu erteilen. Er habe, wie zugleich betont wurde, in den drei Jahren vor 2011 einwandfreie Arbeit geleistet. In der Vorstandswahl am Samstag kandidierte er aus persönlichen Gründen nicht mehr für seine ehrenamtliche Position. Zum Nachfolger wurde Wilhelm Friedlein gewählt.
Den juristisch möglichen Antrag der Kassenprüfer auf separate Entlastung der gesamten restlichen Vorstandschaft folgte die Versammlung per Handzeichen mit einer deutlich ersichtlichen Mehrheit. Die Gegenprobe ergab nur eine Gegenstimme. Erleichternd konnte Wilhelm Friedlein in seiner Funktion als Kassenprüfer vermelden, dass die Überprüfung der Schlussbestände des Jahres 2011 keine Beanstandung ergeben hätten. Konto- und Kassenbestände stimmten, sagte er. Durch den Einsatz des Steuerberaters habe eine Steuererstattung erreicht werden können, so dass sich für das Geschäftsjahr 2011 rechnerisch sogar ein positives Ergebnis von 6733 Euro ergäbe.
Unterm Strich bleibe der Verein nur auf 80 Euro aus den Forderungen des Finanzamts sitzen sowie auf zusätzlichen Kosten für Buchhaltung und Steuerberatung, erläuterte Kassenprüfer Wilhelm Friedlein. In Hinblick auf die Zuerkennung der Gemeinnützigkeit müsse alles dafür getan werden, dass in Zukunft kein Verlust mehr zustande komme, hieß es aus steuerfachlicher Sicht.
Als Konsequenzen aus der Angelegenheit beschloss der Festspielvorstand, künftig eine monatliche Buchhaltung durch eine Steuerfachkraft und eine vierteljährliche Zwischenbilanz durchführen zu lassen sowie zusätzlich die laufende Begleitung der Buchhaltung durch den Steuerberater. Die Auswirkungen seien erst auf der Hauptversammlung im nächsten Jahr ganz zu ersehen und dann nochmals zu erörtern, sagte Vorsitzender Harald Krasser. Dann könnten die Mitglieder auch noch über eine nachträgliche Entlastung des früheren Schatzmeisters entscheiden, hieß es.
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