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Bürgermeister Helmut Auer hatte extra den derzeitigen Leiter der Polizeiinspektion Feuchtwangen, Jörg Ottenschläger, eingeladen, um Stellung zu beziehen zu einem Vorschlag des Gemeindepfarrers Klaus Lindner. Dieser hatte sich im Vorfeld der Versammlung in einem Brief an Bürgermeister und Gemeinderäte gewandt mit der Bitte Präventionsmaßnahmen zu ergreifen, um dem „Vandalismus-Problem“ Einhalt zu gebieten.
In der Silvesternacht hatten Unbekannte die Abdeckung diverser Straßenlampen zerstört, den Briefkasten am Pfarrhaus samt Dübeln aus der Wand gerissen, eine grüne Tonne entleert und einen Abhang hinuntergeworfen, sowie den Maschendrahtzaun des Pfarrgartens teilweise zerstört.
Der Polizeikommissar erklärte unter anderem, dass von einem persönlichen Eingreifen Geschädigter in solchen Fällen abzuraten sei und man lieber sofort die Polizei informieren solle. Grund zur Panik gebe es nicht, da die Gemeinde Dombühl im Vergleich zu den Gemeinden und Städten im Landkreis Ansbach wenig auffällig sei.
Ein anderer Referent war Jörg Zenker, Geschäftsführer der Firma Biedermann aus Sachsen bei Ansbach. Er stellte den hohen Fremdwasseranteil der Gemeinde anhand von Kanal-Filmaufnahmen dar und verwies auf die erfolgte Reduzierung des Fremdwasseraufkommens in zwei Bauabschnitten in den Jahren 2008 und 2012 mit Kosten in Höhe von 216.000 Euro. Dies sei wichtig, da die neue Kläranlage mit möglichst wenig Fremdwasser belastet werden dürfe, um die Funktion zu gewährleisten.
Zum 1. Januar 2016 muss die neue Kläranlage in Betrieb gehen. Eine alternative Lösung zu einem Neubau wäre der Anschluss des Abwassers an die Kläranlage Leutershausen, zusammen mit den Gemeinden Buch am Wald, Aurach und Weinberg. Auch hier muss ein hohes Aufkommen an Fremdwasser wegen hoher Kosten vermieden werden. Beide Lösungen bedeuten jeweils eine Investition von 2,7 Millionen Euro.
Ein Anschluss an die Kläranlage Leutershausen wäre dennoch sinnvoller, da Unterhalt und Betrieb einer Kläranlage einen höheren Aufwand erfordere und dadurch kostenintensiver sei. Außerdem wird dann eine Vollzeitkraft benötigt. Als wichtigste und zukunftsweisende Entscheidung im Jahr 2012 wird der Satzungsbeschluss für das neue Industrie- und Gewerbegebiet Dombühl-Süd mit Bauflächen von fünf Hektar Gesamtgröße gesehen.
Es fehlt jedoch noch die Rechtskraft. Um diese zu erhalten, muss der Bebauungsplan öffentlich ausgelegt werden. Nach Abschluss dieses Verfahrens entscheidet der Umweltausschuss des Kreistages über die Herausnahme des Areals aus dem Naturpark Frankenhöhe und ebnet somit dem neuen Gebiet den Weg.
Die Idee zur Abwärmenutzung der Biogasanlage wurde neu aufgelegt. Grund hierfür sind die Ausgaben für die Beheizung der Schulsport- und Mehrzweckhalle, der Grundschule und des Feuerwehrgerätehauses. Bereits Anfang 2007 hatte sich der Gemeinderat mit der Abwärmenutzung befasst. Die Planung war damals wegen mangelndem Interesse potentieller Anschließer beendet worden. Die Neuauflage konnte jedoch im vergangenen Jahr schnell durchgeführt und abgeschlossen werden.
Auch in Dombühl wird über Windkraft gesprochen. Bereits 2011 hat der Gemeinderat die Erstellung einer Anlage im nördlichen Bereich an der Schillingsfürster Straße empfohlen. Ein weiterer Standort wäre südlich der Bahnlinie Nürnberg-Stuttgart. Dies hängt jedoch vom möglichen Bau der Kreisstraße AN4 ab.
Für die Freiwillige Feuerwehr wurden Digitalfunkgeräte im Wert von 14.000 Euro gekauft. Auch ein gebrauchter Caddy für den Bauhof wurde angeschafft. Die Kosten hierfür lagen bei 8350 Euro. Bis vor zwei Jahren war das Dombühler Freibad als Badeweiher definiert. Der Antrag, dass dies wieder so gilt, nach der Aufhebung vor zwei Jahren, wurde in einer Entscheidung vom Amtsgericht Ansbach abgelehnt.
Die Begründung steht noch aus. Auch die Dombühler Bürger kamen zu Wort. Unter anderem wurde sich über einen regelmäßig parkenden Lkw an der Tennisanlage beschwert, die Fensterrahmen der Aussegnungshalle sollten gestrichen werden und die öffentlichen Anlagen sollten besser bepflanzt und gepflegt werden. Sorge um die finanzielle Umlegung der Maßnahmen auf die Bürger gibt es offensichtlich nicht.
Die Ankündigung, dass die Straßenausbaubeitragssatzung dem Gemeinderat dieses Jahr zur Beschlussfassung vorgelegt wird, sorgte für keinen Unmut. Sie war bereits im Jahr 2004 vom Landratsamt gefordert worden. Verschuldung ist gesunken In der Gemeinde Dombühl wurden im letzten Jahr zwölf Geburten, acht Sterbefälle und 16 Eheschließungen bei 1630 Bürgerinnen und Bürgern verzeichnet. Der Gesamthaushalt wies in Einnahmen und Ausgaben einen Betrag von etwa 4,93 Mio. Euro aus.
Die Gemeinde ist mit 1,55 Mio. Euro verschuldet, die Pro-Kopf-Verschuldung hat sich gegenüber dem Vorjahr von 1042 Euro auf 966 Euro reduziert. Der Landesdurchschnitt der Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei etwa 650 Euro. Die Gewerbesteuereinnahmen beliefen sich im Jahr 2012 auf 592.000 Euro und sind damit erfreulich gestiegen, denn im Vorjahr waren es nur 441.000 Euro.
Interessant jedoch, dass sich der Einkommenssteueranteil mit 550.500 Euro in einer ähnlichen Größenordnung bewegt. In etlichen Gemeinden hat sich die Einkommenssteuer zur wichtigsten Steuereinnahmeart entwickelt.
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