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Montag, 19.11.2018

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Einweihung des Landjugendraums in Adelshofen

Die evangelische Landjugend hat jetzt ein richtiges Dach überm Kopf - 04.05.2018 13:21 Uhr

Pfarrer Johannes Raithel (v.li), Petra Kammleiter, Patrick Stahl, Sophia Gundel, Felix Gackstatter (Evangelische Landjugend) und Bürgermeister Johannes Schneider. © jun


Nach dem Maibaumaufstellen und  dem Mittagessen, das von der Landjugend organisiert und ausgegeben wurde, konnten die beiden gleichberechtigten Vorsitzenden Petra Kammleiter und Patrick Stahl zahlreiche Gäste begrüßen. Die Jugend hatte offenbar im Umgang mit den Erwachsenen den richtigen Ton getroffen Es dürften etwa 150 Besucher gewesen sein, die der Einladung gefolgt waren und sich  den Festtagsbraten mit Knödel und Salat genüsslich schmecken ließen.

Im Jahr 2014 wurde die evangelische Landjugend in Adelshofen wieder gegründet. Schon in den 60er Jahren gab es eine Ortsgruppe. Die Dorfjugend war weiterhin aktiv. Sie machte ihr eigenes Ding, aber sie brachte sich auch ein. Etwa in den Bayern-Fanclub, der 1982 gegründet  wurde und mittlerweile 110 Mitglieder zählt. Der Kreis pflegt die Geselligkeit, führt aber auch Veranstaltungen, Turniere und Ausflüge durch.  Mit der kirchlichen Jugendarbeit gibt es jetzt ein zusätzliches Betätigungsfeld.  Patrick Stahl gab den Anstoß, in der Struktur des Vereins eine neue Grundlage zur Entfaltung gemeinschaftlichen Lebens zu schaffen. So kam eins zum anderen. Die Neugründung der Landjugend wurde im Gemeindehaus besiegelt. Der Ortspfarrer gab seinen Segen dazu und auch beim Gemeindeoberhaupt war mehr Einmischung willkommen. Es besteht ein gutes Einvernehmen.

Die beiden Vorsitzenden bedankten sich bei der Gemeinde Adelshofen und Bürgermeister Johannes Schneider, dass die derzeit etwa 35 Mitglieder zählende Landjugendgruppe nun eine Unterkunft gefunden hat. In den ersten Jahren traf man sich im Gartenhäuschen der Familie Stahl im Ortsteil Haardt. Ebenso galt der Dank dem SC Adelshofen, in dessen Vereinsheim die Landjugendgruppe nun untergekommen ist. Das Gebäude ist im Besitz der Gemeinde. Bevor es mit dem Einzug so weit kam, mussten Entscheidungen im Gemeinderat und beim SC Adelshofen getroffen werden. Ein bestehender Raum im Obergeschoss wurde umgebaut und mit einem Sanitärbereich versehen. Außerdem musste ein eigener Zugang geschaffen werden: durch eine Außentreppe aus robustem Material.

Bürgermeister Johannes Schneider erwähnte in seinem Grußwort, dass die Gemeinde für die Baumaßnahme rund 75000 Euro ausgegeben und in die Jugend investiert habe.  Er bedankte sich beim SC Adelshofen für das Entgegenkommen sowie bei den ausführenden Firmen, Heizung-Sanitär Beck und Zimmerei Holzinger, beide aus Tauberscheckenbach. Auch den Mitgliedern der Landjugend dankte er für ihr großes Engagement. Viele Arbeiten wurden von den jungen Leuten in Eigenleistung bewältigt. Er stellte die weitere Unterstützung der Gemeinde in Aussicht.


Einvernehmliche Lösung gefunden: Der neue Landjugendraum befindet sich im Obergeschoss des Sportheims. © Schäfer


Im Anschluss an die Grußworte weihte Pfarrer Johannes Raithel die Räumlichkeiten ein, indem er die Menschen segnete, die sich jetzt und in Zukunft an diesem Ort versammeln und überreichte den Vorsitzenden ein Kreuz. Dieses wurde sogleich über dem Türstock im Eingangsbereich angebracht. Er deutete das Kreuz als Zeichen der Nähe Gottes zu den Menschen, weil es darauf hindeutet, dass Gott in Jesus und seinem Kreuz zu den Menschen gekommen ist. Zugleich hätten Christen auch den Auftrag, die Liebe Gottes zu den Menschen zu bringen, wofür ebenfalls das Kreuz stehe.


Er wünschte den jungen Menschen, dass sie als kirchliche Gruppe die Beziehung zu Gott pflegen sollten, indem sie sich zum einen öffnen für Gottes Segen, seine Nähe suchen und sich entlasten lassen, zum anderen sich in Anspruch nehmen lassen, indem sie Gutes für andere tun. Die Feierlichkeiten endeten mit einem reichhaltigen Kuchenbuffet, das von den jungen Leuten und ihren Familien vorbereitet wurde.
Die Mitglieder der Landjugend Adelshofen sind zwischen 15 und 30 Jahre alt und kommen nicht nur aus der Gemeinde, sondern auch aus Bettwar und Gumpelshofen, sagte Petra Kammleiter auf Nachfrage. Sie selbst stammt aus Gickelhausen und ist auch beruflich tüchtig. Die 22-Jährige arbeitet als kaufmännische Angestellte in einem Rothenburger Sportgeschäft und weiß sich auszudrücken.


Die Landjugend kommt an jedem Mittwochabend in geselliger Runde zusammen. Die Außenbestuhlung für laue Sommerabende fehlt noch. Aber das sieht man ganz entspannt. Schon jetzt steht fest, dass die jungen Leute im September ein Spanferkelessen für die Gemeindebürger ausrichten und im November nach Bamberg zu einer Brauereibesichtigung fahren. Für die Nutzung des neuen Landjugendraums gibt es klare Regeln, die eingehalten werden müssen. Es wurde sogar ein genauer Putzplan erstellt, um regelmäßig Ordnung zu schaffen. Absprachen und Organisation funktionieren gut, wird überzeugend versichert. Schließich kennt jeder jeden. 

jr/sis

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