Dienstag, 11.12.2018

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Gebsattel mit unveränderter Spitze

Volland bleibt 2. Bürgermeister und Stammler 3. Bürgermeisterin - 07.05.2014 13:05 Uhr

Neue, alte Spitze: Bürgermeister Rößler, Stammler und Volland (von links). © Weber


Damit bilden Zweiter Bürgermeister Wolfgang Volland (mit 13:0 Stimmen ohne Gegenkandidat wiedergewählt) und Elisabeth Stammler (mit 11:2 Stimmen gegen Gegenkandidat Helmut Köhler wiedergewählt) zusammen mit dem seit 1. Mai nicht mehr ehrenamtlichen, sondern hauptamtlichen Bürgermeister Gerd Rößler für weitere sechs Jahre die Gemeindespitze. Gemeindesekretärin und Protokollführerin Tina Schmidt fungierte bei der schriftlichen und geheimen Abstimmung als Wahlhelferin. Man freue sich auf eine weitere Periode des Zusammenwirkens in dieser erprobten und erfolgreichen Konstellation, versicherten sich die Beteiligten gegenseitig.

Erneut unter Eid genommen

Das Gemeindeoberhaupt hatte als offizielle Handlung noch eine kleine Formalie zu erledigen: Es nahm seine beiden bisherigen ehrenamtlichen Stellvertreter erneut unter Eid, wie es die Gemeindeordnung zu Beginn jeder Periode festlegt. Damit bekunden der Mann und die Frau, dass sie sich auch diesmal mit voller Kraft für Gebsattel einsetzen und für das Wohl der Gemeinde stark machen werden.

Gleich zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeister Rößler den vier Neuen im Gemeinderat den Eid auf die Bayerische Verfassung und auf das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland abgenommen. Nacheinander waren sie vorgetreten und hatten einzeln, die rechte Hand zum Schwur erhoben, die Eidesformel gesprochen: Andreas Klein (seines Zeichens Vorsitzender des örtlichen Fußballvereins), Helmut Köhler (örtlicher Bauernverbands-Obmann), Heidi Seybold (von Beruf Landschaftsgärtnerin) und Dominik Wenninger (örtlicher Feuerwehr-Kommandant).

Mit Gratulation zur Wahl ins Gremium und Dank für ihre Bereitschaft zur Mitwirkung im Gemeinderat hieß sie der Bürgermeister willkommen. Für die kommenden sechs Jahre gelte es auch für sie, sich ohne Streit und Zorn und im guten Recht auf eine eigene Meinung einzubringen. Unter den fünf Zuhörern auch bei der konstituierenden Sitzung mit von der Partie: Gerhard Gackstatter, Ernst Breiter und Werner Schübel, die bisher zu den treuesten auf den Rängen zählen.

Sie konnten verfolgen, dass der Gemeinderat in neuer Besetzung schnell zur Einstimmigkeit fand an diesem Abend. Ausnahmslos alle folgenden Beschlüsse waren Zu-Null-Entscheidungen. Auf Empfehlung des Gemeindetags legte das Gremium die Entschädigung pro Kopf und Sitzung auf 20 Euro fest. Auch der Verfügungsrahmen des Bürgermeisters wurde festgelegt. Das Gemeindeoberhaupt bekräftigte, dass es auch weiterhin für Entscheidungen unterhalb dieser Grenze die Zustimmung des Gemeinderats einholen werde: „Das hat sich bewährt.“ Künftig wird es nur noch eine offizielle Anschlagtafel in der Gemeinde geben, und zwar die in der Schulstraße. Die weiteren­ ­werden untergeordnet weiterbetrieben.

Der Bauausschuss als vorberatendes Organ des Gemeinderats hat Fortbestand in Gebsattel, entschied das Gremium. Ihm gehören in der neuen Periode an: der Bürgermeister sowie Elisabeth Stammler, Winfried Schiller, Werner Abelein und Dominik Wenninger. Im Rechnungsprüfungsausschuss sitzen Franz Seybold, Josef Schalk, Elke Streng, Andreas Klein und Helmut Köhler. Jugendbeauftragte bleibt Heidi Fiedler. Neben dem Bürgermeister vertreten Gebsattel in der Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg: Franz Seybold (Vertreter Werner Abelein) und Heidi Fiedler (Elke Streng). In den Schulverband ist erneut Elisabeth Stammler (Heidi Seybold) entsandt. In der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung ist Gebsattel durch den Bürgermeister (2. Bürgermeister) vertreten. Das Gremium beschloss die Erstellung eines Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes (ILEK) voranzutreiben und in diesem Zusammenhang auch eine Vorauswahl bei den in Frage kommenden Planern zu treffen.

Legen vor Bürgermeister Rößler den Eid ab: Wenninger, Seybold, Köhler und Klein (von links) © Weber


Nach 20 Jahren ist das alte Wasserrecht in der Gebsattler Dorfmühle ausgelaufen. Unter dem Aspekt der Wasserkraftnutzung mit eingebauter Turbine ist seit 1992 mehr Durchfluss erforderlich als bei der früheren Nutzung als Getreidemühle. Bei der jetzt anstehenden Verlängerung des Wasserrechts im Zusammenhang mit dem Bau einer Wehranlage auch als Hochwasserschutz müsse das gemeindliche Entwicklungskonzept für Gewässer dritter Ordnung berücksichtigt und die Durchgängigkeit für Fische gewährleistet sein, so der Gemeinderat in einer Stellungnahme. Genehmigungsbehörde ist das Landratsamt.

In den Streckenabschnitten zwischen Pleikartshof und Kirnberg sowie zwischen Kirnberg und Wildenhof stehen Straßensanierungen an. Kostenumfang insgesamt 250.000 Euro. Es läuft eine beschränkte Ausschreibung der Arbeiten. Submission ist am 28. Mai. Für die Ingenieurleistungen bei der Planung kassiert das Büro Härtfelder rund 24.500 Euro.

Erneuert werden muss beidseitig das Geländer der alten Eisenbahnbrücke, und zwar durch Ergänzungen beim Rahmen und bei den Zwischenstreben, wobei hierbei eine addierte Gesamtlänge von 97 Meter anfällt. Der Auftrag über ein Volumen von gut 10.000 Euro geht an den örtlichen Fachbetrieb Breiter.

In nichtöffentlicher Sitzung legte das Gremium die Dienstaufwandsentschädigung für den von Staats wegen in der Besoldungsstufe A 13 (zwischen 3777,32 Euro und 4664,59 Euro) eingestuften hauptamtlichen Bürgermeister auf 310,32 Euro monatlich fest, die monatliche Fahrtkosten-Pauschale auf 270 Euro. Für den zweiten Bürgermeister wurde die Grundvergütung im Vertretungsfall auf 211 Euro bis zum 21. Tag festgelegt. Ab dem 22. Tag kommen dann pro Tag ein Dreißigstel bzw. ein Einunddreißigstel der Bürgermeister-Bezüge hinzu. Die Regelung für die dritte Bürgermeisterin will das Gremium bei der nächsten Sitzung festlegen.

  

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