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Handball: Ein Rothenburger in der 1. Liga

Andreas Schröder schaffte mit dem TV Neuhausen den Aufstieg - 13.06.2012 11:41 Uhr

Andreas Schröder (links): Im April unterlag er mit dem TV Neuhausen noch dem HC Erlangen (hier mit Christoph Nienhaus), im Juni jubelt der Rothenburger über den Aufstieg in die 1. Bundesliga.

Andreas Schröder (links): Im April unterlag er mit dem TV Neuhausen noch dem HC Erlangen (hier mit Christoph Nienhaus), im Juni jubelt der Rothenburger über den Aufstieg in die 1. Bundesliga. © Sportfoto Zink / WoZi


Bereits am vorletzten Spieltag haben sich die Jungs bei der HG Saarlouis mit einem 29:27-Sieg den dritten Tabellenplatz gesichert und damit den Aufstieg perfekt gemacht. Rund 150 Neuhäuser waren dabei. Zurück in der Heimat wurden Spieler und Fans gegen 3 Uhr früh von etwa 400 Leuten laut­stark begrüsst.

Das letzte Saisonspiel in der eingleisigen zweiten Bundesliga hat der TV Neuhausen vor heimischem Publikum ausgetragen und gegen die TSV GWD Minden einen 34:29-Erfolg geschafft. Der Höhepunkt war dann die Abschlussfeier mit der emotionalen Verabschiedung von vier Spielern.

Vom Start weg vorne dabei

Als Saisonziel hatten die Verantwortlichen die Etablierung in der neu geschaffenen eingleisigen zweiten Liga ausgegeben. Doch bereits vom Start weg konnte sich die Mannschaft des 20-jährigen Rothenburgers, die fünf Mal pro Woche trainiert, auf den vorderen Plätzen der Tabelle behaupten. Und selbst in jener Phase, als die Mannschaft in der Rückrunde ein kleines Tief hatte, rutschte sie nie weiter ab als auf Rang 5. Ganz stark war dann der Saisonendspurt: Hier holte das Team von Trainer Markus Gaugisch 15:1 Punkte. Leidenschaft, Teamgeist und Charakterstärke zeichnen die Spieler aus, die es im Pokalwettbewerb bis ins Viertelfinale schafften.

Das Team setzt sich aus einer Mischung von "jungen Wilden" – unter ihnen An­dreas Schröder – und Routiniers zusammen. Zu letzteren zählen Ralf Bader, Alexander Trost und Aleksandar Stevic, der Star der Mannschaft. Der TV Neuhausen sieht sich als „schwäbisches Familienunternehmen“, getragen von zahlreichen Ehrenamtlichen, die mit viel Herzblut bei der Sache sind. Im Gegensatz zu vielen ihrer künftigen Konkurrenten in der 1. Bundesliga ist Neuhausen nicht so professionell aufgestellt.

Die Atmosphäre ist geprägt von kameradschaftlichem Miteinander. Der TVN war – als „kleiner Dorfverein“ – in den 70er Jahren bereits drei Mal in der ersten Bundesliga. Neuhausen ist ein Stadtteil der Großen Kreisstadt Metzingen und hat rund 4500 Einwohner.

Andreas Schröder, der Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Nürtingen studiert, hat seine beeindruckende Handballkarriere beim TSV 2000 Rothenburg begonnen, ehe er zum Drittligis­ten HSC Bad Neustadt wechselte. Sein weiterer Weg führte den 20-Jährigen zur HSG Frankfurt Rhein-Main (2. Bundesliga) und schließlich im letzten Jahr nach Neuhausen, wo er unter anderem mit 118 Toren einen großen Anteil am Aufstieg hatte.



Für den TV Neuhausen mischt sich in die große Freude über den Aufstieg ein kleiner Wermutstropfen: er muss die heimische Hofbühlhalle verlassen und ins 25 Kilometer entfernte Tübingen in die Paul-Horn-Arena umziehen, da die Hofbühlhalle die Anforderungen der HBL für Erstliga-Spiele nicht erfüllt. 

FA

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