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Auf die drei Jahre gesehen sind die Stellen bei 120 000 Euro Gesamtkosten mit 72 000 Euro bezuschusst gewesen. Dieser Anteil wäre entweder aus anderer Quelle beizusteuern oder eben aus städtischen Haushaltsmitteln zu tragen. Die Überlegungen, wie das alles bewerkstelligt werden könnte, sind im vollen Gang. Wobei der Stand der Dinge je nach Lage der Dinge und auch nach Person und Funktion unterschiedlich weit fortgeschritten erscheint. Vom Papier her sind alle drei Mitarbeiter schon bisher nicht bei der Stadt, sondern bei den Städtischen Werken beschäftigt. Das war und ist Voraussetzung für die Förderung. Für Martin Kamphans, der im Quartiersbüro für den Bereich der Wirtschaft verantwortlich zeichnete und die Belebung der Innenstadt als zentrales Anliegen führte, ist schon eine neue Konstellation gefunden.
Er darf sich City-Manager nennen und steht als solcher derzeit bei den Städtischen Werken im Brot. Eine Umstellung scheint bevorzustehen: Der Stadtmarketing-Verein ist für ihn als künftiger Arbeitgeber im Gespräch. Allerdings müssen inhaltliche und sonstige Fragen noch zwischen Stadt und Verein geklärt werden, bis dies dann zum Tragen kommen kann.
Überlegungen zur Fortführung der Stellen gibt es auch für die Bereiche Soziales (Bärbel Andresen) und Kultur (Annika Keller). Oberbürgermeister Walter Hartl ist voll des Lobes über die dort geleistete Arbeit und könnte sich vorstellen, dass diese Bereiche auch weiter gepflegt werden, in bisheriger oder in modifizierter Form.
„Ich möchte für die Fortführung plädieren,“ sagt er und sieht durchaus Chancen, dass man sich darauf bei den Beratungen für den städtischen Haushalt 2013 im Stadtrat einigen könnte, konkret dann beim Stellenplan, der im März behandelt wird. Auf drei Jahre gesehen ginge es um 48000 Euro, die – weil nicht mehr bezuschusst – an zusätzlichen Kosten anfallen, falls keine andere Quelle gefunden wird, die diesen Sektor bedienen könnte.
Eine soziale Anlaufstelle in Rothenburg sei äußerst wichtig und dürfe nicht vordergründig an den Kosten scheitern. Darin ist sich die Arbeitsgemeinschaft Sozialarbeit einig. Sie hält es für sehr wichtig, dass das Quartiersbüro für den Bereich „Soziales und Zusammenleben“ auch nach Auslaufen der Zuschüsse fest in der Stadt Rothenburg installiert wird. Dies wird unabhängig gesehen vom Mitarbeiter der diese Stelle inne hat.
Der hohe Arbeitseinsatz und das Können von Bärbel Andresen werden dabei ausdrücklich gewürdigt und anerkannt. Sie habe mit ihrem weit über die Stelle hinausgehenden Engagement viel für Rothenburg getan. Auch das Wirken von Annika Keller wird als überaus ertragreich gesehen. In der Arbeitsgemeinschaft Sozialarbeit kommen seit 1988 Fachkräfte aus allen Bereichen der Jugend- und Sozialarbeit regelmäßig zusammen, die in bzw. für Rothenburg und Umgebung hauptberuflich tätig sind. Diese regelmäßigen Zusammenkünfte dienen der gegenseitigen fachlichen Information, Vernetzung unterschiedlicher sozialer Einrichtungen, Erörterung wichtiger Fachfragen und insgesamt der Weiterentwicklung des sozialen Arbeitsfeldes.
Das Netzwerk von Fachkräften der Sozialen Arbeit in Rothenburg und Umgebung besteht seit 1988 und hat seine zentrale Kontaktperson in Walter Nees vom Jugendzentrum. In der Arbeitsgemeinschaft Sozialarbeit wirken zusammen: die Arbeiterwohlfahrt (Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer), die Bewährungshilfe, das BRK-Seniorenwohnen Bürgerheim, der Caritasverband (Soziale Beratung), die Diakonie Neuendettelsau (Offene Behindertenarbeit; Offene Hilfen; Seniorenzentrum) und das Diakonische Werk Ansbach (Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen; Beratungsstelle für seelische Gesundheit; Offene Sozialarbeit; Psychosoziale Beratungs- und Behandlungsstelle).
Außerdem gehören dazu: das evangelische Dekanat Rothenburg, die evangelischen Kirchengemeinden Heilig Geist und St. Jakob, die Evangelische Jugendsozialarbeit (EJSA) Rothenburg, das Evangelisches Jugendwerk Rothenburg, das Impuls-Quartiersbüro (Soziales und Zusammenleben), die Jugendhilfe Creglingen (Berufsfindungsbegleitung) und die Katholische Pfarrei St. Johannis. Ferner die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) Ansbach, das Landratsamt Ansbach (Amt für Jugend und Familie; Eltern-, Jugend- und Erziehungsberatungsstelle; Gesundheitsamt), die Lebenshilfe Ansbach, die „Projektschmiede“, die Stadt Rothenburg (Amt für Soziale Angelegenheiten, Jugendzentrum), die Sucht und Selbsthilfe (SuSe), die Valentin-Ickelsamer-Mittelschule (mit offener Ganztagsschule und Praxisklassen) und schließlich auch der Zentrale Diakonieverein.
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