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Freitag, 17.08.2018

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Katholiken demonstrieren in Rothenburg für ihren Glauben

Bei Fronleichnamsprozession das Allerheiligste durch die Schloss-Stadt getragen - 04.06.2018 13:02 Uhr

Ein öffentliches Bekenntnis zum Glauben legen die Katholiken bei der Prozession ab. © Ridder


Dekan Hans-Peter Kunert unterstrich in seiner Ansprache, dass es wichtig sei, seinen Glauben auch in der Öffentlichkeit zu bekennen, dies geschehe an Fronleichnam, wo das Allerheiligste durch die Stadt getragen werde. Jeden der vier Altäre hatte Dekan Kunert unter ein Motto gestellt: Am ersten Altar beteten die Gläubigen für die Kirche und alle, die an Christus glauben. Am Hause Remele war ein weiterer Altar errichtet worden - mit einem Blumenteppich, dem das Ordenskreuz der Grabesritter als Vorlage diente.

Staat und Gesellschaft mitprägen

Die Lektoren richteten den Blick auf unser Volk und alle, die in Staat und Gesellschaft Verantwortung übernehmen. Christen sollten zugleich Salz der Erde und Licht der Welt sein, sie hätten den besonderen Auftrag, Staat und Gesellschaft mitzuprägen. An der Edith-Stein-Realschule beschäftigten sich die Gläubigen mit der Bewahrung der Schöpfung. Dem Menschen sei die Schöpfung anvertraut worden, doch angesichts weltweiter Verflechtungen, begrenzter Ressourcen und einer einseitigen Ausrichtung auf Wachstum mahnt die biblische Botschaft, die Schöpfung zu bewahren, sie zu hegen und zu pflegen, respektvoll mit ihr umzugehen.

Heimat und Identität Im Schloss-Innenhof betete die Prozessionsgemeinde für den Ort und seine Bewohner. In einer Welt, die immer enger zusammenrückt, fühlen sich dennoch viele Menschen verloren und beklagen zunehmende Anonymität. Der Ort, an dem die Menschen leben, kann hier ein Gefühl der Heimat und Identität vermitteln.

Segen gespendet

Im Miteinander der Bewohner kann Solidarität wachsen, die gegen Alleinsein und Isolation hilft. An allen vier Altären spendete Dekan Hans-Peter Kunert den eucharistischen Segen, bevor die Prozession zurück zur Stadtpfarrkirche zog - zum feierlichen Abschluss.

Eine Abordnung der Stadtkapelle Schillingsfürst unter der Leitung von Jürgen Strauß begleitete die Gläubigen musikalisch durch den Ort: Sie hatten eigens die Liedsätze zum Neuen Gotteslob einstudiert und die Sakramentslieder würdig begleitet. An der Orgel brillierte in gewohnter Weise Ulrich Schwandt, während des Abschlusses der Prozession in der Kirche im Wechsel mit den Bläsern. Für Speis und Trank war im Pfarrgarten mit einem Mittagessen und hausgebackene Kuchen gesorgt.

Votrag über Kirchenfürst

Die Ritter trafen sich anschließend im Musiksaal auf Schloss Schillingsfürst, wo Wolfgang Osiander über Kurienkardinal Gustav-Adolf zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1823 bis 1896), einem der großen vier Brüder des Hauses Schillingsfürst, referierte: Er war der "Kirchenfürst zwischen Rom und fränkischer Provinz" und hatte wiederholt in Schillingsfürst, ganz in Kardinalsrot gewandet, an der Fronleichnamsprozession teilgenommen. Für die Ritter endete der Fronleichnamstag mit einer feierlichen Andacht in der Schlosskapelle. 

sw

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