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Mittwoch, 19.09.2018

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Musikverein Gebsattel veranstaltet "Eiswasser-Grillen"

Mit viel Gaudi werden 2230 Euro für Keanahs Familie eingenommen - 26.06.2018 14:52 Uhr

Unter den (skeptischen) Blicken seiner Kollegen dreht Matthias Blank die Würste auf dem Grill um. © Scheuenstuhl


Nach dem ersten Schock über die Nachricht des Todes der 9-Jährigen an Krebs erkrankten Gebsattlerin am Freitag, stand für die Verantwortlichen des Musikvereins schnell fest, dass man weiterhin an der Aktion festhalten werde. Denn: "Keanah hatte sich sehr gefreut, dass so etwas auf die Beine gestellt wird", erklärte Vereinsvorsitzender Albert Krauthahn. Auch dass die Spenden wie geplant ihrer Familie zugute kommen werden, stand außer Frage. Und so legten sich alle Beteiligten mächtig ins Zeug, um den Zuschauern etwas ganz Außergewöhnliches zu bieten.

Während der Kugelgrill für einen besseren Stand auf einem Stein in der Tauber positioniert wurde, ließ sich ein Teil der Musiker nicht lumpen und wagte sich in die kalte Tauber. Die nicht ganz so Hartgesottenen blieben am Ufer stehen. Unterstützt wurden die Gebsattler von einigen Oberländer Musikanten. Dirigent Stefan Krauthahn durfte von einem quietschgelben Ehrenplatz aus seine Musiker anleiten: einer aufblasbaren Ente. Als Alternative stand noch ein luftgefüllter Plastik-Wal bereit. Die erschwerten Bedingungen in der Tauber konnten den Musikern nichts anhaben und so boten sie Blasmusik in gewohnt makelloser Weise.

Im wahrsten Sinne des Wortes "Schützenhilfe" bekam der Musikverein außerdem von seinem Partnerverein. Da man mit den vier Würstchen auf dem Kugelgrill die wartenden Zuschauer wohl eher nicht wirklich satt bekommen hätte, brutzelten die Gebsattler Schützen zeitgleich am Profi-Gerät. Insgesamt 230 Bratwürste brachten sie im Laufe der wenigen Stunden an den Mann beziehungsweise an die Frau.

Mit Kuchen und Tombola

Wer eher Lust auf Süßes hatte, der wurde bei dem vielseitigen Buffet an selbstgebackenen Kuchen, den fleißige Frauen aus der Gemeinde und der Kindergartenfamilie beisteuerten, fündig. Die jüngeren Besucher konnten ihr Glück bei einer Tombola versuchen. Es winkten tolle Preise wie Puzzles, Spiele, Bücher, Tassen und Buntstifte. Mit einem kleinen Standkonzert sorgten die Musiker – nun wieder alle trockenen Fußes – für Unterhaltung am Feuerwehrhaus.

Man hatte bewusst vorab keine Preisliste erstellt. Die Besucher der Benefizaktion sollten vielmehr selbst entscheiden, mit welchen Betrag sie Keanahs Familie unterstützen wollten. "Überwältigend" lautet Albert Krauthahns Kommentar zu der beeindruckenden Summe von 2230 Euro.

Dass diese ohne jegliche Abzüge, beispielsweise für den Wareneinkauf, an die Familie weitergegeben werden kann, ist einer ganzen Reihe an Institutionen, Unternehmen, aber auch Privatpersonen aus Gebsattel und der näheren Umgebung zu verdanken, die bei der Benefizaktion mit im Boot waren. Sie steuerten kostenlos die Preise für die Tombola und die Zutaten zur Versorgung des leiblichen Wohls bei. 

mes

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