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Rothenburg: Tödliche Kollision mit Zug gibt Rätsel auf

Lokführer unter Schock - Unfall wohl Verkettung verschiedener Umstände - 02.02.2015 12:15 Uhr

Eine 58-jährige Autofahrerin übersah am Donnerstagabend einen herannahenden Güterzug an einem unbeschrankten Bahnübergang in Rothenburg. Der Pkw stieß mit dem Zug zusammen, die Frau wurde durch den Aufprall getötet. © News5


Es war dunkel und regnete als die 58-jährige Autofahrerin aus Bettenfeld am Donnerstagabend gegen 19.45 Uhr mit ihrem Renault Twingo stadtauswärts fuhr.

Auf der Straße zwischen Schlachthofkreuzung und Kino kreuzt ein einspuriges Gleis, das mit Andreaskreuz und Lichtzeichen gesichert ist. Wurde die Autofahrerin von den Lichtern des Gegenverkehrs abgelenkt und übersah das rote Warnblinklicht, das nach bisheriger Erkenntnis funktionierte? In diesem Moment näherte sich dem Bahnübergang eine Diesellok mit vier Güterwaggons, die Waren zu dem Industriebetrieb gebracht hatte und sich dann rückwärts in Richtung Bahnhof bewegte.

Durch das Zurücksetzen des Zuges fuhr nicht die Lok mit den großen Scheinwerfen an der Spitze, sondern der hinterste Waggon mit nur kleinen Rücklichtern im unteren Bereich. Der Lokführer stand auf dem Rangierpodest und steuerte den Zug mit der Fernbedienung.

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Eine 58-jährige Autofahrerin übersah am Donnerstagabend einen herannahenden Güterzug an einem unbeschrankten Bahnübergang in Rothenburg. Der Pkw stieß mit dem Zug zusammen, die Frau wurde durch den Aufprall getötet.


Er sah das herannahende Auto und konnte gerade noch rechtzeitig von seinem Posten abspringen vor dem heftigen Zusammenprall. Der Mann erlitt einen Schock und wurde seelsorgerisch betreut.

Die Autofahrerin war sofort tot und im Fahrzeug eingeklemmt. Die Rothenburger Feuerwehr musste sie aus dem Wrack bergen. Die Betroffenheit bei den Einsatzkräften über das schreckliche Geschehen war groß.

Immer wieder kommt es an unbeschrankten Bahnübergängen zu derartigen Unfällen. Dieser Vorfall dürfte weiter Öl ins Feuer der Kritiker gießen.  

sis/zin

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