Mittwoch, 19.12.2018

|

Schillingsfürst: Schloss-Stadt im Goldrausch

Fürstlicher Weihnachtsmarkt lockte wieder zahlreiche Besucher - 04.12.2017 14:25 Uhr

Von Kunsthandwerk bis zu Speis und Trank hat der Weihnachtsmarkt einiges zu bieten. © Scheuenstuhl


Die Stimme hielt, der Text des Prologs saß sowieso schon lange und mit ihrer offenen, warmen Ausstrahlung verzauberte sie bei ihrem Prolog die Zuschauer bis in die letzte Reihe des vollgepackten Schloss-hofes. Bei ihrem Abstieg vom Balkon durch das Schloss zu der wartenden Besucherschar vor der Bühne merkte man der Gymnasiastin die Erleichterung über die gelungene Premiere an.

Begehrtestes Souvenir: ein Foto mit der Himmelsbotin. © Scheuenstuhl


Aber auch das unverzichtbare Team hinter den Kulissen, das sich um Kleid, Krone, Licht, Ton, Halt und Wärme für die Himmelsbotin kümmert, kann stolz auf sich sein. Alle Rädchen griffen perfekt ineinander und trugen erneut dazu bei, das ein außerordentlich stimmungsvoller Moment geschaffen wurde, von dem sich andere Weihnachtsmärkte (durchaus auch größerer Städte) eine ordentliche Scheibe abschneiden können.

In Kultur verankert

Mit dem "Holzgehner" (alias Reiner Kolb) als Vorbote, der seinen Prolog selbstverständlich auf Jenisch zum Besten gibt, erfährt die erst vor wenigen Jahren geschaffene Figur der anmutigen Himmelsgestalt eine wohltuende Verankerung in der Kulturlandschaft der "Frankemer".

Diese stellen beim Weihnachtsmarkt auch immer wieder ihr großes ehrenamtliches Engagement unter Beweis, denn viele Vereine und Organisationen sorgen – neben gewerblichen Händlern – in ihren Buden für das leibliche Wohl der Besucher. Über die drei Tage des Weihnachtsmarktes kommen so einige Stunden an Einsatz für die Gemeinschaft zusammen.

Bilderstrecke zum Thema

Das sind die Christkinder der Region 2017

Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und mit ihr auch die Eröffnung zahlreicher Weihnachtsmärkte in der Region. Dabei darf natürlich eins in Franken nicht fehlen: Das Christkind. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Mischung aus alten und neuen Christkind-Gesichtern, die das Amt inne haben.


Diesen mitmenschlich-vorweihnachtlichen Geist spürten auch die zahlreichen politischen Ehrengäste bei ihrer Stippvisite auf dem Weihnachtsmarkt. So merkte CSU-Bundestagsabgeordneter Artur Auernhammer – mit einem Augenzwinkern – an, dass die Koalitionsverhandlungen schon ein großes Stück weiter wären, wenn die Verantwortlichen sich bei einer Tasse Glühwein in dem einmaligen, besinnlichen Ambiente der Schloss-Stadt getroffen hätten.

Zahlreiche Ehrengäste

Schillingsfürsts Bürgermeister Michael Trzybinski konnte außerdem die Landtagsabgeordenten Andreas Schalk (CSU) und Dr. Peter Bauer (Freie Wähler), Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, Rothenburgs Oberbürgermeister Walter Hartl, Sparkassen-Vorstand Werner Thum und Michéle Fries, die Röttinger Weinprinzessin, auf der Bühne begrüßen.

Im Publikum befanden sich auch zahlreiche Gemeindeoberhäupter aus der Region. Hausherr Fürst Constantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst erinnerte nicht nur daran, dass die Idee des Weihnachtsmarktes im Schlosshof auf das Stadtoberhaupt zurückzuführen sind, sondern packte auch tatkräftig mit an und betätigte sich als "Laufbursche" für den Tassennachschub.

Von den politischen und wirtschaftlichen Schwergewichten unbeeindruckt gab es für die jüngsten Weihnachtsmarktbesucher kein Halten mehr als sich das Christkind endlich unters Volk mischte. Und da schon die Kleinsten wissen, dass ein Lolli höchstens ein paar Minuten, ein Foto hingegen für die Ewigkeit währt, ließen sie die Naschereien der Himmelsbotin links liegen und posierten lieber mit ihr zusammen vor den elterlichen Smartphones. 

mes

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Schillingsfürst