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Teil im Netz der „Großen“

Ab Ende 2013: Bessere Anbindung Dombühls an den Verkehrsverbund Nürnberg - 23.12.2011 13:44 Uhr

Schon immer ein Verkehrsknotenpunkt in der Region, hofft die Gemeinde schon seit Jahren auf die Einbindung des Bahnhofs ins Nahverkehrsnetz Nürnberg. Neben dem Regionalexpress, der die Haltestelle Dombühl alle zwei Stunden  anfährt, soll nun ab Dezember 2013 nach Ansbach auch Dombühl dort mit  eingebunden werden. Zeitversetzt ergibt sich so für die Marktgemeinde der  Anschluss ans „große Netz“ im Ein-Stunden-Takt. Dieses Ziel hat Bürgermeister Helmut Auer schon seit seinem Amtsantritt 2002 im Kopf. Es wurde in den  vergangenen Jahren immer wieder aufgeschoben, doch nun stehen die Zeichen gut, nicht nur für Dombühl.

Privater Betreiber

Im Zuge des weiteren Ausbaus des S-Bahn-Netzes ist auch vorgesehen, die Bahnstrecke Feuchtwangen-Dinkelsbühl-Nördlingen wieder für den täglichen Personenverkehr zu öffnen. Die Strecke wird von der „BayernBahn“ betrieben, einem privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen mit Sitz in Nördlingen. Laut dem Betrieb laufen derzeit im Rahmen einer Machbarkeitsstudie Untersuchungen zur technischen Sicherung und Umsetzung. Eine Potenzial­analyse soll zeigen, wo der Standard  angesetzt und mit welchem Fahrgastaufkommen gerechnet werden muss. Bei dem Vorhaben handelt es sich, laut Angaben des Unternehmens, um eine „Aufrüstung“ der noch vorhandenen Bahnstrecke, die in einer Schleife bis nach Gunzenhausen reicht.

Doch die Kommunalpolitiker drängen über die Landesgrenze hinaus. Eine bessere Anbindung von Dombühl an Crailsheim sei ebenso wichtig. Auch die nicht mehr vorhandene Bahnstrecke nach Rothenburg ist ein Thema. Als Ersatz für die Züge, die auf den 1976 abgebauten Schienen unterwegs waren, fahren Busse in die Tauberstadt. Doch eine Busfahrt von einer Stunde über kleine Dörfer und Ortschaften dauert gemessen an einer zwanzigminütigen Autofahrt viel zu lang. „Vielleicht könnte sich die Bahn ja vorstellen, auch diese Strecke wiederherzustellen“, meint der Dombühler Bürgermeister mit einem Augenzwinkern.

Er verspricht sich davon viel für Dombühl. Die Lebensqualität der Bewohner würde steigen und die Marktgemeinde als Wohnort durch die bessere Anbindung an die Großstadt interessanter machen. Außerdem liegen Schule und Wohngebiet, das derzeit erweitert wird, nahe beim Bahnhof. Der soll um gebaut werden und unter anderem eine Unterführung zum neuen Industriegebiet erhalten, in dem Logistik, Produktion aber auch handwerkliche Betriebe zu finden sein werden. Bessere Chancen sieht Bürgermeister Helmut Auer auch für die Schüler weiterführender Schulen, die in die umliegenden Städte verteilt werden. Dafür wären aber auch bessere Busverbindungen nötig, denn nicht immer liegen Bahnhof und Schule beieinander. Im Zusammenhang mit der Ausweisung des Industriegebiets würde sich gegebenenfalls auch ein Lebensmittelmarkt lohnen, der der Gemeinde bisher verwehrt blieb.

Betriebe erweitern

Auch auf den Straßen soll es weiter vorangehen zugunsten von Dombühl. Denn nicht nur ein Industriegebiet entsteht, sondern es soll schon im nächsten Jahr zu einer Bestandserweiterung bestehender Betriebe kommen. Eine Umgehungsstraße sei daher dringend erforderlich. Diese soll südlich des Industriegebiets entstehen, sobald auf dem Neubaugebiet der erste Spatenstich erfolgt, das erste Unternehmen ansiedelt.

Auch ohne erforderliche Verkehrszahlen wäre eine solche Straße schon jetzt relevant, meint Bürgermeister Helmut Auer. Diese soll die alte Kreisstraße AN 4 ersetzen, die dann zur Ortsstraße herabgestuft wird. Die engen Straßenverhältnisse in Dombühl gestalten den Schwerlastverkehr schwierig, der zudem die Anlieger im Ort belästigt. 
  

jh

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