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Dienstag, 18.09.2018

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Teilnehmerrekord beim Wettringer Oldtimertreffen

Zum 18. Treffen kamen 420 Oldtimer-Freunde - 09.08.2018 12:22 Uhr

Beim Wettringer Oldtimertreffen waren alle Marken zu finden, wie etwa Triumpf, MB, Fiberfab, Jaguar, Opel und dergleichen. © Rößler


Geschafft. Zur 18. Ausgabe des Treffens in Wettringen hat sich die Teilnehmerzahl von 42 im Jahr 2001 auf 420 in diesem Jahr verzehnfacht. "Ganz genau kann man es nicht sagen", so Jürgen Christ, der erste Vorsitzende der Veteranenfreunde Wettringen, "weil sich viele der Teilnehmer gar nicht anmelden. Gut zu erfassen sind die Traktoren, die wieder in allen Größen und Leistungsklassen anwesend waren. 114 an der Zahl, alle namhaften Hersteller und ein paar Exoten wie ein italienischer Landini L25 mit Glühkopfmotor, der erst 1956 durch den damals moderneren Dieselmotor ersetzt wurde, standen sauber aufgereiht auf dem Platz.

Etwa 50 Motorräder, von den Baujahren zurückgehend bis zu einer NSU Pony mit 3 PS aus dem Jahr 1937, die von Gerhard Kamm, einem der Mitbegründer der Veteranenfreunde ausgestellt wurde. Neben der Anzahl der ausgestellten Fahrzeuge wächst aber auch der Einzugskreis des Treffens.

Immer weiter reisen die Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen an, wie zum Beispiel Reiner aus Karlstadt im Main-Spessart-Kreis. Mit seinem Peugeot 203 Commerciale, einem Kombi aus dem Jahr 1956, der durchgehend bis 1989 in Frankreich zugelassen war, hatte er eine Anreise von etwa zwei Stunden. Bei seiner Anfahrt hat sich der 5-stellige Tacho gedreht und er hat jetzt einen Kilometerstand von 100030 Kilometern, von denen nur 30 Kilometer zu sehen sind. Stolz zeigt er uns den spartanischen 45-PS Vierzylinder-Reihenmotor, der in Frankreich früher nur etwa 1500 Kilometer jährlich von seinem Besitzer zum Markt gefahren wurde.

Ein Auge für Details

Seit 2005 ist er im Besitz des Wagens und man sieht, dass hier sehr viel Wert auf Details gelegt wird. Authentisch reist der 59-Jährige nicht mit moderner Navigation, sondern mit einem Franken-Autoführer, Ausgabe 1956. Grundsätzlich finden sich viele Enthusiasten und Individualisten unter den Oldtimerfahrern. Helmut aus Wasserburg am Inn ist mit seinem 1982er Fiat 238 Wohnmobil bereits am Donnerstag angereist.

Der Besitzer eines Handelsunternehmens hat keine Zeit für einen längeren Urlaub und daher unternimmt er gerne öfter einen verlängerten Wochenendtrip zu Oldtimertreffen, um dort seine "Schätzchen" zu präsentieren. Auch er ist dieses Jahr zum ersten Mal in Wettringen und hatte wohl mit knapp 300 Kilometern die weiteste Anreise.

Der Oldtimerfan hat neben seinem Fiat Wohnmobil noch einen alten Ferrari und mehrere Moto Guzzi Motorräder und fährt daher mit einem "07er roten Kennzeichen", einem personenbezogenen Wechselkennzeichen für historische Fahrzeuge. Wenig Steuer, geringe Versicherung und vor allem keine TÜV-Prüfungen mehr sind die Vorteile dieses Kennzeichens, allerdings darf er damit nur fahren, wenn es um die Wartung oder die Präsentation von Kfz-technischem Kulturgut geht, also in die Werkstatt oder auf Treffen; mal eben zum Bäcker darf er damit nicht.

Die vielen freiwilligen Helfer des Wettringer Sportvereins und die Verantwortlichen Veteranenfreunde haben wieder ganze Arbeit geleistet und hatten alle Hände voll zu tun um den Besucheransturm zu bewältigen. Rückblickend waren aber alle trotz schweißtreibenden Wetters wieder sehr zufrieden mit der gelungenen 18. Auflage des Wettringer Oldtimer-Treffens 

mr

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