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Witterung behindert die Ernteeinfuhr

Mit dem 21. Niederfallfest setzen die Landwirte eine schöne bäuerliche Tradition in Geslau fort - 20.08. 12:28 Uhr

GESLAU  - Die Tradition des Abschlusses der Getreideernte mit einem sogenannten Niederfallfest fand schon zum einundzwanzigsten Male in Geslau statt. Die Zusammenkunft der Landwirtsfamilien war zugleich Anlass auf das diesjährige Ernteergebnis einzugehen.


Die Ortsvorstandschaft des BBV und Pfarrer Schieder vor der Erntekrone
Die Ortsvorstandschaft des BBV und Pfarrer Schieder vor der Erntekrone
Foto: Eisen

Wegen der schlechten Witterung stehen erstmals noch größere Bestände auf den Feldern. Der Ortsobmann des Bauernverband Hans Schwab, und die beiden  Ortsbäuerinnen Yvonne May und Monika Eberlein hatten mit einem engagierten Team in den neu errichteten Pfarrhof zusammen mit der Pfarrfamilie Schieder eingeladen, um den Ernte-Abschluss nach altem Brauch zu feiern. Zur Zeit sind die Felder wegen des Regens kaum befahrbar. Gerade die Weizenqualität leide derzeit enorm, heißt es im aktuellen Bericht.

Hans Schwab blickte nach einem gemeinsamen Essen auf das vergangene Jahr aus Sicht der Bauern und des Ortes zurück. Die Fertigstellung des Pfarrhauses, an der viele mitgewirkt hätten, sei ein freudiger Anlass heuer die Gastfreundschaft der Pfarrerfamilie Schieder zu genießen.

Grenzen moderner Technik

Die Witterung in den letzten Wochen und Monaten mit erst zu trockenen und jetzt zu nassen Bedingungen zeigen auch der modernen Technik die Grenzen auf. Allerdings, so Schwab, müsse man froh sein, nicht von Flut- oder Brandkatastrophen heimgesucht zu werden wie sie in anderen Ländern derzeit auftreten. Verbunden damit zeigten sich auch die Agrarmärkte zwar insgesamt etwas verbessert, sie unterlägen aber weiterhin Schwankungen und Einflüssen von außen, auf die die Bauern keinen Einfluss hätten. Hans Schwab erinnerte an weitere freudige und traurige Ereignisse und gedachte der Verstorbenen aus dem Kreis der Bauernfamilien. Ein gutes Miteinander im Dorf ist wichtig, wenn Freud und Leid eng beieinander sind. Das Niederfallfest könne dazu einen Beitrag leisten. Mit Trompetenbegleitung des Chorals „Nun danket alle Gott“ endete die Ansprache Schwabs.

Landrat Rudolf Schwemmbauer nahm das Niederfallfest zum Anlass um seine Dankbarkeit auszudrücken. Das Niederfallfest sei eine wunderbare Einrichtung. Insgesamt befinde sich die Landwirtschaft in einem sich fortsetzenden Strukturwandel. 160 Biogasanlagen sowie Fotovoltaikanlagen
zeigen den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien. Er wolle zusammen
mit vielen anderen den Landkreis entwickeln, betonte Schwemmbauer. Den Bauern wünschte er die entsprechende Witterung für die restliche Ernte.

Schulstandort derzeit gesichert

Bürgermeister Dieter Mohr freute sich in seiner Ansprache über den großen Zuspruch und dankte den Veranstaltern für die, wie er sagte, gelebte Dorfgemeinschaft. Dorferneuerungs- und Straßensanierungsprojekte stehen und standen im Mittelpunkt der Kommunalarbeit. Erfreulich sei, dass der Schulstandort derzeit gesichert ist. Höhere Steuereinnahmen sollen als Schuldenbremse dienen.

Kreisbäuerin Christine Reitelshöfer, die stellvertretend für die anwesenden Vertreter des Bauernverbandes sprach, schloss sich den Vorrednern an und drückte ihre Freude über lebendige und engagierte Ortsverbände aus. Mit einer unterhaltsamen Kurzgeschichte über einen Bauern, der für ein Jahr das Wetter selber machen wollte und feststellen musste, dass auch dann nicht alles perfekt ist, endete ihr Grußwort bei der Zusammenkunft. 





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