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Samstag war heißester April-Tag aller Zeiten

Urlaubsstimmung in Bayern - Finale auf den Skipisten - 29.04.2012 15:31 Uhr

Pünktlich zum heißen Wochenende startete in Nürnberg die Freibadsaison.

Pünktlich zum heißen Wochenende startete in Nürnberg die Freibadsaison. © dpa


Eisessen, Grillen und das erste Sonnenbad nach dem Endlos-Winter: Der langersehnte Frühlingsbeginn hat Bayern mit Rekordhitze in Urlaubsstimmung versetzt. In München war es am Samstag so warm wie noch nie zuvor an einem Tag im April. Bereits zur Mittagszeit wurde der Rekord von 1934 mit 28,7 Grad geknackt, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach ermittelte. In Scharen strömten die Menschen in Bayern ins Freie, um die sommerliche Hitze zu genießen. In Kempten im Allgäu sorgte spritzige New Orleans-Musik zur Eröffnung des «Jazz-Frühlings» für gute Laune auf den Straßen. Zahllose Motorradfahrer versammelten sich zu einer Sternfahrt im oberfränkischen Kulmbach.

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Ende der Durststrecke: Saisoneröffnung im Westbad

Dreißig Grad am Wochenende - wo ließen sich die freien Stunden schöner verbringen als im Schwimmbad? Das dachten sich am vergangenen Samstag offenbar hunderte Nürnberger, und strömten ins Westbad, das zum ersten mal in diesem Jahr seine Türen öffnete.


Die Münchner konnten sich am Samstag aussuchen, ob sie sich auf dem Frühlingsfest oder der gerade eröffneten Auer Dult vergnügen, in schattigen Biergärten ausruhten oder neue Eis-Kreationen wie Honig-Sesam oder Salz-Erdnuss ausprobierten. Viele Menschen zog es zum Grillen, Picknick oder Sonnenbaden an die Isar. In der Nacht zum Sonntag verwandelte sich das Ufer in der Stadt in eine riesige Party-Meile. Tausende junge Leute pilgerten unter sternklarem Himmel mit Bierkästen und Grillfleisch an die Flussufer. Auch am Sonntag blieb es in Bayern warm, aber nicht mehr ganz so sonnig.

Viele Freizeitbäder freuten sich über einen ersten Besucheransturm. Die meisten städtischen Freibäder öffnen hingegen erst am 1. Mai, manche erst in den Wochen danach. Auf spontane Hitzewellen war man dort nicht vorbereitet, weil es bis zu drei Tage dauert, ein Schwimmbecken mit Wasser zu füllen und zu beheizen. Allein in München sind für alle acht Freibäder mehr als 35 Millionen Liter Wasser nötig. Weitere fünf Tage dauert es, bis die Becken auf eine angenehme Badetemperatur von 24 Grad geheizt sind. Zum Baden im See ist es bei einstelligen Wassertemperaturen immer noch zu kalt. Im Starnberger See wurden nur neun Grad gemessen.

Jacke und Mütze waren zum Finale der Skisaison auf den Pisten bei hohen Plusgraden überflüssig.

Jacke und Mütze waren zum Finale der Skisaison auf den Pisten bei hohen Plusgraden überflüssig. © dpa


Auch Wintersportler kamen kurz vor dem Saisonende noch einmal auf ihre Kosten. In rund 2000 Metern Höhe sind die Schneebedingungen noch immer hervorragend. Noch bis Dienstag (1. Mai) geht am Nebelhorn die Skisaison, dann ist endgültig Schluss mit dem Wintersport. Auf der Zugspitze trafen bei fünf Grad und starkem Wind die letzten Skifahrer bereits auf die ersten Sonnenanbeter. Zum Saisonabschluss soll auf der Zugspitze ein großes Fest gefeiert werden. 

dpa

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