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1,4 Millionen Euro wird das Staatliche Bauamt Nürnberg für das Projekt investieren müssen. Doch langes Aufschieben hilft nicht weiter. „Die Brücke ist die älteste in unserem Zuständigkeitsbereich auf einer Bundesstraße“, machte Karl Betz, am Bauamt zuständig für Brückenbauwerke, in der Sitzung des Abenberger Stadtrats deutlich. „Wir haben intensiv geprüft. Aber eine Instandsetzung oder Verstärkung ist wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll.“
Die achtmonatigen Arbeiten werden nicht nur das Leben in Wassermungenau beeinträchtigen – und den Ort gewissermaßen in zwei Teile zerschneiden. Sie bremsen auch den Lkw- und Pkw-Verkehr auf der B466 aus. Der überörtliche Verkehr – insgesamt benutzen die Bundesstraße in diesem Bereich täglich rund 6500 Fahrzeuge – soll großräumig umgeleitet werden. Für den innerörtlichen Verkehr wird direkt neben der Brücke eine einspurige Behelfsbrücke samt Fußgängerweg (mit Ampelschaltung) gebaut, den theoretisch auch Lkw und schwere landwirtschaftliche Maschinen benutzen können. Wenn alles gut geht, hofft das Bauamt die Arbeiten noch in diesem Jahr abschließen zu können. Allerdings konnte Projektleiter Manfred Hofbeck vom Staatlichen Bauamt Unvorhergesehenes nicht ausschließen. Die jetzige Brücke steht auf den Resten des Vorgängerbaus, den die Amerikaner in den letzten Kriegstagen 1945 gesprengt hatten. Bevor die neue Brücke mit bis zu 19 Meter tiefen Bohrpfählen auf felsigem Gestein gegründet werden kann, muss alles raus, was noch in der Erde steckt.
Stadtrat Dr. Stefan Singer (FW) appellierte an das Bauamt, bei den Arbeiten aufs Tempo zu drücken. „Die Geschäfte in Wassermungenau leben schließlich vom Durchgangsverkehr.“
Mit dem Neubau der Rezatbrücke sind die Arbeiten an der B466 in Wassermungenau noch nicht abgeschlossen. Im nächsten Jahr müssen auch die zwei kleineren Brücken über den Fischbach ersetzt werden. Hier ist der Aufwand allerdings eher überschaubar.
Während der Bauarbeiten wird die Stadt Abenberg im Großen und Ganzen nur interessierter Zuschauer sein. Mit einer Ausnahme: Beim Brückengeländer erhalten Stadtrat (und damit auch Wassermungenauer Bürger) bis zu einem gewissen Grad Mitspracherecht.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.