23°C
Freitag, 25.05. - 18:11 Uhr
Login
Info
Anmeldung
Diese Funktion steht nur registrierten Usern zur Verfügung.
Loggen Sie sich bitte hier ein oder registrieren Sie sich kostenlos!
Passwort vergessen
Info
Passwort vergessen
Wenn Sie Ihr Passwort vergessen haben können Sie hier ein neues Passwort anfordern. Geben Sie bitte hierzu Ihre E-Mail-Adresse ein!

E-Mail-Adresse
Druckversion

„Alte Bekannte“ bei Ortung und NN-Kunstpreis

Parallelen zwischen den Kunstausstellungen in Schwabach und im Nürnberger Kunsthaus - 19.08. 08:15 Uhr

SCHWABACH  - „Das kommt mir doch bekannt vor“, denkt sich mancher Kunstfreund, der die aktuelle Ausstellung zum NN-Kunstpreis im Kunsthaus Nürnberg anschaut. Gleich im Foyer, links an der Wand, hängt riesengroß „Das goldene Band“ von Rubin Hirschbeck. Mit ebendiesem Bild hat der Nürnberger Künstler bei der OrtungVI vor zwei Jahren in der Schwabacher Synagoge für Furore gesorgt.

Günter Paule ist Gastkünstler bei Ortung VII (Station 11, Galerie Gaswerk). Seine geflexten Bilder entfalten nur aus der Distanz ihre Wirkung. Paule hat früher in Schwabach gewohnt und hat  eine Freundin aus der Goldschlägerstadt.
Günter Paule ist Gastkünstler bei Ortung VII (Station 11, Galerie Gaswerk). Seine geflexten Bilder entfalten nur aus der Distanz ihre Wirkung. Paule hat früher in Schwabach gewohnt und hat eine Freundin aus der Goldschlägerstadt.
Foto: Hess
Günter Paule ist Gastkünstler bei Ortung VII (Station 11, Galerie Gaswerk). Seine geflexten Bilder entfalten nur aus der Distanz ihre Wirkung. Paule hat früher in Schwabach gewohnt und hat  eine Freundin aus der Goldschlägerstadt.
Günter Paule ist Gastkünstler bei Ortung VII (Station 11, Galerie Gaswerk). Seine geflexten Bilder entfalten nur aus der Distanz ihre Wirkung. Paule hat früher in Schwabach gewohnt und hat eine Freundin aus der Goldschlägerstadt.
Foto: Hess

Auch sonst gibt es das eine oder andere Wiedersehen bei Ortung und NN-Kunstpreis. Dies liegt an der ausschließlich regionalen Ausrichtung der NN-Kunstpreis-Ausstellung und an der zumindest zum Teil noch regionalen Ausrichtung der Ortung.

Abtragen statt auftragen



Günter Paule (Nürnberg, beim NN-Kunstpreis erster Preis 2009, auch 2010 und 2011 im Nürnberger Kunsthaus bei der NN-Schau dabei) stellt heuer als Gast bei der Ortung aus.

Bei OrtungIV 2003 zeigte er noch „Schwarze Sonnen“ in der Spitalkirche. Den Siegerpreis der Nürnberger Nachrichten errang er vor zwei Jahren nicht zuletzt weil damals seine Art der Bilderherstellung so außergewöhnlich und zugleich revolutionär neu war.

Günter Paule bearbeitet mittlerweile seine Bilder mit der Schleifscheibe. Er bringt mehrere Schichten Acrylfarbe auf die großformatige Leinwand auf und trägt einzelne Schichten an bestimmten Stellen mit der Flex wieder ab. So entstehen Stamm- und Blatt-Strukturen. Aus der Distanz erkennt man klar Bäume, aus der Nähe: gar nichts.

Mit den geflexten Bildern hat Günter Paule offenbar seinen künstlerischen Weg gefunden, der seine Werke so speziell und unverwechselbar macht. Das Flexen von Acryl auf Leinwand ist mittlerweile sein Markenzeichen. Dies bedeutet aber wohl auch, dass er bis ans Ende seiner Tage als Künstler daran festhalten muss.

Licht erhellt die Szenerie

Mathias Otto (Nürnberg, Anerkennungs-Preise beim NN-Kunstpreis 2001 uns 2002, zweiter Preis 2009, auch heuer wieder dabei) gehört bei der NN-Kunstschau schon fast zum Inventar mit seinen Nachtbildern, auf denen Scheinwerfer oder eine Laterne oder das Mondlicht die Szenerie spärlich erhellen. 2009 war sein Bild „Gold, hol’s der Teufel“ ein Hingucker bei der OrtungVI in Schwabach. Zu sehen war es in der Galerie Gaswerk.

Christina Jüttner (Hilpoltstein) wurde für würdig befunden, beim NN-Kunstpreis 2010 und auch 2011 wieder ein Werk zu zeigen. Ihre Motive dort: Bewegtes Wasser. Bei der aktuellen Ortung ist sie in der Mietwaschküche mit einer Installation und mehreren Bildern vertreten. „Alte Bekannte“ bei den zwei Kunst-Schauen sind beispielsweise der Schwabacher Bildhauer Clemens Heinl (1994 erster Preis beim NN-Kunstpreis, Anerkennungspreis 2008, heuer allerdings bei keiner der beiden Ausstellungen vertreten) und Béla Faragó (Nürnberg, verschiedene Auszeichnungen beim NN-Kunstpreis, heuer wieder beim NN-Kunstpreis vertreten, bei OrtungIII 2003 in der Fürstenherberge, bei OrtungIV 2005 als Gast-Teilnehmer in der Turnhalle des Alten DG).

Bei beiden Kunst-Ereignissen vertreten waren beziehungsweise sind ferner zum Beispiel auch : Manfred Hürlimann (ein Schwabacher, 2005 erster Preis beim NN-Kunstpreis, auch 2009 sowie voriges Jahr beim NN-Kunstpreis dabei), Horst Georg Heidolph (ein Schwabacher, zweiter Preis beim NN-Kunstpreis 2008, ebenfalls vertreten beim NN-Kunstpreis 2009 und 2010), Wolfgang G. Bühler (Nürnberg, OrtungVI 2009, erster Preis beim NN-Kunstpreis 2010) und Claudia Endres (Nürnberg, OrtungVI 2009, NN-Kunstpreis 2010).

Selcuk Dizlek (Schweinfurt) steuert zur OrtungVII eine Installation mit Vierkantstäben und Diaprojektor im Oberstübchen der Synagoge bei. Beim NN-Kunstpreis 2001 und 2003 hatte er Anerkennungen erhalten.

Nur Zufall?

Absicht oder Zufall? Es gibt noch eine weitere Parallele zwischen NN-Kunstpreis und der Ortung: Der Ortung-Katalog und der Katalog vom NN-Kunstpreis erscheinen im selben Format: 21 mal 21 Zentimeter.

Ortung VII. Schwabacher Kunsttage. Im Zeichen des Goldes, Kunstparcours mit 27 Stationen, Installationen, Bilder, Grafiken, Skulpturen und Objekte in der Schwabacher Altstadt, noch bis 21. August. Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11 bis 19, heute, Freitag, nur 14 bis 19 Uhr. Führungen: Samstag und Sonntag: 11.30, 14.30, 15.30 Uhr. Freitag: 14.30 und 15.30 Uhr. Die Führungen dauern etwa drei Stunden und kosten 4,50 Euro. (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei.) Treffpunkt: Bürgerhaus, Königsplatz 33a (Infostation).

Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten 2011 im Kunsthaus Nürnberg (früher „Komm“), noch bis 4. September. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr; Mittwoch, 10 bis 20 Uhr. Eintritt frei.

  



GUNTHER HESS

Ihr Kommentar

Name:
 
Info
Bestätigungswort

Um Ihren Kommentar abzusenden, geben Sie bitte das Bestätigungswort ein. Nicht lesbar? Erzeugen sie durch Klick darauf einen neuen Text.



Zum Thema
Kurzbeschreibung:
Die Kunsttage finden seit 1999 im zweijährigen Turnus jeweils im August statt. 16 Tage lang präsentieren sich 20 – 25 Künstlerinnen und Künstler in Räumen der Schwbacher Innenstadt.
2011: 6. - 21. August Ortung VII