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Auch mittelfristig werde sich an dieser für die Erzeuger positiven Situation wenig ändern, so der Tenor in der gesamten Veranstaltung.
Die Nachfrage sei ungebrochen. Was entsprechend der Jahreszeit für ein bestimmtes Marktsegment besonders gelten dürfte. „Jeder schreit nach Energieholz“, erklärte der Vorsitzende. Allgemein hätten sich die Holzpreise „auf höherem Niveau“ eingependelt, formulierte Fackelmeier bewusst. Von einem Höchststand wollte er nicht sprechen, denn die Preise seien auch schon vor 40 Jahren etwa gleich hoch gewesen, bremste er die Euphorie, in dem er die derzeitige Hochphase in den Kontext der Holzmarktgeschichte einordnete. Eine kurze Rückschau hielt er auch in die eigene Vereinshistorie, indem er an die FBG Schwabach (die 2006 mit derjenigen aus Heideck fusionierte) erinnerte, die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum hätte feiern können.
Detailliert auf das erfolgreiche Geschäftsjahr 2011 blickte Geschäftsführer Matthias Netter zurück. Vor allem das Ausbleiben von Kalamitäten habe für einen ausgewogenen Markt gesorgt, führte er aus. Infolge der hohen Nachfrage sei es im Sommer sogar zu Engpässen bei der Versorgung der Sägewerke gekommen. Auch der Bedarf an Industrieholz habe nicht ganz gedeckt werden können. Trotz guter Preise hätten es viele Waldbesitzer zur Eigenverwertung für sich behalten.
Ähnlich verhält es sich beim Rundholz: Hier winkten hohe Erträge, trotzdem übe man sich vielerorts beim Einschlag in Zurückhaltung. Gerade aber die Geldwertstabilität am Holzmarkt könnte hier der Grund sein, vermutet man seitens der FBG.
Doch die leichte Unterdeckung des Bedarfs in Teilbereichen kann über das sehr gute Vermarktungsergebnis im Gesamten nicht hinwegtäuschen. Eine stolze Menge von fast 53000 Festmetern Holz sei 2011 über die Forstbetriebsgemeinschaft verkauft worden, was etwa eine Steigerung von sechs Prozent zum Vorjahr bedeutet. Daraus resultiert ein Umsatz von fast dreieinhalb Millionen Euro netto, die in Form von Holzgeldauszahlung an die Mitglieder flossen. Ihrer sind es mittlerweile schon 2351, Tendenz leicht steigend. Zusammen verfügen sie über eine Fläche von fast 16000 Hektar Waldfläche.
Erfreut zeigte sich Netter auch über die verstärkte Inanspruchnahme des Dienstleistungsangebots der FBG. Auch im Internet steigt das Interesse: Die interaktive Homepage des Vereins kann monatlich um die 300 Zugriffe verbuchen. Pflanzenbestellungen und vieles mehr sind dort online möglich.
Einen tollen Erfolg konnte Netter auch bezüglich der Beteiligung an einer Submission in der Nähe von Bamberg vermelden. Den besten Laubholzpreis habe dort ein Bergahorn aus den Reihen der FBG erzielt: Er brachte einen Festmeterpreis von 2850 Euro.
Auch Netters Ausblick in die nahe Zukunft gestaltete sich verhalten optimistisch. Die Nachfrage bei Fichte etwa sei „kontinuierlich gut“, es könnte allerdings ab April mit leichten Preisrückgängen zu rechnen sein. Der Bedarf an Kiefer indes sei „ungebremst hoch“ und ein Ende der guten Preise nicht in Sicht.
Ähnlich schätzte auch Wilhelm Ziegler, Chef eines international agierenden Unternehmens der Holzindustrie, die Lage ein. Der Schnittholzmarkt sei „einigermaßen stabil“, die Nachfrage bleibe hoch und kein Waldbesitzer müsse „unpassend tiefe Preise“ in naher Zukunft befürchten.
Allerdings ruft der in Zeiten der Energiewende florierende Holzmarkt auch immer wieder Naturschützer auf den Plan, die Raubbau im Forst befürchten. Dem traten in Roth die Grußwortredner entschieden entgegen. „Die Waldbauern haben sich der Nachhaltigkeit und der verantwortungsvollen Bewirtschaftung verschrieben“, stärkte ihnen beispielsweise die CSU-Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler den Rücken.
„Wir brauchen keine Ausweisung weiterer Schutzgebiete“, wurde Walter Nussel als Vorsitzender der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Mittelfranken noch deutlicher und erhielt hierfür Beifall.
In die gleiche Kerbe schlug auch der Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands, Thomas Schmidt, der sich gegen weitere Auflagen für die Waldbauern verwahrte. „Das bringt nur Bürokratie, schwächt die kleinen und stärkt die großen Strukturen.“ Aber eigentlich „passiert im Waldbau ja schon sehr viel“, lobte Harald Gebhardt, Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth im Hinblick auf die steigende Zahl an Mischbaumbeständen.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.