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Zu diesen gehörte der Bauchredner Marcelini und seinem „treuen Hund“ Oskar. Dieser Oskar — eine Hundepuppe, der Marcelini seine Bauchrednerstimme lieh — nahm kein von Blatt vor den Mund und erntete zahlreiche Lacher.
Peter Kuhn von der Fastnachtsgesellschaft „Schwarze Elf Schweinfurt“, der nicht zuletzt auch aus „Fastnacht in Franken“ bekannt ist, kam als griechischer Göttervater, um sich seine Gedanken über die Lage in seiner Heimat Griechenland, aber auch über die in Deutschland zu machen. Er kam zum Fazit, dass Griechenland der Welt viel gegeben hat, so zum Beispiel die Wissenschaft und die Demokratie und nicht nur Ungemach.
Darüber, wie der Franke und insbesondere sein Hirn funktioniert, sinnierte Sven Bach.
Hochkarätiges Kabarett aus Franken — passend zur Faschingszeit — präsentierte auch Oliver Tissot, der ebenfalls aus der Kultsendung „Fastnacht in Franken“ bekannt ist. Der Wortakrobat brillierte mit Scharfzüngigkeit und wusste zudem sehr gut Bescheid über die Gemeinde. Mit bissigem Humor beschäftigte er sich damit, dass Schwanstetten eigentlich nur ein Kunstprodukt ist. Unter anderem ging er ein auf den Streit um das Dürer-Selbstporträt im Pelzrock und nahm sich auch des Schwander Carnevals-Clubs an.
Fränkischen Themen widmete sich auch der Büttenredner Simon Hertel von den Brucker Gaßhenkern, der humorvoll erklärte, dass Franken doch die besseren Bayern sind und den fränkischen Rettungsschirm vorstellte. Der war in den Farben Rot und Weiß und an ihm hingen Bratwürste.
Tobias Klaus, der Vizepräsident der Steiner Schlossgeister, erzählte von seinem Single-Dasein und wie er versuchte, auf dem Münchener Oktoberfest sich eine Frau zu angeln. Seine spritzig-humorvoll vorgetragenen Erlebnisse unterbrach er immer wieder mit Gesangseinlagen.
Gesang und zahlreiche Angriffe auf die Lachmuskeln präsentierten auch die „Blödl-Badden“ aus Treuchtlingen, die sich unter anderem mit einem Urlaub auf einem Nudisten-Campingplatz sowie über Holländer und ihre Wohnwägen ausließen.
Prinz Oliver I. assistierte bei deren Gesangsdarbietungen mit einem so genannten Regenmacher.
Die Jubiläumsprunksitzung beinhaltete auch viele Auftritte von Gruppen anderer Karnevalsgesellschaften.
Akrobatisch präsentierten sich die Allersberger Flecklashexen und die Schautanzgruppe der Gesellschaft „Gredonia“ aus Greding.
Akrobatik in Bademode
Ein Höhepunkt war der Auftritt der Senk- und Spreiz-Fuß-Hopser von den Höpper-Elfern aus Albertshofen in Unterfranken. Zu Marschmusik präsentierten sie in Bademode vom Beginn des 20. Jahrhunderts Turnübungen, die viel akrobatisches Können erforderten.
Die längste Anreise zur Jubiläumsprunksitzung hatten die „Eulachschränzer“. Diese Guggenmusik aus Winterthur in der Schweiz begeisterte mit ihren unverwechselbaren Rhythmen und ihren außergewöhnlichen Kostümen das Publikum und erntete viel Applaus.
Beeindruckende Auftritte hatten ebenso die Aktiven des SCC. Die Prunksitzung leitete die aus acht Mädchen bestehende Akrobatik-Gruppe des SCC ein. Unter den Augen des Schwander Faschingsprinzenpaares Heike I. und Oliver I, die wenig später mit ihrem Hofstaat in die Halle einzogen, tanzte die Prinzengarde ihren Marschtanz. Beim Einzug des Prinzenpaares setzte Vanessa Buresch mit ihrem live gesungenen Einzugslied besondere Akzente.
Für viel Beifall sorgten auch der Marschtanz der 14 Mädchen der Juniorengarde sowie die Darbietungen der Tanzmariechen Larissa Zimbrod, Pia Hörauf und Saskia Papenfuß.
Die Juniorengarde des SCC entführte die Zuschauer mit ihrem Schautanz in die Welt der Musicals. Dieser Tanz enthielt Tribute an „Tanz der Vampire“ und „Mamma Mia“.
Eine Hommage, nämlich an die siebziger und achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts präsentierte die Prinzengarde mit ihrem Schautanz. Diese Garde tanzte in Kostümen zu Musik aus den Tanzfilmen „Nur Samstag Nacht“ und „Footloose“.
Weitere Akzente setzte das Showtanzpaar Saskia Papenfuß und Pia Hörauf.
Mit einem perfekten Zusammenspiel aus Licht, Farben, Bewegung und einer gut ausgewählten Hintergrundmusik sorgte die Gruppe „Light & Pois“ für ein bleibendes Erlebnis dank ihrer Leuchtstäbe und den von ihnen geschwungenen Leuchtkugeln, den Pois.
Die Moderatoren der Jubiläumsprunksitzung waren der Präsident des Schwander Carnevals-Clubs, Stefan Klafke, und sein Vizepräsident Ralf Rieger, die zahlreiche Ehrengäste und Abordnungen befreundeter Karnevalsgesellschaften begrüßten.
Für eine Abordnung gab es einen besonderen Programmpunkt: Vom Festausschuss Nürnberger Fastnacht unter der Führung von Präsidentin Birgit Fabry kam das Nürnberger Prinzenpaar Sabine III. und Thomas III. Die Abordnung gratulierte dem SCC zu seinem 50-jährigen Bestehen. Der Festausschuss hatte auch seine Prinzengarde mitgebracht, die dem Publikum ihren Marschtanz präsentierte. Landrat Herbert Eckstein, Bürgermeister Robert Pfann, Renate Brüggmann sowie Stefan Klafke, SCC-Vorsitzender Horst Zimbrod und Pagin Marieluise Kienlein wurden mit dem Prinzenorden der Stadt Nürnberg ausgezeichnet.
Die musikalische Begleitung der Sitzung übernahm neben dem technischen Team des Schwander Carnevals-Clubs der Musiker Ralf Hofmeier aus Schwand. Die Regie der Jubiläumsprunksitzung oblag Christian Parpart und Christina Gürtler. Pagin Luise Kienlein hatte für die Bühnendekoration gesorgt.
Im Namen des SCC dankte Stefan Klafke im Lauf des Abends vielen weiteren Helferinnen und Helfern. Ein besonderer Dank galt Dieter Leuthel vom SCC, der die Chronik zum 50-jährigen Jubiläum zusammengestellt hatte.
Mi. 22.02.12
Mi. 22.02.12
Di. 21.02.12
Di. 21.02.12
Di. 21.02.12