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„Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, so wird sich bald das WEG nennen dürfen. Bereits über 2000 Schulen in Europa tragen diesen Titel, 1000 davon in Deutschland. Das entspricht über 750000 Schüler in Deutschland, die Farbe bekennen gegen Rassismus. Die Initiative richtet sich generell gegen Ausländerfeindlichkeit an Schulen und möchte die Jugendlichen für dieses wichtige Thema sensibilisieren.
Gerade in letzter Zeit rückt der Rechtsextremismus und rechter Terror wieder in den Blick der Öffentlichkeit. Dies alles nahm die Schülermitverwaltung (SMV) des WEG schon im Herbst zum Anlass, um das Projekt „Schule ohne Rassismus“ auch nach Schwabach zu bringen. Denn Neonazis sind auch in der Stadt immer wieder präsent. Mal hinterlassen sie ihre Parolen als Schmierereien an Mauern und Brücken, mal fungiert eine Kneipe als überregionaler Treff für Leute aus der rechten Szene.
So übernahm Benedikt Rampelt, Schüler der 10. Klasse, im Auftrag der SMV die Koordination an der Schule. Mit der Unterstützung von Theodor Artinger im Leiterteam und einer fleißigen Truppe, bestehend aus Klassensprechern aus fast allen Klassenstufen, machte sich das Team also an die Arbeit. Um den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zu erlangen, benötigt man 70 Prozent der Unterschriften von allen Schülern, Lehrern und Angestellten an der Schule. Als Vorbereitung auf die Unterschriftensammlung im Dezember 2011 hängten Rampelt & Co. Plakate von verschiedenen Organisationen im gesamten Schulgelände auf.
Bei der Unterschriftenaktion wurde die 70-Prozent-Marke schließlich locker geknackt. Damit war der erste Schritt getan.
Der weitere folgt in etwa zwei Wochen, wenn in der nächsten Klassensprecherversammlung darüber abgestimmt wird, wer die Patenschaft für diesen Titel übernehmen soll. Der Schul-Pate hat den Auftrag, mit der ihm anvertrauten „Schule ohne Rassismus“ Aktionen auszuarbeiten, die das Projekt bestärken. Ebenso sollte die Persönlichkeit der Schule mit Rat und Tat zur Verfügung stehen.
Die Gruppe legte bereits fest, dass versucht wird einen, der Ausrichtung des WEG entsprechenden, musischen Paten oder Patin zu überzeugen. Schon viele Prominente haben sich dessen angenommen, zum Beispiel Jan Delay, Iris Berben, Monika Gruber, Viva Voce, Thomas Sabo, zahlreiche Bands sowie Fußballvereine und natürlich auch Vertreter der politischen Elite.
Das Etappenziel der Unterschriftensammlung nahmen Benedikt Rampelt und Theodor Artinger nun zum Anlass, Schwabachs Oberbürgermeister Matthias Thürauf von diesem Projekt und vom weiteren Vorgehen zu berichten.
Die Koordinatoren betonten, dass sie hoffen, nicht die einzige Schwabacher Schule zu bleiben, die sich mit dem „Ohne-Rassismus“-Titel wird schmücken können und luden den Oberbürgermeister auch gleich zu dem anstehenden, jedoch noch nicht datierten Festakt ein, an dem die Plakette mit dem Titel feierlich von der Landeskoordination an die Schule übergeben werden soll.
Derweil gibt es an der Schule schon jetzt einige Projekte, die gut zum Thema passen. So steht das diesjährige Theaterprojekt der Mittelstufe unter dem Motto „Migration unter Jugendlichen“ und das aktuelle Geschichte-Sozialkunde-Projekt der 10. Klassen unter dem Motto „Migration in Bayern“. Ebenso plant ein Arbeitskreis regelmäßige Aktionen zu dem Thema Ausländerfeindlichkeit und Rassismus durchzuführen.
Mi. 09.05.12
Mo. 07.05.12
Fr. 04.05.12
Mi. 25.04.12
Mo. 23.04.12