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Das „Traumüller“-Haus ist ein altes Bauernhaus aus Sandstein-Quadern. Benannt ist das Haus nach den einstigen Eigentümern. 1892 sind im Archiv Bewohner mit Namen Traumüller genannt, sie waren Eigentümer und Betreiber der „Unteren Mühle“. Das Haus an der Rednitzhembacher Straße diente der Müller-Familie als Wohnhaus.
Auffällig ist der dekorative Giebel mit seinen Aufsätzen auf der Nordseite, zur Straße hin. Die Geschosse sind durch Gesimse akzentuiert, die den Ortgang durchbrechen und in einer Konsole mit je einer aufgesetzten Kugel enden. Das Haus wird heute als Wohnhaus genutzt.
„17 IHD 69“ steht auf dem Haustürsturz. Doch vermutet Alfred Köhl, dass der Gebäudekern älter ist, was er aus dem Fachwerk im Erdgeschoss schließt. Er glaubt, dass das Gebäude gegen die Mitte des 17. Jahrhunderts, nach der Wiederaufbauphase des 30-jährigen Krieges, entstanden ist. Früher hatte das Haus wohl zur Straße hin Fachwerk, das durch die Sandsteinfassade ersetzt wurde. Auch deutet einiges darauf hin, dass die Seitenwände ebenfalls als Fachwerk ausgeführt waren.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Gebäude dann nach hinten um etwa ein Fünftel verlängert. Zu erkennen ist dies an der Dachkonstruktion, den Ziegelverbänden sowie der Schablonenmalerei. Aus jener Zeit stammt auch der hintere der Backsteingiebel.
Wände begradigt
Die Wände innen wurden durch Vormauerungen begradigt. Im 20. Jahrhundert wurden weitere Wände verkleidet und der Abort an der Westseite aufgemauert; stellenweise wurden Fachwerkwände herausgenommen und Türen zugemauert. 1995 wurde das Haus grundlegend saniert.
Das Haus weist einen für ein Bauernhäuschen in unserer Gegend typischen Grundriss auf. Rechts vom Flur, der hinten in den Hof mündet, liegt der Wohnbereich, dahinter die Küche, hinter dieser wiederum eine Kammer. Links vom Flur ist vorne ebenfalls eine Kammer, danach eine weitere, wiederum dahinter die ehemalige Speis.
Oben befinden sich zwei Kammern, dahinter der ehemalige Getreidespeicher. Im zweiten Stock wurde ehedem wohl Hopfen und/ oder Tabak getrocknet. Um den zweiten Stock fürs Wohnen nutzen zu können, wurden die Balken nach oben versetzt.
Die Böden im Flur, in Speis und Küche bestanden ursprünglich aus Kalksteinplatten (Solnhofener Kalk/Juramarmor); die übrigen Zimmer hatten wohl Dielen- oder später Riemenböden.
Im Hof hinter dem Haus stand früher eine Scheune, die inzwischen eingestürzt ist.
Nachdem der damalige Besitzer Traumüller der Müller der „Unteren Mühle“ am Ende des Traumühlwegs war, hat Alfred Köhl auch die Geschichte dieser Mühle zusammengestellt. Er hat allerdings keine Bilder von der Anlage. Wer Fotos, Zeichnungen oder gar Gemälde dieser „Unteren Mühle“ besitzt, möge sich bitte bei Alfred Köhl, Telefonnummer (09170) 1713, melden
www.museum-schwanstetten.de

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.