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Dechendorf: Viele Zuschauer beim Treffen der Oldtimer

Geschicklichkeitsfahren mit dem Traktor - 10.09.2017 13:57 Uhr

Vorsitzender Werner Schwab hat das Steuer des Vereins-Bulldogs in der Hand und lenkt auch seit 25 Jahren die Geschicke beim Humboldt-Club. © Foto: Wieser


Beim Jubiläumsabend mit Ehrungen blätterte der seit 25 Jahren an der Spitze des Vereins stehende Vorsitzende Werner Schwab in der Chronik. 1992 wurde der rührige Verein von 13 Personen gegründet. Werner Schwab aus Prünst wurde zum Vorsitzenden gewählt. Die Idee zur Vereinsgründung entstand in geselliger Stammtischrunde im Dechendorfer Gasthaus Krug. Die Schlepperliebhaber fachsimpelten gerne über ihre Bulldogs.

Der Name "Humboldt" stammt von der 1856 gegründeten Maschinenbauanstalt Humboldt, die Dampfkessel und Lokomotiven produzierte. 1924 ging die Maschinenbauanstalt Humboldt eine Kooperation mit Deutz ein. 1930 fusioniert diese mit Deutz zur Humboldt-Deutz-Motoren AG. Später entstand die Klöckner-Humboldt-Deutz AG, die auch Traktoren herstellt.

Vorsitzender Werner Schwab erklärte, dass sich die Mitglieder regelmäßig zum Erfahrungsaustausch treffen, Ausflüge zu Traktorenwerken sowie gemeinsame Fahrten zu Oldtimer-Schlepper-Treffen in der Region unternehmen. Vereinsfeste, wie die Weihnachtsfeier, finden sich ebenfalls im Jahresprogramm. Der Humboldt-Club organisiert ferner das Oldtimer-Schlepper-Treffen zur Dechendorfer Kirchweih. Werner Schwab freute sich, dass der Humboldt-Club Dechendorf und Umgebung mittlerweile 84 Mitglieder hat. Seit 1998 besitzt der Verein einen eigenen Oldtimer-Bulldog. Der 28-PS-Deutz-Schlepper wurde liebevoll restauriert.

Die Erstplatzierten des Bulldog-Oldtimer-Geschicklichkeitsfahrens freuten sich über wertvolle Sachpreise. © Foto: Wieser


Werner Schwab ehrte die Gründungsmitglieder mit Urkunde und einem gravierten Glaskrug. Für das verstorbene Gründungsmitglied Leonhard Käferlein wurde eine Gedenkminute eingelegt. Im Namen des Vereins nahm Manfred Peipp die Ehrung von Werner Schwab vor, der seit Vereinsgründung dem Humboldt-Club vorsteht. Glückwünsche überbrachten auch die drei Dechendorfer Vereine. Für den Schnupfclub gratulierte Manfred Peipp, für den Faschingsverein "Die Fichtennüssla" Anton Hief und für die FFW Dechendorf Kommandant Helmut Käferlein. Rohrs Bürgermeister Felix Fröhlich stellte in seinem Grußwort die besondere Leidenschaft der Schlepperfreunde und deren Liebe zu alten Traktoren heraus. Am späten Samstagabend gab es speziell für die "jüngere Generation" eine Unterhaltung, bei der Stefan Köhler für die Bühnenshow sorgte.

Reizvoller Hindernisparcours

Stellvertreter Vorsitzender Hans Walz hatte mit seinem Team einen sehr reizvollen Hindernisparcours für das Bulldog-Oldtimer-Geschicklichkeitsfahren aufgebaut. 43 Teilnehmer stellten sich am Sonntag den verschiedenen Herausforderungen. 30 Schlepperfreunde waren mit ihrem eigenen Bulldog gekommen. Die anderen absolvierten den Parcours mit dem Vereinsschlepper des Humboldt-Clubs. Die Teilnehmer durften verschiedene Aufgaben bewältigen, wie einen Baumstamm zwischen die Schlepper-Räder nehmen, zusammen mit einem Anhänger eine "saubere acht" zu fahren oder den Bulldog samt Anhänger möglichst nahe an eine Rampe heranzufahren.

Die Königsdisziplin war, mit dem Traktor auf eine Wippe zu fahren und diesen dort auszubalancieren. Die sportliche Geschicklichkeit konnte beim Tennisball-Zielwerfen und beim Spickern auf Luftballons unter Beweis gestellt werden. Eine weitere Herausforderung war es, ein am Traktor befestigtes 20 Meter langes Seil, an dessen Ende sich ein Gewicht befand, so auf Spannung zu bringen, dass sich das Gewicht über eine Hebelwirkung um 25 Zentimeter vom Boden abhob. Der Schlepperfahrer sah jedoch nicht, wie stark das Seil spannte und ob sich das Gewicht durch sein Ziehen schon bewegt hatte. Die Teilnehmer durften schließlich beim Fragebogen ihr Wissen zum Humboldt-Club Dechendorf und zum Vereins-Bulldog testen.

Für die zahlreichen Gäste war es sehr reizvoll, den Teilnehmern beim Geschicklichkeitsfahren zu zuschauen. Jeder Schlepperfahrer bekam einen Sachpreis, welche die Firma Ludwig gespendet hatte. Zuerst hatten die Erstplatzierten Dirk Köhnlein, Hans Peipp, Mario Bauer, Wolfgang Kutsch und Werner Matz freie Auswahl am Sachpreistisch. Vorsitzender Werner Schwab bedankte sich abschließend bei allen Helfern für die Vorbereitung und Durchführung sowie bei den Sponsoren für die Unterstützung des Jubiläumsfestes. 

NORBERT WIESER

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