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Seit 20 Jahren gibt es den Lockvogel, seitdem werden die Mitglieder des LBV im Kreis und in Schwabach jährlich über Geleistetes und Geplantes informiert. Die 20. Ausgabe mit der farbigen Titelseite ist (fast) genauso umfangreich wie die vorige, macht aber mit farbigen Fotos auf etlichen der 68 Seiten Lust auf genaueres Hinsehen.
Und es lohnt sich: Die rund 2200 Mitglieder umfassende Kreisgruppe (nach einer Mitgliederwerbeaktion vor vier Jahren stieg die Zahl um rund 600) informiert darin über das, was im abgelaufenen Jahr für Vogel- und Naturschutz geleistet wurde: Von der Nistkastenmalaktion bis zum World Birthwatch Day. Und über das, was im laufenden Jahr alles ansteht: Von 18 Exkursionen bis zur Mitgliederehrung bei der Jahresversammlung.
So konnte das gemähte Gras von den Feuchtwiesen mit Hilfe einer neuen Spezialkonstruktion abtransportiert werden. Statt viel Muskelkraft wird nun eine an zwei Seilen hängende Plane mit dem Mähgut darauf von der Wiese gezogen.
Fester Bestandteil ist auch das traditionelle Porträt eines Aktiven — diesmal wird Helmut Kinninger aus Heblesricht vorgestellt, der seit Jahren bei der Haus- und Straßensammlung und in der Landschaftspflege aktiv ist. Der Dank an die aktiven Mitglieder ist, so Vorsitzender Ruppert Zeiner, der Kreisgrupe wichtig, denn an jungen Nachwuchskräften fehle es beim LBV ebenso wie andernorts. Und die drei LBV-Kinder- und Jugendgruppen in Hilpoltstein, Allersberg und Rednitzhembach sind zwar sehr aktiv, aber die wenigsten Jugendlichen bleiben dem LBV als Erwachsene erhalten, bedauert Zeiner.
Wie wichtig die Aufgaben der Vogel- und Naturschützer im Landkreis sind, beleuchten im Jahresprogramm nicht nur die Berichte über die aufwendige Restaurierung des Felsenkellereinfluglochs in Obermässing für Fledermäuse, über die Amphibienrettungsaktionen, über den ersten Fall von Fledermaustollwut — für Menschen bestehe aber keine Gefahr - oder über den Aufruf zur Beobachtung von Moorfröschen am Stadelweiher bei Kleinabenberg.
Wichtig ist Ruppert Zeiner auch die Kritik am zu kurzfristig angekündigten Ablassen des Rothsees um mehrere Meter. Nur aus der Zeitung habe der LBV im Oktober 2012 erfahren, dass der Wasserstand fünf Meter und mehr abgesenkt werde — viel zu spät, um rechtzeitig eine Rettungsaktion für Tausende, vielleicht Hunderttausende von Muscheln zu starten. Zeiner hätte sich für diesen Fall nicht nur einen „Aufruf im Vorfeld“ gewünscht, sondern auch einen „runden Tisch“, sodass auch der LBV (der mit der Umweltstation ja direkter Anlieger am Rothsee ist) auf gleicher Informationsebene ist.
Denn die Zusammenarbeit mit der Umweltstation ist, so Zeiner, „sehr gut“ — für Vogelstimmenwanderungen, Führungen und Fledermausschutz hole sich das Stationsteam gern die Kreisgruppen-Aktiven, weil die die nötige „Ortskenntnis haben“.
Die wissen zum Beispiel auch, wo in der Region noch die Bekassine vorkommt, der „Vogel des Jahres“ 2013. „Früher hat sie in den Thalachwiesen gebrütet“, weiß Ruppert Zeiner, im vergangenen Jahr hat er den „drosselgroßen Schnepfelvogel“ allerdings nur noch am Kauerlacher Weiher sichten können.
Fr. 19.04.13
So. 31.03.13
Sa. 09.03.13
Mi. 06.03.13
Mi. 20.02.13