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Zwei Schicksalsspiele hatte am Wochenende die Damenmannschaft zu bestreiten. Zunächst war man am Samstag in der Jahnhalle Gastgeber für den bis dahin punktgleichen Mannheimer HC II. Die Schwabacher spielten von Anfang an druckvoll und erarbeiteten sich zahlreiche Chancen, doch wieder ging es wie in den letzten Wochen so häufig: In den Kasten wollte die Kugel einfach nicht. Auch zwei Strafecken wurden vergeben. Auf der anderen Seite hatte der Gast kaum Möglichkeiten. Mit einem torlosen Remis ging es in die Kabinen, für die Halle ein Kuriosum.
Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff folgte dann die kalte Dusche, als Mannheim überraschend in Führung ging. Schwabach schlug jedoch schnell zurück. Victoria Vockentanz verwandelte zum ersten Mal seit langem wieder eine Strafecke zum 1:1.
Es folgten weitere Schwabacher Möglichkeiten, die vergeben wurden, ehe Judith Steiner in der 43. Minute ihr Team in Führung brachte. Mannheim schaffte per Siebenmeter aber wieder den Ausgleich (54.). Doch in der Schlussphase hatten die Gastgeber mehr zuzusetzen. Judith Steiner (56.) und Julia Pfeiffer (60.) schossen noch einen 4:2-Sieg heraus.
So konnte man schon etwas entspannter in das Gastspiel am Sonntag beim HC Ludwigsburg gehen. Anna-Lena Müller brachte die Gäste in der 10. Minute in Führung, Tea Damjanovic erhöhte wenig später auf 2:0 (14.). Es kam sogar noch besser, denn in der 17. Minute fiel das 3:0 durch ein „Abstaubertor“ von Katharina Oeser. Ludwigsburg gab aber nicht auf und konnte noch vor der Pause auf 2:3 verkürzen.
Im zweiten Durchgang stand der Sieg auf des Messers Schneide. Die Gäste vergaben in Person von Bettina Romann einen Siebenmeter, auf der anderen Seite musste Anne Sellmann bei einer Kurzen Ecke auf der Linie klären. Fünf Minuten vor Schluss ersetzte Ludwigsburg seinen Torwart durch einen sechsten Feldspieler und erhöhte so den Druck. Doch Schwabach hielt Stand und kam seinerseits in der 59. Minute zum 4:2 durch Judith Steiner.
Durch die sechs Punkte des Wochenendes ist Schwabach auf Rang drei der Tabelle vorgerückt und hat einen Spieltag vor Ende der Saison definitiv nichts mehr mit dem Abstieg zu tun.
Die 1. Herren hatten in der Jahnhalle den Tabellenführer HC RW München zu Gast, der nach mehreren Abstiegen hintereinander (vor vier Jahren spielten die Rot-Weißen noch in der 1. Bundesliga) nun endlich wieder einmal aufsteigen will. Die Männer aus der Landeshauptstadt untermauerten diesen Anspruch mit einem klaren 8:4-Sieg in Schwabach.
Die Gastgeber gingen durch Daniel d’Angelo und Marc Trautvetter zwar mit 2:0 in Führung. Doch dann machte der Gast ernst, drehte bis zur Pause die Partie (3:2) und legte nach dem Wechsel noch fünf Treffer drauf. Für Schwabach sorgten Tim Schmidthammer und Christian Leberl noch für Ergebniskosmetik. Dem RW München ist die Meisterschaft und die Rückkehr in die 1. Regionalliga nicht mehr zu nehmen.
Nach München mussten am Samstag die männlichen B-Jugendlichen zur Pokalmeisterschaft reisen. Zum Auftakt zeigte das Team dort gegen den fränkischen Rivalen HTC Würzburg ein starkes Spiel, in dem es schon zur Pause durch Treffer von Thilo Wildt und Nick Distler mit 2:0 führte. Nach dem Seitenwechsel legten Lucca Horvath und Christian Ramspeck zwei weitere Tore zum 4:0-Endstand drauf.
Den zweiten Gegner, den ESV München, unterschätzten die 48er zunächst etwas, gewannen aber nach Rückstand noch klar mit 7:3. Die Tore erzielten Nick Distler (4), Lucca Horvath, Christian Ramspeck und Fabian Kramer.
Das letzte Spiel gegen TuS Obermenzing war ein echtes Endspiel, nachdem beide Teams zuvor zweimal gewonnen hatten. Den 48ern reichte freilich dank des besseren Torverhältnisses ein Unentschieden. Und das gab es dann auch. Schwabach führte nach Toren von Fabian Kramer,
Thilo Wildt und Nick Distler schon 3:0, Obermenzings Aufholjagd endete beim 3:3.
Der Bayerische Pokalsieg entspricht Platz fünf im Freistaat (die ersten Vier spielen um die Deutsche Meisterschaft). TV 48 Schwabach: Patrick Häupl (TW), Fabian Kramer, Thilo Wildt, Matthias Wünsche, Nick Distler, Milo Drozynski, Lucca Horvath, Niclas Hübschmann, Christian Ramspeck, Alexander Rath.
Do. 16.05.13
Do. 16.05.13
Mi. 15.05.13