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Ganz oben auf der Agenda stehen die Fertigstellung der Schulturnhalle, der laufende Bau der Kinderkrippe und die bevorstehende Straßensanierung „Weilerer Berg“ in Rohr.
Fast euphorisch wirkt der Bürgermeister, weil er insgesamt 37 Neugeborene für 2011 vermelden kann. Dies sind zwar etwas weniger als die 44 Geburten in 2010. Doch mit 37 Kindern ist die Zweizügigkeit der Grundschule in Regelsbach weiterhin gesichert. Seit drei Jahren gewährt die Gemeinde Rohr für jedes Neugeborene ein Begrüßungsgeld und für bauwillige Eltern zusätzlich ein Baukindergeld.
Sehr gefreut hat Herbert Bär, dass die Gemeinde Rohr im landkreisweiten Vergleich, sowohl bei der Steuer-, wie auch bei der Umlagekraft, den zweiten Platz einnimmt. „Dies liegt an der Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft unserer Bürger und Gewerbetreibenden.“ Dafür nimmt der Rohrer Bürgermeister die bittere Pille in Kauf, dass die 3500-Einwohner-Kommune bei den Schlüsselzuweisungen für 2012 nur noch 48000 Euro anstatt 335000 Euro, wie im Vorjahr, bekommt.
Entspannte Finanzlage
Herbert Bär weiß als erfahrener Rathauschef natürlich, dass sich die Situation bei der Steuer- und Umlagekraft schnell wieder ändern kann. Doch im Moment genießt er sichtlich diese gute finanzpolitische Einordnung der Gemeinde Rohr, die er seit über 21 Jahren mit sparsamer Hand führt. Den Haushalt für 2012 will er im März im Gemeinderat vorlegen. Auf eine Neuverschuldung soll verzichtet werden.
„Wir werden uns im Gemeinderat auch in den nächsten Jahren nicht ausruhen“, blickt Herbert Bär nach vorne. Damit weiterhin für ansiedlungswillige Familien Bauplätze zur Verfügung stehen, soll heuer der dritte Bauabschnitt des Wohngebietes Rohr-Nord aufgeplant werden. Die Erschließung mit dem Kanal- und Straßenbau ist für 2013 vorgesehen. 2011 haben sich im Gewerbegebiet im Norden von Rohr drei weitere Firmen angesiedelt. „Dies ist eine äußerst erfreuliche Entwicklung“, so Bär, „da das Areal aber mittlerweile fast vollständig belegt ist, muss eine Erweiterung intensiv angegangen werden“.
Fertig gestellt werden muss in den nächsten Wochen die Schulturnhalle in Regelsbach. Anfang Februar soll sie für die Nutzung freigegeben werden, so der Bürgermeister. Der Anbau der zweigruppigen Kinderkrippe an den Kindergarten wird den Gemeinderat in den nächsten Monaten ebenfalls noch begleiten. Das 930000-Euro-Projekt, welches die Gemeinde Rohr für die Kirchengemeinde abwickelt, soll bis Herbst fertig sein.
Saniert werden muss die Straße „Weilerer Berg“ in Rohr. Der Straßenausbau erfolgt ab der Einmündung in die Buchschwabacher Straße, dort wird auch der fehlende Gehweg mit erstellt, bis zum Sportheim des TSV Rohr. Die Kostenschätzung für das Gesamtprojekt liegt bei rund 800000 Euro. Die endgültige Planung wird in der Januar-Sitzung im Gemeinderat vorgestellt. Anschließend gibt es eine weitere Anliegerversammlung. Die Anlieger wurden bereits im Vorfeld in die Planungen eingebunden. Baubeginn soll im Frühjahr sein.
Bis Juli will die im Sommer 2011 beauftragte Firma Eifel-Net die Verbesserung der Breitbandversorgung in den bisher unterversorgten Orten der Gemeinde Rohr technisch umgesetzt haben. „Schnelles Internet muss für alle Bürger und Betriebe im ländlichen Raum zur Verfügung stehen“, so Herbert Bär. Dafür investiert die Gemeinde Rohr 150000 Euro, obwohl sie für dieses Aufgabenfeld eigentlich keine Zuständigkeit hat. Über die Breitbandinitiative Bayern gibt es weitere 100000 Euro Zuschuss.
Ganz wichtig ist für Herbert Bär, dass in den nächsten Wochen die Vorstandsbestellung für die Flurneuordnung und Dorferneuerung für den Bereich Regelsbach/Hengdorf/Nemsdorf erfolgt. „Das Amt für ländliche Entwicklung in Ansbach ist hier am Zug“, hofft der Rohrer Bürgermeister auf ein klares Signal aus Ansbach. Von diesem Verfahren hängen weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur ab. Die Biogasanlage bei Hengdorf ermöglicht für den Ort und den östlichen Bereich von Regelsbach, sich an diese zukunftsweisende Nahwärmeversorgung mit anzuschließen. Auch die Grundschule Regelsbach wird die Abwärme der Biogasanlage für Heizzwecke nutzen.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.