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EM-Marathon: Reinwand macht die Mannschaft voll

Die 2:19:46 Stunden in Berlin zählten für das deutsche Team - Wadenprobleme - 12.08.2018 16:21 Uhr

Sebastian Reinwand, hier an der Seite seines Mannschaftskameraden Philipp Baar, lief bei der EM in Berlin einen kontrollierten Marathon. Die Hoffnungen auf eine Team-Medaille erfüllten sich aber nicht. © Foto: Theo Kiefner


Weil Reinwand drittbester Deutscher war, fand sein Ergebnis auch Eingang in die Mannschaftswertung. Die vagen Hoffnungen auf eine Teammedaille, die das zahlenmäßig große deutsche Team hatte, erfüllten sich jedoch nicht. Sie waren spätestens beendet, als Philipp Pflieger, der derzeit schnellste deutsche Marathonläufer, das Rennen beenden musste.

Sebastian Reinwand, der Mann mit der Startnummer 246, war im ARD-Livestream morgens um 10 Uhr am Start in der zweiten Reihe der Läufer kurz zu sehen. Gleich nach dem Startschuss reihte er sich wie erwartet ins Mittelfeld ein und zog die 42,195 Kilometer lange Strecke, aufgeteilt in vier Runden durch die Berliner Innenstadt, in einem flotten Tempo durch. Wieder im Bild war er allerdings erst wieder im Ziel, das er nach 2:19:46 Stunden als 33. erreichte. Der aktuelle Deutsche Vizemeister, der inzwischen für Art Düsseldorf läuft, blieb damit gut vier Minuten über seiner Marathon-Bestzeit von 2:15:27 Stunden.

Die Wade zwickete

Er war damit in prominenter Gesellschaft. Etliche der 2:10-Stunden-Läufer brauchten bei der Hitze in der Hauptstadt vier bis sechs Minuten länger als üblich. Bei Sebastian Reinwand kam dazu, dass er auf den letzten zwei Kilometern wieder mit der Wadenspannung zu kämpfen hatte, die ihn schon den deutschen Meistertitel gekostet hatte.

Bester Deutscher war gestern Tom Gröschel als 11. (2:15:48 Stunden) vor Jonas Koller auf Platz 28 (2:19:16) und eben Sebastian Reinwand auf Rang 33 (2:19:46). Philipp Baar auf Platz 38 (2:19:59) und Marcus Schöfisch auf Rang 46 (2:22:57) komplettierten das deutsche Team, Philipp Pflieger kam nicht ins Ziel.

Schnellster Marathoni insgesamt war der Belgier Koen Naert, der als einziger unter 2:10 Stunden blieb (2:09:51). Er verwies den Schweizer Tadesse Abraham und den Italiener Yassine Rachik auf die Plätze zwei und drei.

In der Mannschaftswertung musste sich das deutsche Team auf Rang sieben einreihen. Auf die Bronzemedaille fehlten knapp fünf Minuten. Diese hereinzulaufen, wäre auch mit Philipp Pflieger schwer gewesen. Die Medaillen gingen an Italien (Gold), Spanien (Silber) und – etwas überraschend – an Österreich (Bronze).rog 

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