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Erlöse erhöhen, Kosten senken

Stadtkrankenhaus Schwabach: Hohes Defizit im letzten Jahr - 12.11. 08:19 Uhr

SCHWABACH  - Im Schwabacher Stadtkrankenhaus soll alles getan werden, um die für Behandlungen erzielten Erlöse zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten zu senken. Dies sagte Krankenhaus-Geschäftsführer Diakon Klaus Seitzinger vor dem Schwabacher Stadtrat, dem er die Bilanz für das Jahr 2010 vorlegte. Demnach wurde das Geschäftsjahr mit einem Minus von rund 970000 Euro beendet. Ursprünglich war man davon ausgegangen, mit einem Defizit von etwa 250000 Euro abschließen zu können.

Stadtkrankenhaus Schwabach
Stadtkrankenhaus Schwabach
Stadtkrankenhaus Schwabach
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Seitzingers Worten zufolge hat man auch in diesem Jahr mit Widrigkeiten zu kämpfen. So zeichne sich aktuell bei den Erlösen ein rückläufiger Trend ab, obwohl die Zahl der Patienten steigend sei. Dies hängt nach den Worten des Geschäftsführers mit dem sogenannten Case-Mix zusammen, also der Schwere der Erkrankungen der behandelten Patienten und den dem Haus dafür von den Kassen gewährten Mitteln. Gemäß der Krankenhaus-Statistik wurden letztes Jahr 7078 Patientinnen und Patienten behandelt, heuer rechnet man mit etwa 7330.

Hoffen auf Trendwende

Laut Seitzinger werde für die weitere Entwicklung des Jahres entscheidend sein, dass sich die Fallzahlen weiter so positiv entwickeln und dass es dem Stadtkrankenhaus gelingt, im Bereich der Fallschwere in den restlichen Monaten eine Trendwende zu schaffen.



Der Geschäftsführer sprach auch davon, dass die Reorganisation und Weiterentwicklung des Schwabacher Stadtkrankenhauses mit Hochdruck vorangetrieben werden müsse. Dazu bedürfe es akuter Maßnahmen in den Bereichen Erlössicherung, Erlösmehrung und Kostenreduktion. Im Rahmen eines Fünf-Jahres-Planes gelte es, Chancen und Risiken zu identifizieren, zu bewerten und mit Maßnahmen zu hinterlegen.

Vertrauen in Seitzinger

Oberbürgermeister Matthias Thürauf lobte den Geschäftsführer dafür, dass er das Geschehen rund ums Krankenhaus mit klaren Worten dargestellt habe. Gleichzeitig unterstrich das Stadtoberhaupt auch, dass die Stadtspitze Diakon Klaus Seitzinger ohne Einschränkung großes Vertrauen entgegenbringe.

CSU-Stadtrat Peter Gooss würdigte ebenso wie SPD-Ratsmitglied Uwe Stadelmeyer die offenen Worte des Geschäftsführers. Gooss lobte die Absicht Seitzingers, für das Stadtkrankenhaus neue Geschäftsfelder zu erschließen und die Position der Einrichtung als Haus der Grundversorgung zu stärken. Uwe Stadelmeyer würdigte vor allem die Etablierung eines geriatrischen Zentrums als zukunftsweisend. Bürgermeister Dr. Thomas Donhauser sprach davon, dass einzelne Abteilungen des Hauses durchaus positive Zahlen erzielen konnten, die Ambulanz jedoch nicht. Aus Sicht der Bündnisgrünen hob deren Fraktionsvorsitzender Klaus Neunhoeffer hervor, dass die Grundversorgung der Schwabacher Bevölkerung der entscheidende Punkt in der Aufgabenstellung des Stadtkrankenhauses sei.
  



jk

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Zum Thema
Kurzbeschreibung:
Das Stadtkrankenhaus (Regelsbacher Str. 7) mit 170 Betten sichert die Grundversorgung für Schwabach und das Umland. Es versorgt jährlich über 7000 Patienten stationär und etwa 12.000 ambulant.