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Eine ökumenische Andacht in der St.-Georgs-Kirche eröffnete das Gesamtprogramm des Empfangs. Pfarrer Norbert Heinritz und der katholische Diakon Kurt Reinelt zeigten anhand von Stellen aus der Bibel, wie stark schon zu Lebzeiten Jesu wirtschaftliche Themen das Alltagsleben mitbestimmten.
Im benachbarten Martin-Luther-Haus übernahm danach Otto Löprich als stellvertretender Vorsitzender im Ortsverband und mittelfränkischer Bezirksvorsitzender die Moderation des weiteren Programms, das die Wendelsteiner Dorfmusikanten unter der Leitung von Erwin Kübler musikalisch umrahmten.
Für den BdS/DGV-Ortsverband als Gastgeber oblag erstmals dem neuen Vorsitzenden Wolfgang Killermann das erste Grußwort. Dabei schlug er nachdenkliche Töne an, als er die Gäste fragte, warum für sie Wendelstein der Lebensmittelpunkt oder besser ein „Wohlfühlort“ sei. Er selbst kam dabei auf viele kleine Argumente und nannte auch die gute wirtschaftliche Grundversorgung mit mittelständischen Betrieben verschiedenster Branchen als einen der Faktoren für die Wahl Wendelsteins als Wohlfühlort.
Als aktuelle Ziele des Ortsverbands nannte Killermann die engere Vernetzung der örtlichen Wirtschaft mit den Schulen am Ort als Chance für die Gewinnung von Fachkräften von morgen und die Planungen zur Schaffung einer örtlichen „Azubi-Akademie“. Bürgermeister Werner Langhans dankte den Gastgebern, dass sie die Tradition des Neujahrsempfangs mit viel Leben füllen und vor allem als Thema das „Miteinander“ stets in den Vordergrund stellen.
Als Hauptrednerin zeigte Professorin Ute Ambrosius, Präsidentin der Hochschule Ansbach, dass es auch für einen Selbständigen und Mittelständler am Ort vernünftig ist, ein langfristiges Konzept für den eigenen Betrieb zu erstellen. Eine der Grundlagen dazu müsse die „Bilanz“ sein, der Rückblick auf die bisherige Entwicklung des Betriebs mit Vor- und Nachteilen. Bei einem Konzept müsse man auch an das „Übermorgen“ denken.
Für die Erstellung eines Zukunftskonzept sei es wichtig, langfristige Ziele und Ideen zu formulieren und hier aber nicht nur ans Ziel selbst zu denken, sondern auch an den Weg dorthin. Wichtige Aspekte für ein erfolgreiches Zukunftskonzept sind ihren Worten zufolge Faktoren der sogenannten „Megatrends“: Hierzu zählen Modelle für die Bevölkerungsentwicklung mit ihren Auswirkungen auf die Arbeits- und Alltagswelt, aber auch die „Glokalisierung“ als Mischprodukt der Globalisierung und der lokalen Verortung. Ein dritter wichtiger Megatrend sei zudem der generationsbedingte Wertewandel.
Landrat Herbert Eckstein würdigte in seinem Grußwort die gesunde Mischung des Wirtschaftslebens in Wendelstein, Bayerns BdS-Präsident Ingolf F. Brauner machte Ausführungen zum Ehrenamt. Jürgen Seifert, ehemaliger Vorsitzender des örtlichen Gewerbeverbands, wurde vom BdS-Präsidenten mit der „BdS/DGVEhrennadel in Silber“ für Verdienste um die Anliegen der Selbständigen ausgezeichnet.

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