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Flott und schön den Berg hinab

„Spirit of Bechhuufn“ siegt beim Seifenkistenrennen - 16.05.2012 09:50 Uhr

ABENBERG  - Beim Seifenkistenrennen auf der einen Kilometer langen Strecke zwischen Kleinabenberg und Bechhofen war Solopilot Guido Jahn mit seiner Kiste „Spirit of Bechhuufn“ wieder nicht zu bremsen (Höchstgeschwindigkeit: 74 km/h).

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Kopf-an-Kopf-Rennen bestimmten diesmal das Seifenkistenrennen in Kleinabenberg. Im Finale war dann aber „Spirit of Bechhuufn“ mit Solofahrer Guido Jahn am schnellsten.

Souverän gewann er die neunte Auflage eines Spektakels (nach 2010 zum zweiten Mal), dessen Veranstalter heuer nicht mehr „Racing-Union Roth“ hieß, sondern Stadt Abenberg.

Als Organisator zeichnete Jürgen Kuhn, der „geistige Vater“ und Ideengeber von einst, verantwortlich. Zusammen mit Michael Schübel fungierte er auch als Rennleiter.

Selten zuvor hat es so viele Kopf-an-Kopf-Rennen gegeben wie heuer. Im Halbfinale behauptete sich das Team „BKK 1“ (2.) mit Michael Schübel am Lenker und Co-Pilot Jörg Friedrich vor „Old-Schnappi“ (3.), gesteuert von Jürgen Kuhn. Dahinter saß Bruder Stefan. Vierter wurde, fast sensationell, das Team „Ratz Evolution“ mit Pilot Ralf Hammer und Lisa Gehrau im Cockpit, eine von insgesamt zwei Frauen im Feld der Gestarteten. Um den Einzug ins Viertelfinale gab es vorher zweimal ein „totes Rennen“ zwischen „Hai-Tech“ (Michael und Andreas May) und „Castrol-Racing“ (Timo Buchner, Nürnberg)


Am Start waren 17 Teams. Der sportliche Wert blieb der Veranstaltung damit erhalten. Nur abends löste der Dorfstodl in Kleinabenberg das Veranstaltungszelt in der Louisenau ab. Gefeiert wurde trotzdem.

Dem Reglement entsprechend, wurden vormittags die gemeldeten Seifenkisten von Michael Kraft abgenommen. Alle erhielten grünes Licht. Beim folgenden Probelauf allerdings machten die „Heglauer Tal Rumpler“ (René Meißl/Johannes Jäger) ihrem Namen alle Ehre und landeten nach einem Reifenplatzer unfreiwillig im Reifenstapel. Die Kiste war kaputt. Wenigstens blieben die Insassen heil.

Einem ähnlich drohenden Schicksal ging Jürgen Zwingel, der Pilot von „NOS 8 Nautilus“, nach gefühlter schwamminger Lenkung im ersten Lauf lieber aus dem Weg. Er zog seine Startberechtigung freiwillig zurück. Später gewann er mit seinem „Show-Boliden“, einem Sportboot auf vier Rädern, zum dritten Male hintereinander den Designer-Pokal.


Pünktlich auf den Kurs

„Bahn frei“ meldeten die Streckenposten von den Alemannen Franken MC und der Abenberger Feuerwehrjugend. Für Schriftleiterin Alexandra Schübel grünes Licht für den Startschuss durch den „Schirmherrn“ und Mitveranstalter zu geben. Pünktlich um 13 Uhr schickte Bürgermeister Werner Bäuerlein die beiden ersten Kisten auf die Reise. Das Rennen verlief zügig. Die Zuschauer waren immer über den aktuellen Stand informiert. Dafür sorgte Moderator Jörg Braun, der abendliche Discjockey.

In der Louisenau hatten „Abenberger Hexen“ alle Hände voll zu tun mit der Betreuung der Hüpfburg für die Kinder. Diese wiederum schauten sich in den Rennpausen die Strecke von einem Traktor-Anhänger aus an.

Das Rennen, das deutschlandweit einmalig im K.o.-System „Mann gegen Mann“ (Lucky-Loser) ausgefahren wird, so jedenfalls Rennleiter Jürgen Kuhn, war spannend und kurzweilig bis zum Schluss. Waren es die schweren, zum Teil futuristisch anmutenden Kisten mit ihren technischen Raffinessen, die in den vergangenen Jahren für Aufsehen gesorgt hatten, waren es diesmal eher die kleinen, schnuckeligen und konventionellen Typen, die wie bewegliche Farbtupfer auf dem grauem Asphalt dahin huschten und das Publikum begeisterten. Großen Applaus gab es jedesmal beim Rücktransport mit den Allrad angetriebenen, geländegängigen Personenwagen von Alexandra Kuhn und Philipp Hofmann für die Piloten, die mit offenem Visier im Cockpit saßen und zurückwinkten.

Schon vor 18 Uhr konnte Jürgen Kuhn mit der Siegerehrung beginnen. Herrliche Pokale warteten auf ihre Empfänger. Diesmal hatte sie allesamt Max Kuhn, der Senior, geschreinert. 3.Bürgermeister Wolfgang Amler bedankte sich im Namen der Stadt für die tolle Veranstaltung bei den Verantwortlichen und bei allen Helfern.


Die Ergebnisse: 1. Spirit of Bechhuufn (Guido Jahn, 74 km/h Highspeed), 2. BKK 1 (Michael Schübel/Jörg Friedrich, 73), 3. Old Schnappi (Jürgen und Stefan Kuhn, 73), 4. Ratz Evolution (Ralf Hammer/Lisa Gehrau, 73), 5. Team Meckenhausen (Daniel Winkler/Georg Kobras, 70), 6. Hai-Tech (Michael und Andreas May, 67), 7. KS-Racing (Frank Martin, 69), 8. FFW Rednitzhembach (Andreas Chamberlain/Florian Schötz, 51), 9. Castrol-Racing (Timo Buchner, Nürnberg, 67).

10. Doc Strauß (Ingo Strauß, 56), 11. Dragon Heart (Sebastian Kuhn, 44), 12. Glubbschi (Andreas Xourgias sen., Wendelstein, 37), 13. Glubbschi Evolution (Andreas Xourgias jun., Wendelstein, 54), 14. Ansbach (Walter Hammerer, Petersaurach, 34), 15. LA-Racer (Patrizia Schmiedt/Christopher Damerow, Langenaltheim, 33), 16. NOS 8 Nautilus (Jürgen Zwingel, Nürnberg, 50, Gewinner des Designer-Pokals), 17. Heglauer Tal Rumpler (René Meißl/Johannes Jäger, im Probelauf ausgeschieden).

Ehrenpokale erhielten alle mithelfenden Vereine und Gruppen.

  

hi


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