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Freller im Visier der Neonazis

Der Name des Schwabachers auf Liste der Terrorgruppe - 25.11.2011 08:12 Uhr

Der Name Karl Frellers (re.) stand auf der Liste der Neonazis. Unser Archivbild zeigt den Politiker zusammen mit Lee A. Ielpi, Präsident der Hinterbliebenen-Vereinigung nach den Anschlägen vom 11. September 2001. © Karg


Wieso Freller somit offenbar ins Visier der Neonazi-Szene geraten war, kann sich der Politiker nicht so recht erklären. Im Gespräch mit der Lokalredaktion sagte er am Donnerstagmorgen, er vermute, dass es vielleicht mit seiner Tätigkeit als Staatssekretär im bayerischen Kultusministerium zu tun haben könnte. Den Führungsposten hat er von 1998 bis 2007 ausgeübt.

Seit 2007 ist der langjährige Landespolitiker Karl Freller als Direktor der Stiftung bayerischer Gedenkstätten tätig. In seinen Zuständigkeitsbereich fallen auch die beiden KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg. Und als Stiftungsdirektor hat er in zahlreichen Reden immer wieder klar Flagge gezeigt gegen Rechtsextremismus und die Verbrechen der Nationalsozialisten gegeißelt. Bereits in den neunziger Jahren hatte der Schwabacher eine Initiative gegen die Verbreitung rechtsextremer Musik gestartet.

„Zusammenhalt gegen Nazis“

Karl Freller war am gestrigen Donnerstag auch Redner im Bayerischen Landtag, nachdem Innenminister Joachim Herrmann zu der Mordserie der Neonazis Stellung genommen hatte. „Wir Demokraten müssen gemeinsam Rückgrat zeigen gegen Rechtsextremismus“, betonte der CSU-Fraktionsvize dabei. „Wenn wir Demokraten zusammenhalten, haben die Neonazis keine Chance.“

Dass auch sein Name auf einer der gefundenen Terror-Listen der Neonazis stehe „bestärkt mich in meiner Motivation, Flagge gegen Rechtsextremismus zu zeigen“, so Freller, „denn wir dürfen uns von Terroristen nicht einschüchtern lassen“. 

jk

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