Freitag, 16.11.2018

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Geglückte Premiere

Kleinschwarzenlohe feierte erstes Lindenfest - 15.05.2010

Enthüllung der Hinweistafel für den Lindenbaum durch Bürgermeister Werner Langhans und Erich Rissmann. © Dinkler


Mit der Enthüllung der neuen Geschichtstafel der alten Linde am Ehrenmal an der Rangaustraße konnte Bürgermeister Werner Langhans zusammen mit Erich Rissmann und den Kleinschwarzenloher Kärwaboum und -madli das Lindenfest eröffnen. An der alten Linde wurden auch stellvertretender Bürgermeister Willibald Milde, Kreisheimatpfleger Manfred Horndasch und Ehrenbürger Wolfgang Dinkler begrüßt.

Der Leitspruch an der Hinweistafel der alten Linde lautet: »Ich bin zwar nicht mehr wer ich war, gegrünet habe ich jahrhunderte Jahr, ein Lindenbaum sehr hoch und breit, wuchs auf in langer alter Zeit.« Bürgermeister Werner Langhans lobte die Initiative der jungen Generation, eine alte Tradition aufleben zu lassen.

Nach einer Urkunde des Staatsarchives Nürnberg handelte es sich bei der Linde um ein Naturdenkmal von 1521. Wahrscheinlich ist der Baum sogar noch 100 Jahre älter. Der alte Dorfbrunnen neben der Linde, der auch jährlich immer wieder von den Bewohnern geschmückt wird, ergänzt diesen Standort zusammen mit dem ehemaligen »Gasthaus zur Linde«, der Schottenhut Erbschänke, die im Jahre 1650 durch den Kleinschwarzenloher Erbförster Veit Ammon erbaut wurde. Der alte Gasthof war über Jahrhunderte auch eine Handlung für Spezereiwaren und bildete den wirtschaftlichen Mittelpunkt des Waldbauerndorfes.

Bürgermeister Werner Langhans ging auch auf die Bemühungen für den Erhalt der alten Kleinschwarzenloher Ortsmitte ein und gab bekannt, dass die Planungen für einen Erhalt des so genannten »Kohlbauerhofs« mit Versetzung des Gebäudes von der Trasse der Rangaustraße nunmehr mit der Sparkasse Mittelfranken-Süd entschieden wurden (wir berichteten). Das Baudenkmal wird in Zukunft die Räume der Kleinschwarzenloher Sparkasse beherbergen.

Die alte Linde wird im Zuge der Ausbaumaßnahmen besonders durch eine Einfriedung geschützt. Kreisheimatpfleger Manfred Horndasch ging auf die Bedeutung von Lindenbäumen auf Marktplätzen, vor Wirtshäusern und Kirchen ein.

Mit einer Dorf-Rallye starteten die Kärwaboum und -madli für die Kinder ein interessantes Suchspiel.

Weit zurück reicht die Geschichte der beiden Gastwirtschaften in Kleinschwarzenlohe mit der Gründung der Erbförsterei Schottenhut. Wolfgang Dinkler ging in seinem Vortrag auf die 300-jährige Amtszeit der Erbförsterei mit der Familie Ammon in Kleinschwarzenlohe ein.

Viele Bürgerinnen und Bürger hatten sich im Festzelt bei fränkischen Spezialitäten eingefunden. Die Musikgruppe »ToBe« aus Kleinschwarzenlohe sorgte für die musikalische Unterhaltung. Aufgrund des großen Erfolgs soll 2011 das nächste Lindenfest gefeiert werden. 

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