Mittwoch, 16.01.2019

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Haydn und Mozart bei der Klosterserenade

Orchester-Gemeinschaft Nürnberg musizierte in der Stillakirche des Klosters - 22.07.2011 10:00 Uhr

Unter der Leitung von Dace Timbare gestaltete die Orchester-Gemeinschaft Nürnberg die Serenade in der Abenberger Klosterkirche. © Franz Kornbacher


„Haydns Werke sind eine ideale Sprache der Wahrheit. Sie sind vielleicht zu überbieten, aber nicht zu übertreffen“. So beschreibt Johann Wolfgang von Goethe den Wiener Klassiker, dessen Werke von den großen Oratorien und Opern bis zu kleinen Klavierstücken mehr als 500 zählen.

Junge Dirigentin

Schon die Ouvertüre zur Oper „Le Pescatrici“, ein Hochzeitsgeschenk 1770 an das Fürstenhaus Esterhazy, ließ die wohl abgestimmte Präsentation der Orchester-Gemeinschaft Nürnberg erkennen. Die in der Tradition der Serenaden bewährte Dirigentenreihe, begonnen mit Drechsler, Konrad und Thieg, erhielt diesmal ein Novum: Eine Dirigentin stand am Pult. Mit Dace Timbare, Jahrgang 1977, wohl auch die Jüngste in der Orchesterleitung.

Sie hat sich nach ihren Anfangsstudien in ihrer Heimat Lettland in Nürnberg und München erfolgversprechend weiter entwickelt und leitet inzwischen Chöre und Orchester in Franken und Bayern.

Im Konzert für Violoncello und Orchester in D-Dur beeindruckte der Cellist Tilman Wehle, der mit dem Orchester in einer schwungvollen, jugendlichen Impulsivität diese virtuose Haydn-Komposition begeisternd darbot.

Aus Mozarts Gesamtwerk ist in den Klosterserenaden jedes Jahr mit einer klassischen „Perle“ ein genussvoller Höhepunkt zu hören. Dieses Mal sogar zwei. Und die dritte Perle, die bei diesem feinen, gut besuchten Konzertabend mit Mozart glänzte, war, vor allem im Andante in C-Dur für Flöte und Orchester, die junge talentvolle Flötistin Theresa Maag, geboren 1992, aus Wolframs-Eschenbach. So leicht beschwingt diese Komposition auch erscheint, verlangt sie doch Können und Konzentration.

Der wohl gewählte Abschluss, die Sinfonie Nr. 6 F-Dur, vom elfjährigen Mozart ließ die Klassikerherzen höher schlagen. In den vier Sätzen Allegro, Andante, im Menuetto besonders ausdrucksvoll und im abschließenden Allegro zeigte sich der Einfallsreichtum dieses Musikgenies. Großer, verdienter Applaus waren dem Orchester, Solisten, Solistin und Dirigentin sicher. 

ko

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