Montag, 10.12.2018

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Kooperation für Photovoltaik-Anlage in Schwabach

Stadtwerke und Agenda-21-Gruppe arbeiten zusammen - Erstmals Seite an Seite zum gleichen Ziel - 15.06.2013 08:01 Uhr

Von den Stadtwerke-Dächern kommt künftig noch mehr grüner Strom. Dort, wo Stadtwerke-Geschäftsführer Winfried Klinger (3.v.re.), sein Technischer Leiter Harald Falkner (li.) sowie Dr. Gerhard Brunner (2.v.li.) und Martin Sauer (re.) von der Agenda-21-Gruppe stehen, wird schon in wenigen Wochen ein weiteres großes Sonnenkraftwerk installiert sein. © Gerner


Ausgeguckt haben sie sich eine große Dachfläche gleich neben dem Firmensitz der Stadtwerke im O’Brien-Park. In der dortigen Halle sind Lagerräume, die Bus-Waschstraße und Sozialräume untergebracht. Vom Dach soll ab Juli Sonnenstrom kommen.

Mit einer installierten Leistung von 225 Kilowatt/peak (kWp) gehört das neue Sonnenkraftwerk zu den drei größten Schwabacher Aufdach-Photovoltaikanlagen. Darüber hinaus planen die Stadtwerke und die Agenda-21-Gruppe auch auf dem Westbau des Adam-Kraft-Gymnasiums eine weitere gemeinsame Anlage in einer Größenordnung von bis zu 120 kWp.

Zusammen werden beide Kraftwerke pro Jahr rund 290000 Kilowattstunden Strom erzeugen – so viel wie 70 bis 80 Haushalte verbrauchen.

GbR mit vielen Eigentümern

Beide Partner wollen die Bürger an den Investitionen (aber natürlich auch an den Erträgen) beteiligen. Die Agenda-21-Gruppe um Dr. Gerhard Brunner und Martin Sauer setzt auf die seit mehr als zehn Jahren bewährte Gründung einer „Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), zu der sich Investoren zusammenschließen. Die Investoren werden Eigentümer der PV-Anlage, tragen das unternehmerische Risiko, hoffen aber dank der auf 20 Jahre gesicherten Einspeisevergütung auch auf eine Verzinsung des eingesetzten Kapitals von mehr als drei Prozent.



Der Anteil der Stadtwerke wird in die 2011 gegründete Bürgerkraftwerke Schwabach GmbH überführt, die bislang Dach- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen in Schwabach, Bonnhof, Weißenbronn und Schweinfurt betreibt.

Sichere Verzinsung

Die Stadtwerke versprechen Investoren (Einzahlungen sind ab 500 Euro möglich, mitmachen können aber nur Kunden der Stadtwerke) für zehn Jahre einen festen Zinssatz auf das eingesetzte Kapital. Bislang lag dieser Satz bei 3,75 Prozent, aufgrund der gesunkenen Einspeisevergütungen werde er aber bei der neuen Anlage wohl unter drei Prozent liegen, vermutet Geschäftsführer Winfried Klinger. Dafür jedoch hätten Investoren kein Risiko.

Die Bürgerkraftwerke haben in den vergangenen beiden Jahren rund 1,1 Millionen Euro eingesammelt, die Agenda-21-Gruppe, die schon 30 Dächer bestückt hat und zwei Freiflächenanlagen betreibt, kommt auf den sechsfachen Wert. Die installierte Leistung beträgt inzwischen mehr als vier Megawatt/peak.

Wer sich für eine Beteiligung bei der Agenda-21-Gruppe interessiert, kann am Dienstag, 18. Juni, 19.30 Uhr, zu einer Info-Veranstaltung in die BN-Geschäftsstelle, Südliche Ringstraße, kommen. Die Stadtwerke planen eine eigene Info-Veranstaltung am 29. Juli.
 

rog

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