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Lidl schließt, der Bio-Fachmarkt „ebl“ eröffnet im April

Konzept: „Regionale Produkte mit Bio-Qualität zum fairen Preis“ - 28.01.2015 08:32 Uhr

Ab April werden die „ebl-Farben“ Grün und Orange das Geschäft in der Südlichen Ringstraße schmücken. Unser Bild zeigt eine ebl-Filiale in Zirndorf. © Malter


Dies bestätigte gestern die Firmen-Pressesprecherin von ebl-Naturkost, Anne Hassler, auf Tagblatt-Anfrage. Das genaue Datum steht noch nicht fest. Dies hänge vom Verlauf der Umbauarbeiten ab.

Lidl gibt den Standort in der Innenstadt auf, weil der Laden für das Sortiment zu klein sei und es nicht genügend Parkplätze gebe. Man sei aber auf der Suche nach einem geeigneteren Standort in Schwabach, hieß es.

Diese Entscheidung hat bei vielen Schwabachern für Verärgerung gesorgt. Schließlich fällt damit eine weitere Einkaufsmöglichkeit in der Innenstadt zunächst weg.

Bei Ebl verfolgt man dagegen ein anderes Konzept. Deren 23 Filialen im Raum Nürnberg liegen nicht „auf der grünen Wiese“. Die bisher näheste ist in Katzwang an der Hauptstraße. „Wir gehen gerne in Stadtviertel. Das ist unser Beitrag zur Belebung. Da muss der Laden nicht so riesig sein“, erklärt Anne Hassler.

„Schon lange gesucht“

Die Erfahrung in Katzwang zeige, dass viele Ebl-Kunden auch aus Schwabach und dem Landkreis Roth kommen. „Wir haben deshalb schon lange in Schwabach gesucht. Wir wollen näher zu unseren dortigen Kunden“, sagt Anne Hassler.

Bei der Stadt atmet man erst einmal durch. Obwohl einige enttäuschte Bürgerinnen und Bürger sich im Rathaus beschwerten, kann die Stadt nicht über die Standorte der Firmen entscheiden.

Hauptziel der Wirtschaftsförderung war, einen Ladenleerstand zu verhindern. „Dass es dabei gelungen ist, wieder einen Lebensmittelversorger zu gewinnen, ist ein gutes Zeichen“, findet Jürgen Ramspeck, der Pressesprecher der Stadt. „Genau darum hat sich die Stadt sehr bemüht. Natürlich wissen auch wir, dass ein Discounter nicht eins zu eins zu ersetzen ist.“

Anne Hassler kennt die Bedenken: „Es gibt Leute, die zunächst sagen: Bio kann ich mir nicht leisten. Doch unser Kundenstamm wächst.“ Dass Ebl teurer ist als ein Discounter, das bestreitet Hassler nicht: „Bio-Qualität muss auch teurer sein.“

Strenge Kriterien

Denn etwa das Fleisch kommt nicht aus Massentierhaltung, sondern aus der Region und wird in der eigenen Metzgerei in Fürth nach den strengen Demeter-Kriterien verarbeitet.

„Regionale Produkte mit Bio-Qualität sind auch etwas wert“, betont die Ebl–Sprecherin. „Deshalb wollen wir auch faire Preise. Sowohl für die Erzeuger als auch für die Kunden. Auch bei uns gibt es günstige Angebote. Auch viele ältere Menschen zählen zu unseren Kunden.“

Die erwartet ein breites Angebot von Lebensmitteln bis zu Natur-Kosmetik und Drogerieartikeln. „Wir bieten alles, was ein Discounter auch bietet, nur in guter Bio-Qualität.“

Zehn neue Jobs

Als neuer Konkurrent etwa der „Ähre“, dem Schwabacher Öko-Pionier, sieht man sich bei Ebl nicht: „Unsere Erfahrung zeigt, dass solche Bioläden und wir uns gut ergänzen und gegenseitig das Geschäft beleben“, berichtet Anne Hassler.

In der Ebl-Filiale werden rund zehn Arbeitsplätze geschaffen. Die Stellen sind noch offen. Erfahrung aus Bioläden müssen Verkäuferinnen nicht mitbringen. „Aber wichtig ist uns ein Interesse an Biolebensmitteln.“ 

GÜNTHER WILHELM

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