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Man sieht es, aber man glaubt es nicht. Nein, die Bühne im Festsaal hat keinen Keller. Und doch wirkt es, als würde Wolfram von Bodecker als Ober hinter einem niedrigen Vorhang mal kurz in den Weinkeller gehen. Kurz darauf macht er es sich noch einfacher. Er steigt in einen imaginären Fahrstuhl und verschwindet senkrecht nach unten. Verblüffende Situationskomik von höchster Körperbeherrschung.
Wolfram von Bodeckers Partner Alexander Neander war früher selbst Waldorfschüler. Daher rührt die persönliche Freundschaft mit der Familie von Waldorfschullehrer Wolfgang Debus. Anders wäre ein solcher Auftritt für eine Schule kaum denkbar.
„Bodecker & Neander“ waren zunächst Schüler des legendären Pantomimen Marcel Marceau. Und bis zu dessen Tod 2007 dessen Bühnenpartner.
„Mit der Sprache der Stille machen sie das Unsichtbare sichtbar“, kündigte sie Wolfgang Debus an. Ihre Mimik erzählt Geschichten voller Gefühl: Panik im Bombenhagel, die nervöse Vorfreude auf ein romantisches Rendezvous, der Kampf David gegen Goliath. Liebe und Leid, Leere und Lebenslust. Ein sensibles Spiel spontaner Stimmungswechsel. Von traurigem Tiefgang zu lässiger Leichtigkeit.
Ein geniales Duo. Ein berührender Abend. Große Kunst.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.