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Fünf Freunde aus Philadelphia haben sich zusammengetan, um mit einem einzigartigen, mehrstimmigen Gesang und mit Songs, die im Ohr bleiben, das Publikum in Verzückung zu versetzen. Fünf Einzelkünstler, alle mit Songwriting-Talenten ausgestattet, schreiben spektakuläre Songs voller Harmonie und instrumentaler Wucht, dass man fast aus den Latschen kippt.
Tom Gillam (Gitarre, Gesang) und Joseph Parsons (Gitarre, Gesang), die in unseren Breitengraden inzwischen sehr geschätzt werden, bilden das musikalische Rückgrat dieser neuen Band. Die beiden können bereits eine erkleckliche Anzahl ansprechender Americana-/Rootsrock-Scheiben vorweisen. Als sie 2009 bei einigen Auftritten vor erlesenem Fan-Rahmen auftraten, festigte sich bei beiden der Gedanke, mit einigen anspruchsvollen Mitstreitern eine neue Band zu gründen.
Sie wurden fündig bei Matt Muir (Schlagzeug, Perkussion), Ben Arnold (Piano, Gesang) und bei Scott Bricklin (Bass, Gesang), der zurzeit in Paris lebt. Inzwischen hat die Band zwei CDs vorgelegt: „US Rails“ (2010) und „Southern Canon“ (2012).
Da stand eine junge, unverbrauchte Band auf der Bühne, die geradezu sprüht vor Spielfreude. Ihr feines Gespür für mitreißenden, mehrstimmigen Gesang demonstrierte die fünfköpfige Band in Songs wie „Lucky Star“, in dem es heißt: „Does anybody know how lucky we are, just banging on drums, strumming on guitars, just trying to have fun in some dark and dusty bar?“
Manchmal erinnert die Band an die „Eagles“ – wie etwa bei den Songs „Shine a light“ oder „Good times“ – und bei den kraftvollen Gitarrenakkorden stand ein Tom Petty Pate. Es wäre aber falsch, die „US Rails“ als Epigonen von Crosby, Stills, Nash & Young oder von wem auch immer in eine bestimmte Schublade zu stecken. Als einzige Cover-Version setzten sie mit der von Stephen Stills komponierten „Suite: Judy Blue Eyes“ ihrem Vorbild Crosby, Stills & Co. ein beeindruckendes Denkmal.
Die „US Rails“ sind eine hervorragende Live-Band, ihre Art des Musizierens ist „Americana“ im besten Sinn. Da hört man ein bisschen Country („Burning Fire“), ein bisschen Blues („Rockin´ Chair“), ein bisschen Rock, doch alles wird verarbeitet zu einem angenehmen Stilgemisch, das sich hören lassen kann. Die Slide-Gitarre mit der vom Blues bekannten Bottle-Neck-Technik kam gebührend zum Einsatz und machte die Songs „noch amerikanischer“.
Tom Gillam und Joseph Parsons wechselten sich immer wieder im Gesang ab und wurden unterstützt durch die rostige Stimme von Ben Arnold, die stark an Jon Bon Jovi erinnert, und durch die Tenorstimme von Scott Bricklin. Auch der Schlagzeuger Matt Muir mischte gesanglich eifrig mit, was bei anderen Bands ziemlich selten ist.
Die anspruchsvollen und poetischen Texte kündeten von der Furcht vor dem Tod („Lord, don’t take me now, if I have just one more day I promise I won’t waste it“), verklärten das Zeitalter des Radio („Old song on the radio“) oder wollten dem Hörer Lebensmut geben („Carry your weight“ oder im Song „Do what you want“).
Das Publikum in der Jegelscheune ließ sich anstecken von der Spielfreude und der Begeisterung der jungen Band, die den mehrstimmigen Gesang auf einzigartige Weise beherrscht.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
hier.