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Mission impossible für den „Feuerwehrmann“

Gerhard Hofbeck konnte Ruder in Kornburg nicht mehr herumreißen — Nachfolger steht bereit - 29.05.2012 08:27 Uhr

KORNBURG  - Seine Analyse nach dem 0:0 im Qualifikations-Rückspiel gegen den ASV Zirndorf um den Landesliga-Aufstieg am Samstag fiel knapp aus, sie hat aber den Nagel auf den Kopf getroffen: „Hätte die Mannschaft doch nur während der Saison öfter so leidenschaftlich gekämpft wie heute, dann hätte es die beiden Qualifikationsspiele gegen Zirndorf vielleicht gar nicht gebraucht!“

Der letzte Auftritt für Trainer Gerhard Hofbeck beim TSV Kornburg blieb ohne Happy-End.
Der letzte Auftritt für Trainer Gerhard Hofbeck beim TSV Kornburg blieb ohne Happy-End.
Foto: Jainta
Der letzte Auftritt für Trainer Gerhard Hofbeck beim TSV Kornburg blieb ohne Happy-End.
Der letzte Auftritt für Trainer Gerhard Hofbeck beim TSV Kornburg blieb ohne Happy-End.
Foto: Jainta

In der Tat haben sich die Kicker des TSV Kornburg selbst in diese Situation hineinmanövriert — mit teilweise lustlosen Auftritten. Als Schuldiger hierfür musste nach dem 25. Spieltag und einer 0:2-Heimpleite gegen den SC 04 Schwabach wieder einmal der Trainer herhalten. Florian Beck konnte die Mannschaft offensichtlich nicht mehr erreichen. Das Saisonziel „direkte Qualifikation für die Landesliga“ war so gut wie aus den Augen verloren, und auch das Minimalziel, über die Qualifikation den Aufstieg anzustreben, drohte angesichts der zum Teil blutleeren Auftritte der Mannschaft zu scheitern.

Die Kornburger Verantwortlichen zogen die Reißleine, und sie erinnerten sich an einen Mann, der schon zwei Mal sehr erfolgreich als „Feuerwehrmann“ hatte einspringen müssen. Doch sein drittes Engagement bei den Nürnberger Vorstädtern ist auf den ersten Blick bei vier eingefahrenen Zählern aus den letzten fünf Saisonspielen nicht so gelaufen, wie er es sich selbst gewünscht hatte. Also doch eine „mission impossible“ für Gerhard Hofbeck?


Mitnichten! Wer den Auftritt der Kornburger am Samstag im Heimspiel gegen den ASV Zirndorf miterlebt hat, der kann bestätigen, dass es der Trainer und die gesamte sportliche Leitung geschafft haben, den Spielern wieder Leben einzuhauchen. Plötzlich glaubten wieder alle, es schaffen zu können. Dass es am Samstag doch nicht gereicht hat, dafür darf man auch die im Fußball oft entscheidenden Faktoren wie fehlendes Glück oder schwache Chancenverwertung anführen.

Den vergebenen Möglichkeiten trauerte nach dem Schlusspfiff dann auch Gerhard Hofbeck nach: „Ich denke schon, dass wir eine gute Chance fürs Weiterkommen gehabt hätten, hätten wir das 1:0 erzielt. Dann wären die Zirndorfer sicherlich noch nervöser geworden.“ Auch den nicht gegebenen Elfmeter führte der Kornburger Trainer in seinem Statement an.

Kritische Worte

Allerdings gab es von ihm auch kritische Worte für sein Team, das es gerade in Zirndorf nicht verstanden habe, im entscheidenden Moment Übersicht und Ruhe zu bewahren. Letztlich profitierte der ASV von dem Doppelschlag aus dem Hinspiel zum 2:1 und 3:1 — und dies nach einer ersten Halbzeit, in der es gut gelaufen ist für den TSV. Auch ASV-Coach Martin Hermann erinnerte bei der Analyse an das Hinspiel, „als wir wahrscheinlich um ein Tor besser als Kornburg waren“.

Nun gut, Gerhard Hofbeck war nach dem Spiel die Enttäuschung anzusehen, dass er seine Mission nicht mit dem erhofften Resultat in Kornburg beenden konnte. Doch der Blick beim TSV ist längst wieder nach vorne gerichtet. Ein neuer Trainer steht mit Martin Schmaußer, der aktuell noch die Bayernliga-U19 des FSV Erlangen-Bruck betreut, bereits in den Startlöchern. 

rj


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