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Neuer Rekord an der Alten Schmiede

160 Teilnehmer beim traditionellen Schleppertreffen am Pfingstsonntag in Gauchsdorf - 21.05.2013 18:12 Uhr

Der Lagerplatz des Sägewerks diente als Parkplatz für die zahlreichen Schlepper. Bei strahlendem Sonnenschein konnten die Besucher die Gefährte in Augenschein nehmen und sich über deren Technik informieren. © Hess


Jedes Jahr ein neuer Rekord: Diesmal waren 160 Schlepper in Gauchsdorf zu bewundern. Damit dürfte statistisch gesehen am Sonntag auf jeden Einwohner ein betagter Traktor gekommen sein. Der Rekord vom Vorjahr (144) war schon zu Mittag eingestellt, doch es trudelten immer noch Fahrer mit mindestens 30 Jahre alten Schleppern ein.

Angesichts des unsicheren Wetters und der Konkurrenz (auch in Spalt und Dinkelsbühl fanden Schleppertreffen statt) hatten die Veranstalter ihre Ziele nicht so hoch gesteckt; sie wären auch mit der Hälfte vollauf zufrieden gewesen. Doch offenbar hat sich das Gauchsdorfer Schleppertreffen schon so gut etabliert, dass es für Eigentümer eines historischen Bulldogs quasi ein Muss ist.

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Das Wetter hielt immerhin bis zum frühen Nachmittag, doch bei der Ausfahrt regnete es ordentlich, so dass viele der Traktor-Lenker tropfnass wurden. Schließlich waren früher die Schlepper zum größten Teil offen.

Ein Ursus, ein Allgaier-Porsche und ein Fahr, alle drei Baujahr 1950, waren die ältesten Gefährte. Der kleinste Traktor, ein Weinberg-Traktor, sah aus wie eigens für Kinder gebaut, dennoch handelte es sich um ein vollwertiges landwirtschaftliches Arbeitsgerät. Der Einsitzer ist kurz und dank seiner Knick-Lenkung äußerst wendig.

Fahrer auf der Ladefläche

Eher bescheiden wirkten auch die beiden Spezialfahrzeuge der Firma Holder. Sie haben zwei angetriebene Vorderräder, über denen der Motor-Block sitzt. Der Fahrer (bei Bedarf auch ein Beifahrer) sitzt auf der Ladefläche des Anhängers. Gelenkt wird das Vorderteil über zwei lange Griffe.

Vertreten waren alle Schlepper-Marken, die in unserer Gegend verbreitet sind: Allen voran Eicher, dann Fendt, Porsche, Allgaier, Deutz und Schlüter. Sogar einige Raritäten waren zu sehen, wie ein Traktor von Zetor, einer von Ford, ein McCormick und ein CaseIH. Ein Traktor hatte einen alten Feuerwehr-Anhänger im Schlepp, ein anderer eine historische Schlamm-Pumpe. Sie alle waren zu bewundern rund um den Festplatz an der Alten Schmiede und auf dem Sägwerksplatz. Auch ein paar Pkw-Oldtimer hatten sich unter die Bulldogs gemischt.



Zahlreiche Vereine und auch einzelne Eigentümer von Traktoren waren in das Dorf an der Aurach gekommen. Allein die Schlepperfreunde Rednitzhembach hatten 23 Fahrzeuge mitgebracht. Stark vertreten waren auch der Schlüter-Club Obersteinbach, die Schlepperfreunde Oberreichenbach, die Aicher-Freunde Brombachsee, der Rohölzug Wallesau und andere aus umliegenden Ortschaften. Viele Schlepperfreunde sind in Vereinen organisiert, die Gauchsdorfer Gastgeber jedoch noch nicht, obwohl es im Dorf etliche betagte Traktoren gibt, von denen nicht einmal alle gezeigt wurden. Vielleicht wird bald der „Dieselclub Gauchsdorf“ gegründet.

Chef-Organisator des Schleppertreffens ist Alfred Gärtner. Obwohl ihm die Arbeit langsam über den Kopf wächst, freut es sich jedes Jahr aufs Neue über immer mehr Teilnehmer. Begonnen hatte alles mit 43 Schleppern 2008. 2009 waren es
64, 2010 schon 96, 2011 108, 144 im vergangenen Jahr und heuer sogar 160.


Gefeiert wurde in Gauchsdorf eigentlich „Kirchweih“. Die begann mit dem Einholen und Aufstellen des Kirchweihbaums und dem Bieranstich durch Bürgermeister Helmut Bauz am Vortag des Schleppertreffens. Im Zelt spielte die Musik, fürs leibliche Wohl sorgten ein Party-Service, ein Fischbrater und „Di Gauerschdorfer“ selbst, die Getränke, Kaffee und Kuchen verkauften. 

GUNTHER HESS

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