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Nicht ganz ungefährlich

Uta Grün hat vier Werke zu Ortung VII mitgebracht - 19.08. 09:29 Uhr

SCHWABACH  - „... alles nicht ganz ungefährlich“ — so fasst die Uta Grün ihre aus Draht, Papier, Kleister, Hanf, Metall, schwarzer Farbe und Graphit gefertigten Arbeiten „Sieben Goldbeißer“, „Gruß der Loreley“, „Der große Sauger“, und „Schwinge“, die im ersten Stock der Hausmeisterwohnung im alten DG zu sehen sind, kurz zusammen.

Uta Grün.
Uta Grün.
Foto: oh
Uta Grün.
Uta Grün.
Foto: oh

Und in der Tat: Die an Totenmasken erinnernden Goldbeißer im Treppenhaus und im Gang mit den fiesen goldenen Zähnen im schwarzen Gesicht und den hohlen Augen scheinen sich einzuschrauben und festzubeißen. Sie stehen für die Gier, fürs Zubeißen, und sie lassen nichts mehr los.



Der „Gruß der Loreley“ ist auch nicht wirklich nett: „War kurz hier, nun drängt’s in mir, zum Schiffe versenken und Männer ertränken“, steht in Lippenstift an die Badezimmerkacheln gemalt, und im Waschbecken liegt ein goldener Kamm mit ausgekämmtem, goldenem Flachs-Haar.

„Der Große Sauger“, ein Staubsauger-Reptil mit breitem Maul, das passend im Wohnraum der Hausmeister-wohnung lauert, macht sich bereit, die leeren, vergoldeten Eierschalen, die vielleicht zuvor von

den Goldbeißern ge-knackt und ausgeschlürft wurden, zu verschlingen. Nicht einmal die „Schwinge“ reicht, um davon zu schweben — sie ist Endpunkt der Höhenflüge und die herabhängenden Schnallen ein Synonym für den Absturz.

(Station 25, Altes DG Hausmeisterwohnung, 1. Stock) 



UTE RAUSCHENBACH

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Zum Thema
Kurzbeschreibung:
Die Kunsttage finden seit 1999 im zweijährigen Turnus jeweils im August statt. 16 Tage lang präsentieren sich 20 – 25 Künstlerinnen und Künstler in Räumen der Schwbacher Innenstadt.
2011: 6. - 21. August Ortung VII