Montag, 17.12.2018

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Nürnberg-Süd bleibt in Händen von CSU-Mann Karl Freller

Zwar geringe Einbußen, aber weiterhin ein deutlicher Abstand zur SPD - 15.09.2013 22:46 Uhr

Die Mienen sprechen für sich: Das gute Abschneiden ihrer Partei bei der Landtagswahl beklatschen der in Nürnberg-Süd als Direktkandidat klar wiedergewählte Karl Freller und CSU-Bezirksvorsitzender Markus Söder (v.li.). © Weigert


Er sei nicht nur hochzufrieden mit der absoluten Mehrheit seiner Partei auf Landesebene, sondern auch mit seinem stabilen Ergebnis auf hohem Niveau, kommentierte Karl Freller von der CSU sein Abschneiden. Unter allen Kandidaten in den Nürnberger Stimmbezirken habe er hinter Bayerns Finanzminister Markus Söder das beste Resultat eingefahren. Bei der Landtagswahl im Jahr 2008, als die CSU hohe Verluste hinnehmen musste, habe er bayernweit das geringste Stimmen-Minus erzielt. Mit seinem nunmehrigen Resultat habe er über alle bisherigen Wahlperioden ein hohes Niveau halten können.

„Mit meinem persönlichen Ergebnis kann ich zufrieden sein, auch wenn ich es mir überzeugender gewünscht hätte“, formulierte Helga Schmitt-Bussinger von der SPD in einer ersten Stellungnahme. Das Abschneiden ihrer Partei auf Landesebene könne jedoch nicht zufrieden stellen, so die Landtagsabgeordnete, die auf Platz 1 der Mittelfranken-Liste ihrer Partei gesetzt ist und deshalb auf jeden Fall wieder ins Maximilianeum einziehen wird. Zwei Abgeordnete aus Schwabach werden also auch weiterhin den Stimmkreis Nürnberg-Süd in München repräsentieren.

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Landtagswahl in Bayern. Das ist Ude gegen Seehofer, ein echter Gradmesser für die anstehende Bundestagswahl - und die Frage: Gibt es im Freistaats erstmalig einen Politikwechsel? Bereits am frühen Morgen gaben die Spitzenkandidaten der fünf großen Parteien ihre Stimmen ab.


Zwiegespalten ist die Stimmung bei Tilman Kuhl von den Grünen: „Das Gesamtergebnis in Bayern ist schon ein Stück enttäuschend. Wir hatten auf ein gutes zweistelliges Ergebnis gehofft.“ Weshalb die Grünen kurz vor der Wahl in den Umfragen gefallen sind, kann er sich nicht erklären.

In der Woche vor der Bundestagswahl müssten die Grünen nochmals zweierlei deutlich machen: „Wie wichtig die Energiewende ist und dass bei unseren Steuerplänen 90 Prozent entlastet und nur zehn Prozent belastet werden.“

Seine Gewinne in Schwabach bezeichnet er als „sensationell. Darüber freue ich mich sehr.“ Das zeige, dass die Grünen in Schwabach „gut verankert“ seien und „es mir gelungen ist, Wähler anzusprechen“, so Kuhl.

Christian Huber bezeichnete das Abschneiden seiner Freien Wähler in Bayern als „zufriedenstellend“. Dass es nicht zu dem von SPD und Grünen angestrebten Dreierbündnis kommt, sieht er ohne Ärger. „Ich hätte ohnehin eher in die andere Richtung tendiert“, räumt er ein. Also zur CSU, die aber nun niemanden braucht. Auch keine Freien Wähler. Huber hält es aber für richtig, dass sich seine Gruppierung nicht auf eine Koalitionsaussage festlegen ließ.

Auch für den Bund sieht er durchaus Chancen, dass die Freien über die Fünf-Prozent-Hürde springen.Persönlich zeigt er sich mit seinem Erststimmenresultat ebenfalls zufrieden. „Für meine erste Kandidatur ist das ein sehr gutes Ergebnis. Dass ich gegen den Karl und die Helga nicht ankomme, war klar“, erklärt der 31-Jährige. Christian Hubers nächstes Ziel ist die Kommunalwahl im Frühjahr 2014. Dort will er einer der drei Spitzenkandidaten werden und strebt ein Stadtratsmandat an.

„Tief enttäuscht“ zeigte sich Laszlo Riedl von der FDP. Dass keine Wechselstimmung herrsche, sei ja spürbar gewesen. Doch vom Zugewinn der CSU ist er überrascht. „Offenbar haben die Verwandtenaffäre und die Verluste der Landesbank überhaupt nicht geschadet. Das verstehe ich nicht.“

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Das Scheitern der FDP erklärt Riedl mit einem „Transportproblem“: „Es ist uns nicht gelungen, gemeinsame Erfolge in der Regierung auch als Erfolge der FDP darzustellen.“ Für die Bundestagswahl am kommenden Sonntag hofft er auf einen „Jetzt-erst-recht-Effekt“. Er sei überzeugt, dass die FDP den Einzug in den Bundestag schaffe. Ob es aber für Schwarz-Gelb wieder reiche, müsse man sehen. Das Resultat in Bayern sei „sicher ein Dämpfer.“ Sein persönliches Abschneiden bei den Erststimmen sieht Laszlo Riedl im Trend der Partei. „Ich wüsste nicht, was ich mir persönlich vorzuwerfen hätte.“

 

jk/gw

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