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Omnibus-Reck feierte 100-jähriges Bestehen

Mit Milch begann’s - „Geburtstagsfeier“ mit Ehrengästen und Unternehmer-Kollegen - 21.10.2013 09:30 Uhr

Alle ziehen an einem Strang, und schon setzt sich der Omnibus in Bewegung: Auf dem Reck-Betriebshof im Rohrer Gewerbegebiet griffen sich Ehrengäste der Jubiläumsfeier das Seil. © Karg


Firmenchef Gerhard Reck begrüßte in der Fahrzeughalle des Unternehmens nicht nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Firma, die neben dem Linienverkehr auch in hohem Maße auf dem touristischen Sektor tätig ist. Auch zahlreiche Ehrengäste und Unternehmer-Kollegen waren gekommen, um den „Geburtstag“ von Omnibus-Reck mitzufeiern.

Start mit Transportgeschäft

Reck skizzierte eingangs die 100-jährige Geschichte des Familienunternehmens (Firma Reck: Vom Milchtransport zum Busunternehmen), an deren Beginn die Gründung eines Transportgeschäfts durch Heinrich Reck im Jahr 1913 stand, der mit zwei Pferden und einem Brückenwagen Milch nach Nürnberg transportierte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man dann mit Omnibussen. Im Jahr 1947 genehmigte die Regierung von Mittelfranken den Betrieb der Linie Regelsbach – Schwabach – Wendelstein. Zug um Zug wurde in den folgenden Jahrzehnten die Busflotte vergrößert, in den siebziger Jahren begann man dann auch mit dem Reiseverkehr.

Dank an die Mitarbeiter

Heute sind laut Gerhard Reck stattliche 16 Omnibusse mit einer jährlichen Gesamtfahrleistung von rund 1,2 Millionen Kilometern im Einsatz. Die Firma biete aktuell rund 30 Arbeitsplätze für Fahrpersonal und Verwaltung. Reck schloss seine Rede mit einem Dank an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Eine Urkunde vom Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen gab‘s für Gerhard Reck (Mi.). Rechts Horst Schilling, links Robert Rattelmeier.


Horst Schilling, Präsidiumsmitglied beim Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen, betonte in seiner Rede, dass ein Unternehmen 100 Jahre nur überlebe, wenn es gute Mitarbeiter habe. Offenbar sei man bei allem Tun auch immer auf der Spur, was der Kunde wolle.

Schilling betonte, dass der Omnibus als sicherstes und umweltfreundlichstes Verkehrsmittel gelte. Außerdem hatte er Lob für den Landkreis Roth parat, der sich stark für den öffentlichen Personennahverkehr engagiere.

,Nahverkehr weiter stabilisieren‘

Schilling appellierte an die Politik, gemeinsam mit den mittelständischen Unternehmen alle Anstrengungen zu tätigen, um den öffentlichen Nahverkehr stabil zu halten. Es sei immer gut, wenn man sich lokale und regionale Firmen als Partner aussuche, statt mit einem „Unternehmer in Paris“ zu verhandeln.

Gemeinsam mit Robert Rattelmeier vom Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen überreichte Schilling schließlich an Firmenchef Gerhard Reck eine Anerkennungs- und Dankurkunde für langjährige Mitgliedschaft in der Organisation.

Von Generation zu Generation

Mit Blick auf die lange Geschichte der Firma Reck unterstrich Landrat Herbert Eckstein: „Zukunft braucht Herkunft“. Der Landkreis und seine Kommunen wüssten es zu würdigen, was es bedeute, ein Unternehmen zu führen und dieses auch von einer an die nächste Generation weiterzugeben. Rohrs Bürgermeister Herbert Bär hob hervor, dass er froh darüber sei, dass die Firma Reck eigenwirtschaftlich geführt werde. Als Anerkennung für die Verdienste des Omnibusunternehmens überreichte Bär an Firmenchef Gerhard Reck ein Gemeindewappen.

Nachdem Reck langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern seines Unternehmens namentlich gedankt und ihnen ein Präsent überreicht hatte, bat er die Ehrengäste der Feier – auch zahlreiche Rohrer Gemeinderäte waren gekommen – nach draußen auf den Betriebshof. Dort hatte man an einem Linienbus ein langes Tau befestigt. Dieses nahmen alle in die Hand, um unter dem Motto „Alle ziehen an einem Strang“ das Fahrzeug ein Stück vorwärts zu bewegen.

Oldtimer und Musik

Nach der offiziellen Feier war dann in den Nachmittagsstunden die Öffentlichkeit zu einem „Tag der offenen Tür“ eingeladen, bei dem es nicht nur flotte musikalische Unterhaltung gab, sondern bei dem man sich auch ein Bild von der Fahrzeugflotte machen konnte. Auch historische Fahrzeuge konnten besichtigt werden.

Ebenfalls an die Kinder hatte man gedacht; so warteten eine Hüpfburg und eine Malaktion auf die Kleinen. Auch das Kinderschminken und ein Luftballonweitflug-Wettbewerb standen hoch im Kurs. 

jk

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