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Mittwoch, 20.06.2018

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Schleppertreffen mit neuem Rekord

90 historische Fahrzeuge in Gauchsdorf - Kirchweih ohne Kirche zu Pfingsten - 25.05.2010

Der älteste Schlepper war ein »Landini«, Baujahr 1935. Typisch für die Zeit: der Glühkopfmotor. © Hess


Es war ein neuer Dorf-Rekord, denn an der Ausstellung unter freiem Himmel nahmen ganze 90 historische Fahrzeuge teil. Damit hat sich Gauchsdorf gewaltig gesteigert von 64 im vergangenen Jahr und 43 im Jahr 2008. Die meisten standen auf dem Platz am Sägwerk, doch die Schlepperschau zog sich bis ins Dorfzentrum hinein.

Zu bewundern war da beispielsweise ein feuerroter »Porsche«. Allerdings kein 911er, sondern ein »Diesel Junior« mit ganzen 14 PS unter der runden Haube. Ein Hingucker war auch ein anderer Kraftprotz vom Acker: Ein blaumetallic lackierter Trecker mit viel Chrom und sogar Zusatzscheinwerfern. Nichts für Traktor-Puristen, denn die stehen nicht auf so neumodischen Schnickschnack.

75-jähriges Prachtstück

Die hatten eher ihre Freude an einem »Landini«, Baujahr 1935. Er war das älteste Fahrzeug bei der großen Schlepperschau. Dieses Prachtstück hat einen Glühkopfmotor mit einem Hubraum von sage und schreibe sieben Litern. Dann gab es auch noch einen »McCormick« mit Mähableger von 1936 (läuft noch) zu bewundern. Vom Alter her kam dann lange nichts, die sechs ältesten Traktoren nach diesen Ausnahme-Erscheinungen waren Baujahr 1950.

Ansonsten gab es alles, was bei Treckerfreunden Rang und Namen hat: Lanz, Schlüter, Eicher, Fahr, Hanomag, Röhr… Manche waren neu lackiert, andere trugen die Patina der Jahre. Nur fünf der Besitzer stammten aus dem Dorf, die anderen kamen beispielsweise aus Schwabach, Wallesau, Büchenbach, Roth, Oberreichenbach und Pruppach/Opf.. Das bedeutet, dass es den Gauchsdorfer Bulldog-Fans gelungen war, ganze 85 Gäste mit ihren Dieselrössern zu ihrem Fest zu locken.

Ausrichter der Kirchweih war die Dorfgemeinschaft Gauchsdorf, »Di Gauerschdorfer«, wie sie sich selbst nennen, und was auch auf ihren blauen Polohemden zu lesen stand. Die »Blauhemden« hatten in der Straße Zur Alten Schmiede ein Festzelt aufgebaut. Das passte gerade so zwischen die gegenüberliegenden Grundstücke. Auch ohne Kirche stellten die »Blauen« einen Kirchweihbaum am Feuerwehrhaus auf, die Kinder taten es ihnen gleich.

Während am ersten Abend wegen der starken Fußball-Konkurrenz im Fernsehen der Zuspruch bei dem Fest eher mäßig war, ging es am zweiten Tag nicht zuletzt dank der Schlepperfreunde im Zelt hoch her. 

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