Katja Hessel, Staatssekretärin im Bayerischen Wirtschaftsministerium und Präsidiumsmitglied der FDP im Freistaat, war eigens nach Schwabach gekommen, um Urkunde und Goldene Ehrennadel zu überreichen. „Mit ihnen hat die Wirtschaftskompetenz der FDP ein Gesicht gehabt“, würdigte Hessel das Lebenswerk Schmausers.
Hauptberuflich war der Kaufmann Harald R. Schmauser 23 Jahre lang von 1977 bis 2000 geschäftsführen-der Gesellschafter der Schwabacher Drei-S-Werke mit Produktionsstätten auf drei Kontinenten in Ungarn, Brasilien und Singapur.
Seine Wirtschaftserfahrung kam über Jahrzehnte hinweg auch in vielen Ehrenämtern zum Tragen. 15 Jahre lang war er Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer Nürnberg und 21 Jahre Vorsitzender ihres Außenwirtschaftsausschusses. Als solcher war der 75-Jährige häufig Vertreter deutscher Wirtschaftsinteressen auf internationalem Parkett.
30 Jahre hat er das Industrie- und Handelsgremium Schwabach geleitet. Ferner gehört er zu den Vätern des Wirtschaftsausschusses in Schwabach. Mitglied des Stadtrats und im Aufsichtsrat der Stadtwerke war er von 2002 bis 2008.
Als Gründer des Arbeitskreises „Bundeswehr und Wirtschaft“ hat sich der Reserveoffizier große Verdienste um die berufliche Eingliederung von Zeitsoldaten erworben. Dafür wurde er mit dem Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold ausgezeichnet. Außerdem ist Harald R. Schmauser Träger des Bayerischen Verdienstordens und des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse. „Drei Orden, die man ganz selten nebeneinander sieht“, sagte Katja Hessel.
Hans Rösler, ehemaliger Geschäftsführer der FDP in Bayern, Stadtratsmitglied Alexander Pühringer, Bruder Erik M. Schmauser samt Ehefrau Lilo sowie zahlreiche Weggefährten und Funktionsträger der FDP Schwabach gratulierten und ließen Schmauser hochleben. „Sie zeichnet ihr Humor, das Anpacken und soziales Engagement aus“, sagte der Schwabacher FDP-Chef Sebastian Frick.
Harald R. Schmauser konnte seine Gäste mit zahlreichen Fakten und Anekdoten aus seinem Berufs- und FDP-Leben unterhalten. So blickte er auf kolossale Wahlergebnisse der FDP mit zum Teil über 20 Prozent Stimmenanteil in Schwabach und Bayern zurück.
Gern erinnert er sich auch an Begegnungen mit Größen der Weltpolitik wie Helmut Kohl und Michael Gorbatschow.
Sein schönstes persönliches Erlebnis stammt indes aus einer Zeit, als er noch nicht FDP-Mitglied war, aber über seinen Patenonkel häufig Berührung mit der großen Politikwelt hatte. Albrecht Haas war in den 1950er-Jahren Justizminister und Leiter der Staatskanzlei. 1957 nahm er den 22-jährigen Harald mit auf den Chrysanthemen-Ball im Bayerischen Hof in München. Dort war auch die Film-Prominenz versammelt. Sowohl die 17-jährige Romy Schneider als auch die Kessler-Zwillinge gewährten ihm einen Tanz.

Bewerbungen für den NN-Kunstpreis werden ab 1. März 2012 entgegengenommen. Die Teilnahmebedingungen finden Sie
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