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Schwabach: Party und Live-Musik beim Kneipenfieber

Kneipen teilweise wegen Überfüllung geschlossen - 20.03.2017 05:58 Uhr

Die Hillman’s Blues Band sorgte im Keller des Lichspielhauses mit sexy Saxophon-Passagen für prächtige Unterhaltung.

Die Hillman’s Blues Band sorgte im Keller des Lichspielhauses mit sexy Saxophon-Passagen für prächtige Unterhaltung. © Matthias Hertlein


Kneipenfieber 2017? Ein Renner mit großem Angebot, vielleicht in einem oder anderen Fall Geschmackssache, "aber das Angebot wurde allerorten angenommen", wie Bruno Fetzer, Chef der Werbe- und Stadtgemeinschaft als Veranstaltungspartner, bilanzierte. "Überall hervorragende Stimmung, es hat richtig Spaß gemacht." Zumal aus seiner Sicht der Shuttle-Bus hin zu Döllinger, Burgersgarten oder Jungegger’s – den Spielstätten außerhalb der Altstadt – ebenfalls "hervorragend" (Fetzer) angenommen wurde.

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Kneipenfieber 2017: Schwabach im Ausnahmezustand

17 Live-Acts in 17 Locations: Beim Kneipenfieber war auch in diesem Jahr viel geboten. Die Schwabacher feierten bis tief in die Nacht zu den verschiedensten musikalischen Stilrichtungen.


Am Eingang der Laumer-Kneipe wehrte sich der Betreiber mit einem Plakat gegen Schließungs-Gerüchte ("Nur die Öffnungszeiten ändern sich"), gesperrt musste das ehemalige "Schiff" an der Kappadocia dennoch zwischendrin, wegen absoluter Überfüllung. "Zhenil" sorgten mit ihren Klassikern für bestes Feeling und wehmütige Erinnerungen an frühere Rock-Musik-Zeiten. Da kam "Roadhouse Blues" von den Doors zu Ehren, "Satisfaction "von den Rolling Stones oder "Take it Easy " von den Eagles.

Hits mit Italo-Flair

Schier unmöglich war es, beim nächtlichen Streifzug die gesamte Angebot-Palette abzudecken, deshalb ist die Auflistung unvollständig: Im "Kubus" sorgten die Veranstalter Martin Meinzer und Christian Löhner für Unterhaltung, in der "Sternlounge" rockten Doc Knotz, Keili Keilhofer und Patrick Wirschnitzer als Obsession Group.

Als bewährte Unterkünstler traten Luigi und Stephano wieder in Erscheinung. Schmackend lieferten sie Hit-Cocktails ab, dass die Pizzen fast vom Teller rutschten. Italo-Flair in der Bachgasse, hör- wie tanzbar. Auf jedem Fall genießbar. Dagegen leicht ironische Ansagen, ein Mix aus Swing, chilliger Lounge-Musik, funkig angehaucht: das Hannes-Stegmeier-Trio in der Weinecke des Marvena Cafés.

Jede Menge Spielfreude

Im Metrodrom servierten das Trio R.P.N. beispielsweise "Sexbomb" von Tom Jones oder "Venus" von Shocking Blue. Lange nicht mehr gehört. Ergänzt durch ein wenig Johnny Cash. Da kamen die Party-Gäste schon in Stimmung, auch Stadtrat und Unternehmer Roland Krawczyk ließ sich davon anstecken.

Spezielle Location, jede Menge Spielfreude: In der Country-Stube war Nostalgie angesagt. Harry (mit seiner Gitarre) und Norbert Wittmann als Sänger und Entertainer waren eine feste Bank. Es herrschte gute Laune bei Jung und Alt, außerdem gab es viel Applaus für wahre Unterhaltungs-Legenden Schwabachs in einer der urigsten Kneipen.

Im Lichtspielhaus-Keller, eine prima Location für Konzerte, servierte die Hillman's Blues Band Schmelztiegel-Musik – schwülstige Atmosphäre und sexy Saxophon-Passagen inbegriffen. Blues, Funk, prächtige Unterhaltung.

Charismatische Stimme

Die Krönung, das Highlight des Kneipenfiebers – aus Reporter-Sicht – war der Auftritt des Schwabacher Trios "Muddy What?" um das Geschwister-Paar Ina und Fabian Spang und Schlagerzeuger Michael Lang. Das Zusammenspiel des Trios ist vorzüglich, Sänger und Gitarrist Fabian zog die Fans mit seiner charismatischen Stimme in den Bann, verlieh Stücken wie "Hey Joe", "Ain't No Sunshine", "Sympathy For The Devil" oder "All Along The Watchtower" eine besondere Note.

Dass sie aktuell die Münchner Konzert-Szene mehr und mehr erobern, spricht Bände – Ina und Fabian wohnen in der Landeshauptstadt. Am 8. April treten sie erneut auf im "Markgraf". Wieder ein Muss für die Musik-Fans, die auf Qualität und das Besondere abfahren. Am Samstag kamen "MuddyWhat?" nicht ohne eine Zugaben-Orgie aus. Großer Beifall inbegriffen. Das galt und gilt für das Kneipenfieber 2017 insgesamt. Dem Regen zum Trotz! 

MATTHIAS HERTLEIN

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