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„Einmalig“ die 48er „Erste“: Nach einer 22:9-Führung nach dem ersten Viertel schaffte sie es doch noch gegen gehandicapte Noris Baskets – deren 30-Korbpunkte-Werfer fehlte – zu verlieren. Das Fazit: Enttäuschte und genervte Zuschauer, ein Coach – Markus Gatzke – mit einem Teint wie ein Leichentuch und eine Mannschaft, die scheinbar ganz wild auf die Nähe zu den Tabellenkellerasseln ist.
Dabei hatte alles so toll angefangen: Ein geschwächter Gast, nicht zwangsweise eine Erschwernis für die Einheimischen, und ein TV 1848, der konsequent umsetzte, was der Trainer vorgegeben hatte: aggressiv, hart, konsequent und konzentriert – kein Vergnügen für den Gast aus der Noris. Die Schwabacher spielten, wie die Fans sie sehen wollen. Dass sich da nur knapp 30 Zuschauer in die Schwimmbadhalle verlaufen hatten, einige davon aus Nürnberg, ist mit Sicherheit auch auf die „starken“ Leistung der 48er in der jüngsten Vergangenheit zurückzuführen.
Aber zum Spiel: Dritte Minute ein Dreier von Toader, ein Korbleger und ein Dreier von Olaf Zupancic, 11:4 für die Einheimischen, die Gäste minutenlang ohne Korberfolg. Schwabach traf immer wieder. Alles paletti, 22:9 für den TV 1848, so konnte es weitergehen. Ging es aber nicht. Es folgte eine Sendepause für die „Turner“. Das Team wollte wohl für mehr Spannung sorgen, wollte mit dem Kopf durch die Wand und verblödelte die klare Führung. Na ja, der Gegner, in der Tabelle vor Schwabach, war auch noch da und wollte nicht einfach untergehen, hatte klammheimlich das Viertel mit 23:14 gewonnen und war zur Halbzeit bis auf vier Korbpunkte (36:32) dran.
Zeit für ein Kabinengespräch. Was immer Coach Markus Gatzke seiner Mannschaft gesagte hatte, es war fruchtlos. Keine Besserung nach der Pause, weiter kopf- und systemlos. Ein Beispiel: Binnen kürzester Zeit schaffte ein 48er einen überflüssigen Harakiri-Wurf, das Vergeben einer „maustoten“ Chance völlig frei, keine zwei Meter vor dem gegnerischen Korb sowie drei eklatante Fehlpässe. Klar, mittlerweile führten die Noris Baskets, aber aus Sicht der 48er anscheinend noch immer keine Gefahr in Verzug, keine Rückbesinnung auf das erste Viertel, und das, obwohl die Spielperiode mit 12:23 wiederum verloren war. Mit 48:55 ging der TV 1848 ins Schlussviertel, verpeilte Schwabacher (33., 48:59). Dann das Erwachen; Der Gast war sieben Spielminuten ohne Korberfolg, die Einheimischen trafen allerdings nur mäßig. Die Schlussminute: 56:59 – mit etwas Glück hätte da noch etwas gehen können, tat es aber nicht.
TV 48, 1. Herren: Zupancic (16/2, 1/0), Krause (8, 4/4), Toader (7/1, 4/2), Jakob Meier (6, 6/2), Grabowski (4/1, 2/1), Kohlmann (4), Schneider (4), Sun (4, 2/2), Scheyhing (3, 2/1) und Lohr (2, 2/2).
Die ersatzgeschwächten 2. Herrenmannschaft hatte mit dem TV Altdorf II noch ein Hühnchen zu rupfen — die blamable Hinspielniederlage, Und den 48ern gelang dies ausreichend klar mit 60:42. Ersatzgeschwächte Schwabacher hatten den Gegner im Griff (4., 11:0). Das blieb während des gesamten ersten Viertels so (20:10). Im zweiten Durchgang Kreisklassenniveau auf beiden Seiten mit dem besseren Ende (9:7) für Schwabach. Nach der Halbzeitpause aggressive und druckvolle 48er (26., 43:19). Unter Berücksichtigung der Fähigkeiten des Gastes war das Spiel jetzt gelaufen – mit 17:8 ging das Viertel an die 48er. Ergebnisverwaltung im Schlussviertel, die Altdorfer kamen etwas besser ins Spiel, holten das Viertel mit 17:14 ohne den Schwabacher Erfolg gefährden zu können. Mit dem Sieg festigten die 48er ihren dritten, zum Aufstieg berechtigenden Tabellenplatz.
TV 48, 2. Herren: Möllenkamp (12, 1/0), Öhme (10, 3/2), Christian Kirstgen (9/1, 2/2), Walter (9/1), Bayer (8, 3/0), Paul Daumenlang (6), Biedenbach (4), Gauer (2) und Hönsch.
Dank einer starken zweiten Halbzeit brachte die 3. Herrenmannschaft verdient mit 58:39 gegen den Post-SV V die Punkte aus der Noris mit. Dabei hatte das überhaupt nicht gut ausgesehen, gerade mal vier U20-Akteure konnte Coach Erwin Sohst aufbieten, also musste „aufgerüstet“ werden: zwei Oldtimer – er selbst und Markus Wendel aus dem Schwabacher Team „weit über 35“. Und obwohl die 48er anfänglich hinterher liefen, holten sie das erste Viertel mit 10:8. Im zweiten Durchgang bauten die Schwabacher zunächst ihren Vorsprung aus (12., 15:8), um dann die Gastgeber vorbeiziehen zu lasen (12:16).
Der TV 1848 lag zur Halbzeit mit 22:24 hinten. Doch dann erzielte der überragende Marco Marthold zehn seiner insgesamt 28 Korbpunkte (20:8 im dritten Viertel). Im Schlussviertel waren nicht die sechs 48er fertig, sondern die Gastgeber (16:7 für Schwabach).
TV 48, 3. Herren: Marthold (28, 9/4), Wendel (12, 6/2), Vagos (8), Dornisch (4), Erwin Sohst (4) und Julian Sohst (2).
Do. 24.05.12
Do. 24.05.12
Di. 15.05.12
Di. 15.05.12