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Und ab über den Zaun

Freiheitsliebende Ziegen sorgten für Aufregung - 12.08.2008

Endstation Autowerkstatt: Das Ziegen-Quintett konnte im Hof des Betriebes eingesperrt werden. Seit Freitagabend waren die Tiere unterwegs.

Endstation Autowerkstatt: Das Ziegen-Quintett konnte im Hof des Betriebes eingesperrt werden. Seit Freitagabend waren die Tiere unterwegs. © Karg


Der Bock und die vier weiblichen Ziegen waren bereits am Freitagabend in Oberreichenbach über den Elektrozaun ihres Geheges gesprungen und ausgerissen. Am Samstag und Sonntag zog die kleine Herde weiter nach Unterreichenbach und fraß sich durch die Gärten der Anwohner.

Christian Bussinger (19) und Kevin Häusler (15) entdeckten die Tiere gestern in Schwabach, als sie aus einer Seitenstraße kamen und die Gutenbergstraße überqueren wollten. Die beiden Jugendlichen verfolgten die fliehenden Ziegen auf ihren Fahrrädern bis zum Autohändler in der Feldstraße, wo sich die Tiere schließlich in der hintersten Ecke des Hofs verkrochen.

Dies bot den Verfolgern und weiteren herbeigeeilten Helfern die Chance, die Tiere mit Hilfe eines Metallgitters einzusperren. Auf den Kompressorlärm aus der Autowerkstatt reagierten die Ziegen dann allerdings verstört. Der Bock, der sich scheinbar um das Wohl seiner Fluchtgenossinen sorgte, war gar so nervös, dass er vor lauter Aufregung sein «Geschäft» auf den Hof verrichtete.

Die eingesetzten Polizeibeamten, Feuerwehrleute und Helfer des Schwabacher Tierschutzvereins sahen keine Möglichkeit, die verunsicherten und daher schwer berechenbaren Tiere gefahrlos einzufangen. Man musste also auf die Besitzer warten: eine Bäuerin und einen Bauer aus Oberreichenbach. Die beiden hatten die Außreiser schon verzweifelt gesucht. Nachdem sie sich beim Fiat-Händler für die Turbulenzen entschuldigt und für sein Verständnis bedankt hatten, wollten sie die Ziegen auf einem Anhänger zurück auf den heimischen Hof bringen. 

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