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Vielfalt voller Spannung

Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner von Ortung VII beeindruckt - 06.08.2011 08:16 Uhr

Nürnbergs Kulturreferentin Julia Lehner (2.v.l.) sah sich auf Einladung der CSU gestern bei ihrem Schwabach-Besuch einige Ortung-Kunstwerke an. Darunter auch das „Blaue Gold“ von Annette Voigt im Apothekersgarten. © Wilhelm


„Bei der ersten Ortung war ich schon mal hier“, erzählt Julia Lehner. „Seitdem hab’ ich’s leider nicht mehr geschafft. Aber von damals ist mir die stark regionale Ausprägung in Erinnerung.“ „Das hat sich sehr geändert“, erläutert ihr Schwabacher Kollege und Ortung-Organisator Roland Schmid. „Inzwischen kommen die Künstler aus ganz Deutschland.“

„Die Qualität steht bei der Auswahl der Künstler im Vordergrund“, ergänzt CSU-Stadtrat und Ortung-Jury-Mitglied Sven Heublein. „Da haben wir einen überregionalen Anspruch.“

Infostation Bürgerhaus, Königsplatz 33 a. Die Stationen der Künstler: 1 Apothekersgarten (Annette Voigt); 2 Ehemalige Mietwaschküche (Christina Jüttner); 3 Städtische Galerie Paul Kroker; 4 Königsplatz (Wolfgang Auer); 5 Rathaus (Anita Stöhr-Weber); 6 Das Hüttlinger, Treppenhaus (Jens Hanke); 7 Das Hüttlinger, Tafelsaalloft (Matthias Brock); 8, 9 Kanzlei Fürbeth, Holzschuppen (Dana Widawski); 10 Sparkasse (Stefan Fromberger); 11 Galerie Gaswerk (Günter Paule); 12, 13 Alte Synagoge (Doris Baum, Selcuk Dizlek); 14 Atelier 15 (Nina Nolte); 15 Schwabach-Flusstal (Bastus Trump); 16 Am Mühlbach (Irene Anton); 17 Wöhrwiese-Flusstal, Insel (Irene Anton); 18 Sandsteinbogenbrücke (Werkstatt Radenhausen Häkelkreis); 19 Kellergewölbe Grießhammer (Renate Haimerl Brosch); 20 Croaticum, Keller (Andreas Feist); 21 Croaticum, Rückgebäude Werkstätte (Simona Petrauskaite); 22 Croaticum Rückgebäude Sudhaus (Katja Fischer); 23 Evangelisches Haus (Doris Baum); 24, 25, 26 Altes DG, Hausmeisterwohnung (Hans Lankes, Uta Grün und Mario Bierende); 27 Altes DG, Seminarsgarten (Lutz Kirchner). Karte: Spachmüller


Julia Lehner betrachtet das „Golden Girl“ am Marktplatz, spaziert zum „Blauen Gold“ im Apothekersgarten, staunt über die Verwandlung einer Holzhütte in ein Schlosszimmer und über eine eingehäkelte Steinbrücke — und ist beeindruckt. „Ortung lebt von der Unterschiedlichkeit der Objekte, die mit dem jeweiligen Orten korrespondieren und so für Spannung sorgen“, sagt die Kulturreferentin. „Ich freue mich sehr über die Nachhaltigkeit, mit der Ortung bis heute sich entwickelt hat.“

„Kulturmeter“ für „Ortung“

Eine große Anerkennung kommt auch von den Grünen. Sie haben für ihren „Kulturmeter“ die Schwabacher Kunsttage „Ortung“ zum Preisträger gekürt. Die 1000 Euro Preisgeld sind als Sponsoring gedacht und werden am 27. November bei einem Festakts Kulturamtschef Roland Schmid überreicht. „Während der 16-tägigen Ausstellungen entwickelt sich an unterschiedlichen Orten ein anregendes Spannungsfeld zwischen bildender Kunst und öffentlichem Raum“, begründet der Vorsitzende der Grünen-Stadtratsfraktion, Klaus Neunhoeffer, die Entscheidung.

Ortung – die wichtigsten Daten:

Zeitraum: 6. bis 21. August.

Eröffnung: Heute, Samstag, 11 Uhr, Bürgerhaus: Verleihung des Schwabacher Kunstpreises.

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 11 bis 19 und Montag bis Freitag 14 bis 19 Uhr.

Führungen: Samstag und Sonntag: 11.30, 14.30, 15.30 Uhr. Montag bis Freitag: 14.30 und 15.30 Uhr. Die Führungen dauern etwa drei Stunden und kosten 4,50 Euro. (Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre frei.) Treffpunkt: Bürgerhaus, Königsplatz 33a (Infostation).

Publikumspreis: Jeder Besucher kann bis 21. August, 17 Uhr, Stimmzettel an der Infostation am Bürgerhaus abgeben. Verliehen wird der Preis bei der Finissage am Sonntag, 21. August, um 17.30 Uhr, in der Galerie Gaswerk, Nördliche Ringstraße 9.

Goldschlagen live: Vorführungen im Stadtmuseum, unter anderem samstags und sonntags um 10, 14 und 16 Uhr. 

gw

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