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Vorbereitung mit Hindernissen

Wie die heimischen Kreisligisten über die Winterpause kamen/kommen - 23.02. 08:52 Uhr

SCHWABACH  - Noch gut zwei Wochen haben die Kicker in den Kreisligen des Fußballkreises Neumarkt/Jura Zeit, sich auf den Punktspielstart nach der Winterpause vorzubereiten. Es war eine Vorbereitung mit Hindernissen, denn die extremen Wetterbedingungen der vergangenen Wochen sorgten doch dafür, dass in den Vereinen nicht das vorgesehene Trainingsprogramm durchgezogen werden konnte.

Von Wassermungenau  nur ein paar Kilometer auf der B466 Richtung Norden: Thomas Zwingel will den SV Barthelmesaurach vor dem Abstieg aus der Kreisliga bewahren.
Von Wassermungenau nur ein paar Kilometer auf der B466 Richtung Norden: Thomas Zwingel will den SV Barthelmesaurach vor dem Abstieg aus der Kreisliga bewahren.
Foto: Schmitt
Von Wassermungenau  nur ein paar Kilometer auf der B466 Richtung Norden: Thomas Zwingel will den SV Barthelmesaurach vor dem Abstieg aus der Kreisliga bewahren.
Von Wassermungenau nur ein paar Kilometer auf der B466 Richtung Norden: Thomas Zwingel will den SV Barthelmesaurach vor dem Abstieg aus der Kreisliga bewahren.
Foto: Schmitt

Wenn überhaupt, so waren Testspiele nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Wie die Vereine damit umgingen beziehungsweise was sich in der Winterpause personell so alles getan hat bei den West-Kreisligisten — hier ein kleiner Überblick.

Die Winterpause ist für die Fußball-Vereine nicht nur eine Möglichkeit, sich von den Strapazen der Vorrunde zu erholen, sondern auch Gelegenheit, eine sportliche Zwischenbilanz zu ziehen. Diese fiel nicht bei allen Clubs aus unserem Verbreitungsgebiet positiv aus. Auch war auffällig, dass drei von fünf heimischen Vereinen in der Kreisliga West mit einem neuen Trainer in die restliche Saison gehen.


Das Trainergeschäft lässt ihn nicht los: Achim Kokott coacht nun wieder den TSV Kornburg — aber nicht die „Erste“, sondern die Reserve in der Kreisliga.
Das Trainergeschäft lässt ihn nicht los: Achim Kokott coacht nun wieder den TSV Kornburg — aber nicht die „Erste“, sondern die Reserve in der Kreisliga.
Das Trainergeschäft lässt ihn nicht los: Achim Kokott coacht nun wieder den TSV Kornburg — aber nicht die „Erste“, sondern die Reserve in der Kreisliga.
Das Trainergeschäft lässt ihn nicht los: Achim Kokott coacht nun wieder den TSV Kornburg — aber nicht die „Erste“, sondern die Reserve in der Kreisliga.

Doch nicht immer müssen sportliche Gründe ausschlaggebend für derartige personelle Veränderungen sein, wie am Beispiel der DJK Schwabach deutlich wurde. Da stellte Trainer Reiner Kraus aus freien Stücken zum 31. Dezember 2011 seinen Posten zur Verfügung, obwohl sein Team als Tabellenzweiter noch alle Chancen hat, die anvisierte Rückkehr in die Bezirksliga zu realisieren. Er wolle einer angestrebten Neuorientierung in der Fußballabteilung nicht im Wege stehen, so Kraus’ Begründung für seine Kündigung.

Der Nachfolger war schnell gefunden. Harald Bahr, bis dato im Juniorenbereich der DJK tätig, konnte sich bereits während der erfolgreichen Hallensaison ein Bild von der Leistungsfähigkeit seines jungen Kaders machen. Klar, dass nach dem Titelgewinn in der Halle auch auf dem Feld Taten folgen sollen. Die DJK will aufsteigen, daran besteht kein Zweifel. Aufgefüllt wurde der Kader mit zwei Spielern: Stephan Peter (20 Jahre, Abwehrspieler vom TSV Spalt) und Micha Kisparski (Mittelfeld, FT Starnberg). Die Vorbereitung lief noch nicht nach Wunsch. Erst ein einziges Mal konnte gespielt werden (4:3 beim TSV Pyrbaum), weitere Tests gegen den ASV Fürth, ESV Rangierbahnhof und TSV Altenberg sollen folgen.

Kein Ruhekissen



Auf dem Weg Richtung Tabellenkeller stößt man zuallererst auf die DJK Veitsaurach. Beim Neuling ist man allerdings mit dem erreichten neunten Tabellenplatz ganz zufrieden. Ein Ruhekissen sollte diese gute Bilanz allerdings nicht sein. Vor allem auf die Heimstärke war im bisherigen Saisonverlauf Verlass — zu Hause wollen Coach Hans Gsänger, sein Co-Trainer Klaus Walter und deren Schützlinge auch den Grundstock für den späteren Klassenerhalt legen. Personell hat sich in der Winterpause bei den „Veitsbombern“ nichts getan, was ja nicht unbedingt negativ sein muss. Die Vorbereitung indes war auf Grund der Platzverhältnisse alles andere als optimal; bislang konnte noch nicht getestet werden. Spiele gegen SV Kammerstein (25./26. Februar) und DJK Gnotzheim (4. März) sind geplant.

Auch wenn sich der TSV Katzwang 05 nach miserablem Saisonstart auf Tabellenplatz zehn vorarbeiten konnte, die Saison war alles andere als ideal verlaufen. Die „Nullfünfer“ hatten unter Coach Josef Molnar eigentlich einen Platz in der Spitzengruppe anvisiert. Dieser Zug ist mittlerweile abgefahren, doch wollen die Katzwanger in der verbleibenden Spielzeit wieder positive Schlagzeilen schreiben, was angesichts des schweren Auftaktprogrammes — nacheinander geht es gegen SpVgg Roth, FC/DJK Weißenburg, TSV Heideck und FV Dittenheim — sicherlich nicht leicht fallen dürfte. Als Saisonziel nannten die „Nullfünfer“, schnell 37 bis 40 Zähler einzufahren. Einem Abgang — Routinier Thomas Preißer will sich nur noch seiner Aufgabe als D-Junioren-Coach widmen — stehen zwei Neuzugänge gegenüber. Peter Hermel (19 Jahre) wechselte vom TSV Johannis Nürnberg in den Rednitzgrund, der 23-jährige Ungar Csaba Papp hat bislang nur in seiner Heimat gekickt. Testen will der TSV 05 unter anderem noch beim TSV Ochenbruck auf Kunstrasen.

Auch die Kornburger BOL-Reserve hatte sich im Vorfeld dieser Saison vorgenommen, als Neuling die Liga kräftig aufzumischen. Das Gegenteil war der Fall. Die Mannschaft fand sich plötzlich im Tabellenkeller wieder. Als Dreizehnter, punktgleich mit Pfofeld, das auf dem ersten direkten Abstiegsplatz steht, müssten die Kornburger nach derzeitigem Stand in die Abstiegsrelegation. Sieben Punkte beträgt bereits der Rückstand gegenüber dem ersten Nichtabstiegsplatz (TSV Absberg).

Neuzugang Emin Karademir

Diese Differenz gilt es wettzumachen, was im Kornburger Lager als durchaus machbar erscheint. Sportlich gibt seit der Winterpause ein alter Bekannter den Ton an. Achim Kokott, in früheren Jahren bereits für die „Erste“ verantwortlich, strebt jetzt mit der Reserve den Klassenerhalt an. Das Personal, das ihm für dieses Unternehmen zur Verfügung steht, wird auch davon abhängig sein, welche Spieler aus dem Kader der „Ersten“ Woche für Woche in die Reserve rutschen können. Feste Größe für Kokott ist mit Emin Karademir aber ein erfahrener Spieler. Der einst so torgefährliche Angreifer schloss sich dem TSV in der Winterpause an.

So, jetzt zum eigentlichen Sorgenkind, dem SV Barthelmesaurach. Zwölf Punkte aus 18 Partien sind zweifelsohne zum Leben zu wenig, zum Sterben aber zu viel. Im Klartext: Der Verein hat sich bestimmt noch nicht aufgegeben. Gravierende Veränderungen in der Führungsetage sollten als Beleg dafür dienen. Die Fußballer des SVB haben sich insofern zukunftsorientiert aufgestellt, als mit Michael Schug ein neuer Abteilungsleiter gewählt wurde. Auch der Trainer der „Ersten“ ist neu: Vom TSV Wassermungenau wechselte ein alter Bekannter nach Barthelmesaurach. Thomas Zwingel soll nun den Klassenerhalt realisieren. Ein erfahrener Mann, der als Spieler (unter anderem beim SC 04 Schwabach und Bundesligisten Blau Weiß 90 Berlin) bereits höherklassige Fußballluft geschnuppert hat.

Guter Start

Dessen Vorgänger Marcus Sieber hat den Verein verlassen, sucht in der Bezirksoberliga (TSV Kornburg) als Spieler eine neue Herausforderung. Ob der 19-jährige Neuzugang Felix Auerbach (zuletzt 1. SC Feucht) diese Lücke schließen kann, wird sich zeigen. Vielleicht ja schon in den verbleibenden Testspielen (u.a. gegen Raitersaich). Mit den Siegen über SV Kammerstein (2:0) und TSV Wassermungenau (3:1) begann die Vorbereitung ja schon recht vielversprechend. 



rj/mj

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